Nelskamp stellt Weichen für die Zukunft: Gläubiger stimmen mit überwältigender Mehrheit für den Insolvenzplan und damit Sanierung des Unternehmens

Die Restrukturierung von Nelskamp (www.nelskamp.de) steht kurz vor dem Abschluss. Die Gläubiger des Herstellers von Dacheindeckungsmaterial hatten den beim Amtsgericht Duisburg eingereichten Insolvenzplan bereits am 7. März 2022 mit überwältigender Mehrheit angenommen. Der Plan war von der Geschäftsführung und Rechtsanwalt Dr. Dirk Andres von der Kanzlei AndresPartner erarbeitet und mit dem gerichtlich bestellten Sachwalter abgestimmt worden. Die formale Aufhebung des in Eigenverwaltung geführten Verfahrens wird damit nach Ablauf der üblichen gesetzlichen Fristen Anfang April 2022 erwartet.

„Wir sind sehr glücklich über den sehr positiven Verlauf des Verfahrens“, sagt Geschäftsführer Heinrich Nelskamp, der das Unternehmen zusammen mit den beiden weiteren Geschäftsführern durch die Restrukturierung führte. „Unser Ziel war es, unser Unternehmen mit Blick auf den langfristigen und nachhaltigen Erfolg neu aufzustellen. Das haben wir erreicht.“

Die wirtschaftliche Situation sowie die Marktentwicklung hatten es im April 2021 erforderlich gemacht, einen Prozess in Gang zu setzen, das Unternehmen neu aufzustellen. In der Folge haben die Dachziegelwerke Nelskamp eine umfassende finanzielle und operative Restrukturierung durchlaufen. So wurden neben der Schließung des Werkes in Schermbeck unter anderem auch Anpassungen im Bereich der Personalstruktur vorgenommen. Auf diese Weise konnte die Grundlage für den Fortbestand von Nelskamp im Interesse von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten sowie weiteren Gläubigern gelegt werden.

„Mit dem erfolgreichen Abschluss der Restrukturierung sind die Weichen gestellt“, sagt Rechtsanwalt und Sanierungsexperte Dr. Dirk Andres, der dem Unternehmen mit seinem Team während des gesamten Verfahrens zur Verfügung stand und wesentliche Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt hat. Er ist sich sicher, dass Nelskamp gestärkt aus dem Verfahren hervorgehen wird.

„Trotz der Turbulenzen an den Märkten sind die ersten Monate des Jahres plangemäß verlaufen. Auch die Auftragsbücher für die nächste Zeit sind gut gefüllt“, ergänzt Heinrich Nelskamp.

Der Nelskamp-Geschäftsbetrieb wird seit Beginn der Eigenverwaltung aufrechterhalten. Kunden und Lieferanten haben den Restrukturierungskurs uneingeschränkt unterstützt. Im Zuge der Restrukturierung sichert das Unternehmen bundesweit fünf Werke, 540 Arbeitsplätze und den Verwaltungssitz im nordrhein-westfälischen Schermbeck.

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