Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle zu GEG-Gesetzentwurf: Tragischer Rückschritt für klimaneutralen Gebäudesektor

Der aktuelle Entwurf für die Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) wirft nach Angaben des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG, www.buveg.de) die Anstrengungen für einen klimaneutralen Gebäudesektor erneut zurück.

Gebäude des geplanten Standards nicht 2045-zielkonform

„Der Gesetzentwurf ist ein tragischer Rückschritt für das Ziel, den hohen Verbrauch im Gebäudesektor endlich zu senken. Der darin geplante Neubaustandard ist unter dem Strich schlechter als der aus der gerade abgelaufenen Effizienzhausförderung 55. Demnach müssten die Gebäude mit dem neuen Standard bis 2045 noch einmal angefasst werden. Das ist geradezu absurd“, sagt BuVEG-Geschäftsführer Jan Peter Hinrichs. Konkret plant die Bundesregierung zwar die Anforderung an die Primärenergie auf das Niveau Effizienzhaus 55 zu verschärfen, aber die entsprechenden Anforderungen an die Gebäudehülle werden nicht nachjustiert. „Damit wird der bereits geförderte Standard nicht nur unterboten, er wird faktisch konterkariert“, so Hinrichs weiter.

Gebäudebestand - Fehlanzeige!

Der Gesetzentwurf lässt außerdem gänzlich ein Einsparkonzept für den Gebäudebestand vermissen. Fast ein Drittel der Wohngebäude befindet sich immer noch in den schlechtesten Effizienzklassen und verursacht die Hälfte aller Emissionen (so genannte worst performance buildings). Das große Einsparpotenzial, das hier schlummert, wird unverständlicherweise völlig außer Acht gelassen. „Der vorliegende Gesetzentwurf ist nicht nur wenig ambitioniert, er ist ein fatales Signal für das Ziel eines klimaneutralen Gebäudesektors“, so Hinrichs abschließend. 

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