Barrierefreies Bad in sieben Tagen

Barrierefreie Bäder sind ideal für Mietwohnungen, da sie von Menschen aller Altersstufen genutzt werden können. So spricht man als Vermieter den größtmöglichen Interessentenkreis an. Gleichzeitig verringert man die Fluktuation, denn langjährige, treue Mieter können so auch im Alter in der Wohnung bleiben.

„Ein barrierefreies Bad ist keine Speziallösung für Menschen mit Behinderung und sollte auch nicht so aussehen. Es ist ein Qualitätsmerkmal, das allen Menschen Vorteile bietet und sogar besonders viel Raum für eine schöne Gestaltung lässt“, erklärt Josef Blome. Die von ihm gegründete Firma Blome hat sich seit 25 Jahren auf Badmodernisierung aus einer Hand, in kürzester Zeit, zum festen Preis und zum festen Termin spezialisiert. In Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft hat der Unternehmer diverse Patentlösungen für barrierefreie Bäder und zur Modernsierung im Bestand entwickelt. Er empfiehlt grundsätzlich eine barrierefreie Gestaltung für alle Bäder, soweit dies möglich ist.

Trittsicherer Boden

Im Zentrum des Bades steht in der Regel die barrierefreie Dusche. Menschen jeden Alters können sie problemlos betreten. Für viele Senioren, die im Bad nur eine Wanne haben und nicht mehr über deren Rand kommen, ist der Einbau einer barrierefreien Dusche sogar die Rettung. Zudem ist eine barrierefreie Dusche besonders pflegeleicht. Bei geöffneten Türen kann man sie mit dem Fußboden wischen – quasi „in einem Aufwasch“. Und die Nahtstellen zwischen Türen und Duschwanne, an denen sich bei anderen Duschen oft Schimmel entwickelt, entfallen komplett. Man kann sogar ganz auf eine Tür verzichten, wenn man die Dusche mit einem gemauerten Wandvorsprung vom Rest des Bades abtrennt. In jedem Fall kann der Boden durch entsprechende Maßnahmen besonders trittsicher gestaltet werden. Auch optisch lässt die barrierefreie Dusche viel Gestaltungsspielraum: Andersfarbige Fliesen, Mosaike, Bordüren oder sogar Fliesen mit dem Logo der jeweiligen Wohnungsbaugenossenschaft sind möglich. Der früher ge­­fürchtete „Krankenhaus-Look“ gehört längst der Vergangenheit an.

Dusche passt auf jede Etage

Bislang war der Einbau einer barrierefreien Dusche indes nicht überall möglich – wenn nämlich das verbrauchte Wasser nicht nach unten ablaufen konnte. Entweder, weil es unterhalb der Wohnung kein Geschoss mehr gab oder weil dieses nicht betreten werden konnte. Blome hat eine Lösung dafür gefunden: eine patentierte, barrierefreie Dusche namens „Easygo-Plus“. Eine eingebaute Pumpe führt das gebrauchte Wasser einem Abfluss an beliebiger Stelle im Umkreis von 3 m Höhe und 20 m Entfernung zu.

Die Pumpe ist in eine Sitzbank integriert, die zusätzlichen Komfort beim Du­­schen bietet und zum Sitzen, Abstützen der Füße oder als Ablage für Shampoo genutzt werden kann. Ein weiterer Vorteil: Die Dusche kann eingebaut werden, ohne dass man die darunter liegende Wohnung zu betreten braucht. Das ist besonders praktisch bei übereinander liegenden Mietwohnungen.

Um die Duschen auch in kleinen Bädern möglichst geräumig zu gestalten, hat Blome das Konzept der Restraum-Nutzung entwickelt. Dabei wird möglichst viel Platz, der nach Berücksichtigung von WC und Waschtisch noch übrig ist, für die Dusche genutzt. Das kann auch Raum vor einem Fenster sein, das dann mit Sichtschutzfolie ausgestattet wird.

Kombination aus Dusche und Wanne

Speziell für kleine Bäder, die mit Dusche und Wanne ausgestattet sein sollen, hat Josef Blome die „DuBa“erfunden. Diese Kombination aus Dusche und Wanne braucht nicht mehr Platz als eine herkömmliche Wanne, hat aber einen bodenahen Einstieg, so dass man sie bequem betreten kann. Zum Baden kann man den Einstieg per Knopfdruck mit einem elektrischen Rollschott verschließen, so wie ein Garagentor. Die „DuBa“ kann bundesweit innerhalb eines Tages ohne Fliesenschaden eingebaut werden. Damit ist sie eine in­­te­­ressante Alternative, wenn Menschen es nicht mehr zum Duschen über den Wannenrand schaffen und eine komplette Badmodernisierung nicht infrage kommt.

Empfehlenswert für ein barrierefreies Bad ist außerdem ein erhöhtes WC, eventuell auch spezielle Armaturen bei Problemen mit der Feinmotorik. Bei der Planung sollte Platz an Stellen gelassen werden, an denen man jetzt oder später bei Bedarf Haltegriffe anbringen kann. Praktisch sind auch gemauerte Absätze in der Dusche oder neben der Wanne, die als Abstellfläche oder Sitzgelegenheiten genutzt werden können.

Ein häufiges Problem, das sich Entscheidern aus der Wohnungswirtschaft stellt, ist die Modernisierung im Bestand. Die Bäder kommen in die Jahre, die Mieter auch. Vie­­le bräuchten dringend eine barrierefreie Du­­sche, aber wie soll man das Bad modernisieren, solange die Wohnung bewohnt ist? Um dieses Problem zu lösen, hat Josef Blome das BadWand-System entwickelt. Mit den vorgefertigten Wänden lässt sich die Badmodernisierung in sieben bis zehn Arbeitstagen bewerkstelligen. Die Mieter können in der Wohnung bleiben, ein WC steht immer zur Verfügung. So kann das Bad ohne Mietausfälle oder Auszug der Bewohner barrierefrei modernisiert werden.

Im Zentrum des Bades steht in der Regel die barrierefreie Dusche.

Empfehlenswert für ein barrierefreies Bad ist zudem ein erhöhtes WC, eventuell auch spezielle Armaturen bei Problemen mit der Feinmotorik.

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