Messgerät warnt vor Schimmel / Technische und finanzielle Alternative

Fenster brauchen Köpfchen

Über die Ursachen mag man sich streiten. Unbestritten ist der Klimawandel indes allemal. In seinem jüngst vorgelegten Bericht legten die über 40 Wissenschaftler des Weltklimarates dar, dass man mit den gegenwärtigen Maß­­nahmen auf einen Temperaturanstieg von 4°C zusteuere. Dabei sind die Folgen für Mensch und Natur schon jetzt in Form feuchterer Sommermonate und milden Wintern deutlich spürbar. Für die Wohnungswirtschaft rücken damit Themen wie Feuchteschutz, der Schutz der Bausubstanz sowie die daraus resultierenden Mietstreitigkeiten mehr und mehr in den Fokus.

Bei der Teilsanierung von Wohngebäuden oder im kritischen Altbestand wird richtiges Lüften zur Vermeidung von Feuchtigkeits- und Schimmelpilzschäden im­­mer wichtiger. Nahezu luftdichte Fenster oder neue Dacheindeckungen, reduzieren den natürlichen Luftwechsel drastisch. Wo früher durch Undichtigkeiten ausreichend Luftwechsel gegeben war, kommt es heute in den meisten Fällen zu erhöhter Luftfeuchtigkeit in den Wohnungen. Die Folge: Schimmelpilzbefall.

Der Haus und Grund Westfalen geht mittlerweile von einer jährlichen Schadensumme für die Immobilienbesitzer von über 4 Milliarden € aus. Tendenz steigend.

Gerade im Bestand, wo aus technischen oder finanziellen Gründen eine Lüftungsanlage nicht in Frage kommt, kann der Klimagriff (www.klimagriff.de) deshalb eine Lösung für die Wohnungswirtschaft sein. Der Minicomputer hinter dem Fenstergriff erkennt die Fensterposition mittels Kompass-Sensor, die Raumtemperatur und die relative Luftfeuchtigkeit. Diese Lüftungsdaten speichert und verarbeitet der clevere Helfer am Fenstergriff. So lässt sich das Lüftungsverhalten der Mieter objektiv beeinflussen, bewerten und analysieren. So berechnet das Gerät, wann für eine Wohnung die schädliche Feuchtigkeitsgrenze erreicht und die gesunde Raumluft verbraucht ist und wie lange gelüftet werden soll.

„Nur dann lüften, wenn es auch wirklich nötig ist und keine wertvolle Energie verschwenden.“ Nach diesem Grundsatz wurde der Klimagriff von seinem Erfinder Georg Meyer entwickelt. Der Lüftungsassistent mit intelligentem Daten­management berücksichtigt darüber hinaus den Bautyp/Dämmstandard, mögliche Wär­­mebrücken, die tatsächliche Raumnutzung (Wohnzimmer, Bad, Küche, etc.) sowie das Zeitprofil im Tagesablauf der Bewohner. Was dann in Sachen „Lüften“ zu tun ist, signalisiert der Klimagriff einfach mit einem Ampelsystem. Rot bedeutet: Jetzt ist zu viel Feuchtigkeit in der Luft konzentriert, Fenster öffnen. Gelb heißt: Der Luftaustausch ist jetzt gesundheitlich sinnvoll. Schadstoffe wie CO², VOC, Formaldehyd etc. sollte man regelmäßig ausleiten. Grün heißt: Genug gelüftet, Fenster wieder schließen.

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