Kosteneinsparung vor Klimaschutz: Studie untersucht Anreize für energetische Sanierung

Die energetische Sanierung von Häusern und Wohnungen ist einer der stärksten Hebel für klimaneutrales Wohnen und den Klimaschutz. Doch wie und ob Hausbesitzer sanieren, entscheiden meist die eingesparten Kosten, nur selten das  CO2-Einsparpotenzial. Dies zeigt eine Studie des Marktforschungsinstitutes infas quo im Auftrag der Bausparkasse Schwäbisch Hall (www.schwaebisch-hall.de).

Was motiviert Immobilienbesitzer, ihre eigenen vier Wände energetisch zu modernisieren? Die Kosteneinsparungen sind der meistgenannte Grund: 57 Prozent der Befragten nennen dieses Motiv, 55 Prozent Energieeinsparungen und 51 Prozent den Werterhalt der Immobilie. Auch wenn viel von Nachhaltigkeit und Klimaschutz die Rede ist: Als Anreiz sind sie für die Deutschen bei energetischen Sanierungen bislang nachrangig. 43 Prozent nennen Klimaschutz als Motiv.

Förderungen wirken

Seit 2020 bezuschusst der Staat energetische Sanierungen mit Sonderförderungen und Steuervorteilen, um sie attraktiver zu machen. Spätestens mit der Einführung der  CO2-Steuer ab 2021 wird für Immobilienbesitzer das Abwarten teurer. Schwäbisch Hall hat nachgefragt: Machen die finanziellen Anreize, die die Politik setzt, bei Immobilienbesitzern einen Unterschied?

Die Studie zeigt: Die Förderungen schaffen neue Anreize. Ein Drittel hält die aktuelle Förderung (AFA, BAFA und KfW) für einen großen oder sehr großen Anreiz. Konkret kann sich knapp ein Fünftel aller Kunden vorstellen, schon in den nächsten zwölf Monaten wegen der Förderungen energetische Modernisierungen durchzuführen. Sechs von zehn Immobilienbesitzern haben in den nächsten zwei Jahren vor, Maßnahmen durchzuführen.

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