Städtische Energien/Urban Energies

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

wir sprechen über städtische Energien diesmal im doppeldeutigen Sinn. Natürlich über die Energiewende, den erforderlichen Umbau unserer Städte und Gemeinden. Aber ebenso interessieren uns die menschlichen Energien, die die Veränderungen auslösen, tragen und verbreiten. Über Energien, die aus Interesse, Verantwortungsbewusstsein oder Überzeugung wachsen. Am 11./12. Oktober 2012 wird sich in Berlin eine internationale Konferenz mit diesen unverzichtbaren „Städtischen Energien/Urban Energies“ befassen. Städte und Gemeinden stehen ständig vor neuen Herausforderungen und neuen Chancen. Im Kern sind sie bereit und fähig, die soziale, ökologische und wirtschaftliche Modernisierung aktiv zu gestalten. Der demografische Wandel, die Anforderungen von Klimawandel, Klimaschutz und Energiewende, die ökonomische Anpassung an die Globalisierung, die Modernisierung der Infrastruktur und der Erhalt des sozialen Zusammenhalts sind Aufgaben, die langfristig alle Städte betreffen – unabhängig von ihrer Größe und Lage, auch im ländlichen Raum. Internationale Kooperationen sind jetzt unverzichtbar, um erprobte Verfahren und Ansätze der Stadtentwicklung zu prüfen, auf die eigene Situation zu übertragen und erfolgreiche Ansätze zu übernehmen. Das ist das zentrale Ziel der internationalen Konferenz „Städtische Energien/Urban Energies“.

2007 haben die 27 in Europa für Stadtentwicklung zuständigen Ministerinnen und Minister die „Leipzig-Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ verabschiedet. Leipzig-Charta und der Auftakt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik jähren sich 2012 zum fünften Mal. Dies ist für uns auch ein hervorragender Anlass, ein Resümee zu ziehen sowie einen erweiterten internationalen Blick in die Zukunft der Städte zu werfen.

In einem intensiven, vorbereitenden Arbeitsprozess wurde im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik der Entwurf zu einem „Memorandum“ erarbeitet, das sich mit den Zukunftsaufgaben der Städte in Europa und der „entwickelten Welt“ auseinandersetzt. Es ist das Ergebnis eines großen Beteiligungsverfahrens zu aktuellen Schlüsselaufgaben nachhaltiger Stadtentwicklung: der behutsame ökologische Umbau von Gebäuden und Quartieren, die technologische Erneuerung der stadttechnischen Infrastrukturen, die Entwicklung einer neuen Mobilität und die gesellschaftliche Integration. Das Memorandum steht als Leitfaden für die weiteren Aktivitäten zur Entwicklung der Städte und Regionen zur Diskussion.

Gestalten Sie mit uns die internationale Konferenz „Städtische Energien/Urban Energies” am 11. und 12. Oktober 2012 in Berlin und begleiten Sie uns bei der Entwicklung neuer Ideen für die Städte und Regionen. Sie sind herzlich eingeladen.

Herzliche Grüße,

Ihr

Rainer Bomba

Städte und Gemeinden stehen ständig vor neuen Herausforderungen und neuen Chancen.

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