60er-Jahre-Hochhäuser neu definiert

Schöner Wohnen in Wolfsburg

Wolfsburg-Detmerode gilt als Musterstadtteil für Stadtplanung der 1960er-Jahre. Unter dem Schlagwort „Urbanität durch Dichte“ entstand hier eine Hochhaussiedlung – die sogenannte „Burg“. Durch veränderte Anforderungen an den Lebens- und Wohnraum nahmen die Leerstände in den 534 Wohnungen stetig zu.

In dieser Lage entschied sich die Wohnungsgesellschaft Neuland (www.nld.de) 2008 für eine komplette Verwandlung, um einen Beitrag zur Revitalisierung des Stadtteils zu leisten. Der erste Bauabschnitt lief von 2008 bis Mitte 2011. Sieben der 24 bis zu zehnstöckigen Gebäude wurden auf vier Vollgeschosse und ein Staffelgeschoss rückgebaut und modernisiert.

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Umbauphase überprüfte Neuland 2011 die bereits vier Jahre alten Baupläne, um auch weiterhin die nachhaltige und zukunftsfähige Umsetzung des Konzeptes zu gewährleisten. Die zentrale Frage lautete: Erfüllt der geplante Umbau noch künftige Anforderungen des Marktes?

Eine Analyse betrachtete Wohnungsangebot und Nachfrage in Wolfsburg. Anhand der Ergebnisse entschied sich Neuland für eine noch konsequentere Strategie im zweiten Bauabschnitt. „Die Überprüfung zeigte uns, dass die wichtigste Stellgröße die Anzahl der Wohnungen ist, um Leerstand zu vermeiden und den Wert des neu gestalteten Quartiers hoch zu halten“, erläutert Geschäftsführer Manfred Lork. „Außerdem müssen die verbleibenden Wohnungen dem Standard unseres Jahrtausends entsprechen – dann ist das Konzept wirtschaftlich und sozial nachhaltig.“ Deshalb werden nun über die ursprüngliche Planung hinaus sieben Komplexe – insgesamt 257 Wohneinheiten – bis Ende 2012 abgerissen. „Wir wollen weg von der Massenhaftigkeit hin zu mehr Wohnqualität“, argumentiert Lork. Die zehn weiteren Gebäude bleiben in ihrem Volumen erhalten. Sie werden in bewohntem Zustand saniert und modernisiert.

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