Optimiertes Abfallmanagement

Die Effizienz des Abfallmanagements wird durch eine integrierte Lösung noch erfolgreicher. Zudem können Synergien zum Zugangsmanagement genutzt werden, Organisationsabläufe im Unternehmen und mit externen Dienstleistern werden optimiert.

Abfallmanagement-Lösungen, wie sie von verschiedenen Dienstleistern in Deutschland angeboten werden, verfolgen alle das Ziel, durch manuelle oder auch technisch unterstützte Mülltrennung den Volumenanteil an klassischem Restmüll zu reduzieren, um Entsorgungskosten zu senken. Dies wird erreicht, indem Wertstoffe und Papier besser sortiert entsorgt werden und nicht dem kostenpflichtigen Restmüll zugeordnet bleiben. Man unterscheidet einerseits das klassische Abfallsortieren, andererseits das Abfallmanagement mit sogenannten Müllschleusen, das neben der Reduktion des Restmülls auch noch eine transparente und verursachergerechte Ab­rechnung der Restmüllkosten ermöglicht. Hier kann der Mieter selbst auf seine ihm entstehenden Entsorgungskosten einwirken und wird schnell feststellen, dass er für konsequente Mülltrennung mit einer spürbaren Reduktion seiner Müllkosten belohnt wird. Die Kostenverteilung erfolgt gerecht nach persönlichem Verbrauch und Satzung, nicht mehr ausschließlich nach Wohnfläche des Mieters. Häufig werden Abfallmanagement-Lösungen im Performance-Contracting-Modell angeboten. Dieses Finanzierungsmodell ist nach Durchführung einer Analyse der aktuellen Restmüllkosten dann sinnvoll, wenn die Menge des reduzierbaren Restmülls ausreicht, mittels der einzusparenden Entsorgungskosten sowohl die Müllschleuse und deren regelmäßige Betreuung durch den Dienstleister zu refinanzieren, als auch die Mieter angemessen für ihre Verhaltensänderung zu belohnen. Die Kosten des Abfallmanagements sind umlagefähige Betriebskosten und werden bei der Umlagenabrechnung berücksichtigt. Reicht die Menge des reduzierbaren Mülls für eine Refinanzierung der Schleuse nicht aus, kann das klassische Abfallmanagement, d.h. das Vorsortieren des Mülls eine sinnvolle Lösung sein, die Gemeinkosten zu senken und das Erscheinungsbild des Müllplatzes zu verbessern. Ziel ist es immer, eine bedarfsgerechte und optimierte Abfallentsorgung vor Ort zu installieren.

 

Der Einsatz von Müllkostenverteilern

Zusätzlich werden regelmäßige Kontrollen der Füllstände durchgeführt, um auf Über-kapazitäten und Entsorgungs-Engpässe zeitnah hinzuweisen und zu reagieren. Eine regelmäßige Personaldienstleistung mit den Schwerpunkten Mieterberatung, Kontrolle und Nachsortieren sowie Standplatzreinigung garantiert auch in schwierigen Wohnanlagen die nachhaltige Optimierung der Abfallsituation. Werden Müllschleusen eingesetzt, kommen mehrere Varianten in Frage. Eine Stand-Alone-Lösung ist in der Regel akkubetrieben, d.h. für die Stromversorgung des Müllkostenverteilers muss eine ausreichende Spannung gewährleistet werden. Alternativ kann die Stromversorgung der Müllschleuse auch über Solarmodule erfolgen. Die autarke Stromversorgung reduziert wiederum den Dienstleis-tungsaufwand in der Betreuung der Müllschleusen, da hier kein regelmäßiger Akkutausch erfolgen muss. Alle Schleusenformen benötigen einen Müllkostenverteiler, eine Leseeinheit, die die Berechtigung eines davor gehaltenen Transponders liest und bei positiver Prüfung den Verriegelungsmechanismus der Einwurfklappe frei gibt (Müllschleusen können sowohl mit einer Einzeleinwurfklappe als auch mit einer Doppeleinwurfklappe mit jeweils unterschiedlichen Einwurfgrößen, wählbar zwischen 5 und 20 l eingeführt werden). Die Leseeinheit prüft also zunächst die Berechtigung des Mieters und speichert dann das eingeworfene Müllvolumen, damit dieses dem einzelnen Haushalt zugeordnet werden kann. Unternehmen wie Paco sorgen für die richtige Zuordnung des Restmülls zum richtigen Mieter. Abfallmanagement-Lösungen, die die Paco-Hardwarelösungen und -Dienstleistungen nutzen, profitieren von der multifunktionalen Ausrichtung des Paco-Systems. Kern des Systems ist der Pacoclip, ein berührungsloser Datenträger im Schlüsselanhängerformat, mit dem sich der Nutzer an der Müllschleuse identifiziert. Die Berechtigungen aller Nutzer werden von dem Unternehmen verwaltet und zentral in einer mandantenfähigen Datenbank gespeichert. Die Transaktionen bzw. Abrechnungsergebnisse werden in alle gängigen wohnungswirtschaftlichen Abrechnungsprogramme (ERP-Systeme) integriert. Im Gegensatz zu anderen Systemen müssen Mieterdaten nicht für das Abfallmanagement händisch und redundant erfasst werden, sondern die Mieterdaten werden über eigene Schnittstellen zu den marktführenden ERP-Systemen der Wohnungswirtschaft automatisch und regelmäßig aus dem ERP-System des Wohnungsunternehmens abgeglichen. Die Mitarbeiter des Wohnungsunternehmens können sich auf ihre Sach­bearbeitung in der Mietvertragsverwaltung konzentrieren. Durch die Schaffung eines durchgängigen Arbeitsprozesses können die Abrechnungsdaten wiederum auf dem Weg des automatischen Datenaustausches in die Betriebskostenabrechnung der ERP-Anwendung des Wohnungsunternehmens zurück übertragen werden. Hieraus ergibt sich ebenfalls eine deutliche Reduzierung des eigenen Verwaltungsaufwandes bei der Neben­kostenabrechnung. Soll die Abrechnung eigenständig erfolgen, liefert Paco an Stelle der Abrechnungsdaten die Schütterdaten in das ERP-System des jeweiligen Wohnungs­unternehmens ein.

 

Weitere Mehrwerte durch

Nutzung des Clips

Jeder für das Abfallmanagement eingesetzte Clip kann weitere Anwendungen in der Liegenschaft steuern. So lässt sich mit dem Clip neben der Abrechnung des Restmülls mit Müllschleuse auch der Zugang zu Außen-, Gemeinschafts- und ggf. auch Wohnungstüren regeln, die Nutzung von Briefkastenanlagen, Aufzugsanlagen und Tiefgaragen steuern oder bargeldlose Abrechnungssysteme beispielsweise für Gemeinschaftswaschküchen nutzen. Der Dienstleister Paco unlimited übernimmt dabei zentral die Verwaltung von Stammdaten, Zugangsberechtigungen, Transaktionen und Konten. Diese Multifunktio­nalität verbessert unmittelbar auch die ­Ergebnisse des Abfallmanagements, wenn beispielsweise der Hauszugang über eine elektronische Zutrittskontrolle gesteuert wird. In diesem Fall wird jedem Bewohner ein Clip ausgehändigt, der diesen immer bei sich trägt, da ihm der Zugang zum Haus sonst nicht möglich ist. Jeder Bewohner kann damit auch seinen Müll entsorgen, nicht nur derjenige, der den einen vom Abfallmanager ausgehändigten Müllclip je Wohneinheit in Händen hält. Gleichzeitig wird erreicht, dass nur noch vom Wohnungsunternehmen berechtigte Personen Zutritt zum Haus erhalten, Vandalismuskosten werden erfahrungsgemäß deutlich reduziert. Mit dem Clip kann auch der Zugang zu Müllumhausungen gesteuert werden, um Fremdablagerungen zu vermeiden. Wird im Abfallmanagement die neu entwickelte Schleusensteuerung mit Solarstromversorgung verwendet, ergibt sich der Vorteil, dass die Nutzer- und Schütterdaten auf einem einzigen Medium zusammengefasst sind und sich der Betreuungsaufwand für den Dienstleister reduziert, da er keinen Akku- bzw. Datenkartentausch vornehmen muss. Zudem sind Mieter- und Schütterdaten nicht erst zum Zeitpunkt der Abrechnung zusammen zu führen und abzugleichen, sondern Abrechner und Wohnungsunternehmen können jederzeit auf integre Daten zurück greifen. Diese Schleusensteuerung kann auch für die Umrüstung bestehender Kauf-Müllschleusen eingesetzt werden, z.B. die Zwickauer Müllschleuse der Wesoma GmbH. Paco übernimmt als unabhängiger Dienstleister im verursachergerechten Abfallmanagement nach elektronischer Integration der Mieterdaten die Speicherung der Schütterdaten und stellt diese dem Wohnungsunternehmen zur Erstellung einer eigenständigen Neben­kostenabrechnung zur Verfügung. Die Berechtigungsverwaltung muss hierfür nicht neu aufgesetzt werden.


Kosteneinsparungen bestätigen

sich in der Praxis

Aktuelle Paco-Müllschleuseninstallationen belegen bereits nach kurzer Betriebsphase, dass das Einsparkonzept funktioniert. Ist bei der Menge der getrennt gesammelten Wertstoffe eine deutliche Steigerung zu erkennen, so können im Gegenzug die Restabfallmengen und damit die Müllkosten nachhaltig um 60 % bis über 70 % reduziert werden. Die Gesamtmenge an Restmüll und Wertstoffen bleibt nachweisbar annähernd gleich. Das Restmüllvolumen hat sich beispielsweise im Fall eines der größten Hamburger Wohnungsunternehmen pro Haushalt und Woche von 99 l auf nunmehr 36 l reduziert, bei einem Berliner Wohnungsunternehmen konnte die Restmüllmenge von 180 auf 54 l je Wohneinheit re­duziert werden. Mit den erreichten Kosteneinsparungen ist es möglich, die Investi­tionskosten für die Restmüllschleuse, den Betreuungsservice vor Ort und die Abrechnungserstellung ohne Zusatzkosten für das Wohnungsunternehmen zu refinanzieren, die Abfallmanagementkosten sind komplett umlagefähig, der Einstieg in die Paco-Anwendungen wird dadurch wesentlich vereinfacht. Und der verbleibende Teil der Einsparungen wird über die niedrigere Nebenkostenabrechung direkt an die Mieter weiter gegeben, sie werden für ihre Verhaltensänderung belohnt.


Fazit

Basierend auf aktuellen Studien ist belegt, dass die verursachergerechte Zuordnung der Müllgebühren mittels Müllschleuse grundsätzlich sowohl hohe Einsparungen bei den Müllgebühren als auch eine verbesserte Qualität bei der Wertstoffsammlung und Standplatzsauberkeit ergibt. Ein klarer Vorteil für den Betreiber der Immobilie. Die Effizienz des Abfallmanagements wird durch die integrierte Lösung noch erfolgreicher, Synergien zum Zugangsmanagement können genutzt werden, Organisationsabläufe im Unternehmen und mit externen Dienstleistern werden optimiert. Der multifunktionale Clip ermöglicht es, dass verschiedenste Anwendungen aus einer Hand abzurechnen und zu verwalten sind. Durch die Integration der Lösung in die wesentlichen ERP-Systeme der Wohnungswirtschaft partizipiert das Wohnungsunternehmen an der Senkung der Kosten und vermeidet organisatorischen Mehraufwand.


Die Kostenverteilung erfolgt gerecht nach persönlichem ­
Verbrauch und Satzung, nicht mehr ausschließlich
nach Wohn­fläche des Mieters.
Jeder für das Abfallmanagement eingesetzte Clip kann weitere ­Anwendungen in der Liegenschaft steuern.
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