Mühlhausen multimedial

Wohnungsunternehmen sorgen in der thüringischen Stadt für einen Infrastruktur-Aufschwung: Fernsehen und Radio, Internet und Telefonie kommen neuerdings über den TV-Kabelanschluss ins Haus.

Für die Bewohner der Wohnungsgenossenschaft Mühlhausen e.G. (WGM) und der Städtischen Wohnungsgesellschaft mbH Mühlhausen (SWG) kam die multimediale Wende im Januar 2013. Seit diesem Zeitpunkt sind die rund 6000 Wohnungen der beiden Großvermieter an ein modernes Breitband-Kabelnetz angeschlossen. Der Weg von der PrimaCom zu Kabel Deutschland hat sich nicht nur für die Wohnungsunternehmen gelohnt.

Die bereits im Jahr 2010 langfristig geschlossenen Verträge mit der Wohnungswirtschaft gaben Kabel Deutschland die notwendige Investitionssicherheit für die Modernisierung des gesamten Kabelnetzes in der Stadt. Der Netzbetreiber investierte insgesamt einen siebenstelligen Betrag in das Mühlhäuser Projekt. Im Ergebnis steht den Bewohnern der WGM und der SWG sowie allen anderen  Mühlhäuser Kabelkunden ein zukunftsfähiges Breitbandkommunikationsnetz mit einer Internetgeschwindigkeit von aktuell bis zu 100 Mbit/s zur Verfügung.

Investitionen in die Zukunft

Im ersten Schritt wurde das bestehende Koaxial-Kabelnetz in der Stadt für die Übertragung von Internet- und Telefondiensten fit gemacht und an den Glasfaser-Backbone des Netzbetreibers angeschlossen. Für die Modernisierung waren keine größeren Tiefbauarbeiten erforderlich, weil die vorhandenen Koaxialkabel weiterhin genutzt werden können. Angesichts der mit hohem Aufwand sanierten Straßen und Plätze in der historischen Altstadt war die Stadtverwaltung darüber sehr glücklich.  Allerdings musste die Kopfstelle aufgrund des nun höheren Platzbedarfes für den Einbau der so genannten Cable Modem Termination Systems (CMTS) an einen neuen Standort umziehen.

Im zweiten Schritt wurden die Liegenschaften der beiden Wohnungsunternehmen für den Anschluss an das Breitbandkabelnetz fit gemacht. In den Wohngebieten waren dann vor allem Tiefbauarbeiten erforderlich. Innerhalb von sechs Monaten wurden rund zehn Kilometer neue Kabel im Erdreich verlegt, sieben Verstärkerkästen aufgebaut und rund 180 Hausübergabepunkte installiert. Außerdem wurden die Hausverteilnetze in den Häusern der beiden Vermieter neu gebaut oder an den aktuellen Standard angepasst. Auch die alten Kabelanschlussdosen in den Wohnungen wurden gegen moderne Multimediadosen ausgetauscht.

Individuelle Lösungen für die Wohnungswirtschaft

Eine gewinnbringende Kooperation für alle Seiten, den Netzbetreiber, die Wohnungswirtschaft und die Stadt: In den Verträgen zwischen den Wohnungsunternehmen und Kabel Deutschland wurde eine umfassende multimediale Versorgung für die Bewohner vereinbart. Das heißt, die Wohnungen sollten mit Fernsehen in digitaler, hochauflösender (HD) und analoger Qualität sowie Breitband-Internet und Telefonie versorgt werden.

Die Investitionen sowohl in das städtische Breitbandnetz als auch in die Hausverkabelung der Vertragsobjekte hat in Mühlhausen komplett der Netzbetreiber getragen. Den Mühlhäuser Vertragspartnern sind durch den Betreiberwechsel keinerlei Kosten entstanden. Die Ausgestaltung der individuellen Verträge sieht zudem ein Rundum-Sorglos-Paket für die Wohnungsunternehmen vor. Bau, Wartung und Betrieb der Netze bis in die Wohnungen und den erforderlichen Service übernimmt Kabel Deutschland. Das entlastet die personellen und finanziellen Ressourcen der beteiligten Vermieter.

Aktuell arbeiten der Netzbetreiber und die beiden Mühlhäuser Wohnungsunternehmen gemeinsam an einer Lösung zur elektronischen Rechnungsstellung und -verarbeitung. Die Partner werden dabei von einem führenden Beratungs- und Systemhaus für die Wohnungswirtschaft unterstützt. Zukünftig sollen sämtliche Rechnungsdaten automatisiert an das ERP-System des Wohnungsunternehmens übertragen werden. Dadurch entfallen manuelle Buchungsvorgänge zur Umlage auf die einzelnen Häuser und Wohnungen. Das System übernimmt diese Schritte automatisch. So wird die Fehlerquote bei der Erstellung von Betriebskostenabrechnungen minimiert und der Verwaltungsprozess erleichtert. Dieses effiziente Verfahren ermöglicht erhebliche Zeit- und Kostenersparnisse.

Bewohner profitieren

Die Bewohner der Wohnungsgesellschaft und der Genossenschaft profitieren nicht zuletzt von einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch das gemeinsame Auftreten der beiden Wohnungsunternehmen bei den Verhandlungen konnten attraktive Konditionen für die Bewohner erzielt werden. So liegt der Preis für die TV-Basisversorgung unter 10 € im Monat. Darin enthalten ist auch eine Smartcard für den Empfang verschlüsselter digitaler Sender. Zusätzlich können alle Kabel­kunden in Mühlhausen mit Zugang zum Glasfaser-Koaxial-Kabelnetz derzeit Tarife mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s buchen.

Zudem hat der Netzbetreiber im Mai 2014 in der Mühlhäuser Innenstadt zwei öffentliche WLAN-Zugangspunkte eingerichtet. Dazu wurden zwei Verstärkerschränke mit Hauben versehen, in denen leistungsfähige WLAN-Router untergebracht sind. An diesen Zu­­gangspunkten kann jeder täglich 30 Minuten kostenfrei surfen. Durch die zusätzliche Freischaltung zahlreicher Homespots steht in Mühlhausen inzwischen ein umfangreiches WLAN-Netz zur Verfügung. Hierfür schaltet der Kabelnetzbetreiber auf den WLAN-Kabelroutern der Kunden einen zweiten, separaten WLAN-Zugang frei. Im Gegenzug für die Aktivierung des Homespot-Services an seinem Internetanschluss erhält der Kunde Zugang zu allen anderen Homespots bei Kunden von Kabel Deutschland.

Geschwindigkeit macht den Unterschied

Das Breitbandnetz von Kabel Deutschland kombiniert moderne Glasfaserleitungen und hochleistungsfähige Koaxialkabel. Die besten Eigenschaften beider Infrastrukturen werden zu einem hybriden Glasfaser-Koaxial-Kabelnetz kombiniert. Während Glasfaser die Sig­­nale über größere Strecken transportiert, verteilen Koaxialkabel diese in Wohngebieten und in Häusern. Je nach Kundenzuwachs und daraus resultierenden Bandbreitenanforderungen wird das örtliche Kabelnetz bedarfsgerecht und schrittweise mit Glasfaser er­­gänzt.

Auch für den künftig weiter ansteigenden Bandbreitenbedarf ist das Kabelnetz gerüstet. Mit dem aktuellen Ausbaugrad des Netzes wären technisch bereits wesentlich höhere Downloadgeschwindigkeiten als die aktuell angebotenen möglich. Durch neue, bereits in Entwicklung befindliche Übertragungsstandards, wird sich die Leistungsfähigkeit des Kabelnetzes in Zukunft noch deutlich erhöhen.

Ein weiterer Vorteil des Breitbandnetzes: Für TV, Internet und Telefon sind im Kabel jeweils feste Bereiche reserviert. Die parallele Nutzung auch mehrerer Fernsehgeräte beeinflusst  also nicht die verfügbare Internetgeschwindigkeit. Alternative Technologien, wie beispielsweise VDSL, erreichen aktuell in der Spitze Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s, durch Vectoring sollen bis zu 100 Mbit/s möglich sein.

Die Investitionen sowohl in das städtische Breitbandnetz als auch in die Hausverkabelung der Vertragsobjekte hat in Mühlhausen komplett der Netzbetreiber getragen.

Das Breitbandnetz kombiniert moderne Glasfaserleitungen und ­hochleistungsfähige Koaxialkabel.

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