Kalo: Legionellenprüfung und Gefährdungsanalyse

„Wir sind auf alles vorbereitet“

Seitdem die Trinkwasserverordnung regel­mäßige Kontrollen in Mehrfamilienhäusern mit zentraler Warmwasserversorgung vorschreibt, muss die Wohnungswirtschaft zu­­sätzliche Aufgaben bewältigen. Ohne geeignete Partner wird dies nicht gelingen.

Das Neu-Ulmer Donaucenter ist durch die Medien deutschlandweit bekannt geworden.Bei einer Beprobung im Jahr 2012 wurden teilweise extrem hohe und gesundheitsgefährdende Werte von bis zu 15.500 sogenannten Kolonien bildenden Einheiten (KBE) festgestellt. Folge: Das Gesundheitsamt verhängte ein Duschverbot. Zwar ist unter den rund 500 Bewohnern keine Legionelleninfektion bekannt geworden, aber der Image-Schaden im größten Wohnhaus Neu-Ulms ist enorm.

Alle Versuche der Hausverwaltung, das Problem in den Griff zu bekommen, sind bislang gescheitert. Einige Wochen nach dem ersten Spülen der Trinkwasseranlage mit chemischen Zusätzen wurden erneut Werte von mehr als 13.000 KBE gemessen. Ende Juni spülte man erneut.

Das Spülen hilft längst nicht mehr

Das aus der Presse bekannte Beispiel zeigt, wie man es besser nicht machen sollte. Es gab keinen Plan und man hat viel zu langsam reagiert. So etwas passiert nicht, wenn man einen geeigneten Dienstleister, der alles aus einer Hand anbietet, beauftragt. „Aus Erfahrung mit vergleichbaren Anlagen wissen wir, dass bei einer extrem hohen Kontamination wie in dieser Wohnanlage nur das Spülen längst nicht mehr hilft“, sagt Volker Eck, Bereichsleiter Technik & Logistik bei Kalorimeta (Kalo). Hier müsse man die Ursachen ermitteln und schnellstens beseitigen.

Eine ähnlich stark kontaminierte Wohnanlage in Köln hat Kalorimeta in kürzester Zeit in den Griff bekommen. Und das obwohl die Eigentümergemeinschaft unter Insolvenzverwaltung stand und damit die Voraussetzungen ungleich schlechter waren.  „Wir sind auf alles vorbereitet und verfügen als einziger Messdienstleister deutschlandweit über eigene zertifizierte Fachleute für die Gefährdungsanalyse“, so der Technische Leiter. Auch Duschköpfe mit Legionellenfilter, mit denen ein Duschverbot kurzfristig abgewendet werden könne, habe das Unternehmen für solche Fälle auf Lager. 

Große Erfahrungen im Massengeschäft der Trinkwasseruntersuchung hat Kalo. Der Dienstleister hat seit Herbst 2011 mit seinen Mitarbeitern in über 11.000 Liegenschaften mehr als 120.000 Proben entnommen. Mehr als 11 % hatten einen positiven Befund. Etwa drei Viertel (74 %) der Proben waren mit bis 1000 KBE leicht kontaminiert, 23 % stark (1001 bis 10.000 KBE) und fast 3 % gelten mit mehr als 10.000 KBE als extrem belastet.

Hauptursachen für einen Legionellenbefall des Trinkwassers sind zu geringe Temperaturen und Stagnationen in den Wasserleitungen. Sie entstehen zum Beispiel durch technische Mängel, Leerstand und Umbauten. Häufig sind bereits die Qualität und Quantität bei der Wartung sowie der Betrieb der Anlagentechnik ein Indiz für den Grad des Legionellenbefalls. Wie aus der Presse zu entnehmen war, fanden sich in Neu-Ulm nach langen Untersuchungen gleich mehrere Ursachen. Unter anderem sind das zu geringe Vorlauftemperaturen und nicht isolierte Warmwasserleitungen, die das Wasser in den benachbarten Kaltwasserleitungen auf bis zu 37 °C erwärmt haben.

„Das sind ideale Bedingungen für ein schnelles Wachstum von Legionellen“, sagt Eck. „Unser Vorteil als Abrechnungsunternehmen ist, dass wir bei von uns betreuten Anlagen oftmals auf Abrechnungsdaten mit Trinkwasserverbräuchen zugreifen können.“ Das ermögliche bereits vor der Objektbegehung für die Gefährdungsanalyse eine erste grobe Einschätzung der Anlage. „Man kann so Leitungsstränge identifizieren, bei denen wenig bis gar kein Wasser gezapft wird.“ Dieser Informationsvorsprung sei wichtig, wenn eine Gefährdungsanalyse gefordert wird, denn dann ist Eile geboten.

Gefährdungsanalyse Die Analyse soll dem Betreiber der Trinkwasseranlage zeigen, welche planerischen, bau-

oder betriebstechnischen Mängel seine Anlage hat und ob die allgemein anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden. Außerdem wird das Risiko in den verschiedenen technischen Bereichen bewertet und Sanierungsvorschläge werden unterbereitet. „Wir führen flächendeckend in Deutschland mit eigenen Mitarbeitern jährlich rund 400 Gefährdungsanalysen durch“, so Eck. Eigens dafür hat Kalo 25 Ingenieure, Techniker und Meister zertifizieren lassen. Mit diesen Fachleuten kann Kalo

auf jeden Gefährdungsgrad jederzeit flexibel und angepasst reagieren.

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