Neuer Posten für Gunther Adler?

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

er gilt in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als erfahrener und allseits geschätzter Fachmann: Die Rede ist von Baustaatssekretär Gunther Adler.

Nach dem Willen der Gewerkschaften soll er nun Personalchef der Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen und andere Bundesfernstraßen (IGA) werden. Dabei handelt es sich um eine bundeseigene GmbH, die 2018 gegründet wurde. Verdi und Beamtenbund schlugen Adler in einem Brief an Verkehrsminister Andreas Scheuer für den Posten des Arbeitsdirektors vor, wie beide Organisationen Ende Januar mitteilten.

Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Um Adler hatte es im vergangenen Jahr Wirbel gegeben, als der Sozialdemokrat und ausgewiesene Bauexperte seinen BMI-Ministeriumsposten für den damaligen Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen räumen sollte. Da er sich aber aufgrund seiner sachlichen, ausgleichenden Art in der Immobilienwirtschaft einen guten Namen gemacht hat, durfte der 55-Jährige letztlich seinen Posten im Bauressort behalten.

Obwohl bis Redaktionsschluss noch nicht feststand, ob Adler seine Tätigkeit im BMI tatsächlich aufgibt und als Arbeitsdirektor zur künftigen Autobahn-Gesellschaft des Bundes wechselt, teilte die Bundesarchitektenkammer (BAK) bereits in einer Stellungnahme mit: „Gunther Adler wird als ausgewiesener Kenner der Baubranche und aller Bauthemen große Fußstapfen hinterlassen.“ Und weiter: „Er hat sich umfassend um das Themenfeld gekümmert – vom Wohnungsbau bis hin zur Baukultur hat er sein Amt als immer offener und fairer Ansprechpartner geführt.“

Auch von Dr. Andreas Mattner, Präsident des ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss, gibt es Lob: „Gunther Adler war stets ein Mittler zwischen den unterschiedlichsten parteipolitischen Interessen und stand für eine ausgewogene Politik für Mieter und Vermieter.“ Seine hohe Fachkompetenz habe ihn „zu einem geschätzten Gesprächspartner gemacht“.

BAK-Präsidentin Barbara Ettinger-Brinckmann rief dazu auf, die Ernennung einer Nachfolgerin oder eines Nachfolgers schnell vorzunehmen: „Das Bauen steht zu Recht weit oben auf der politischen Agenda. Wohnungsbau und Stadtentwicklung benötigen auch weiterhin eine kompetente Stimme in der Bundesregierung.“ Deshalb müssten Adlers Aufgaben auch „von einer starken Persönlichkeit übernommen werden“.

Auch ZIA-Präsident Mattner wünscht sich eine zügige Nachfolgeregelung: Die Herausforderung für die Zukunft liege darin, die Rahmenbedingungen für Investoren weiter zu verbessern. „Als oberste Priorität muss der Nachfolger das Umfeld dafür schaffen, dass durch private Investitionen ganzheitliche Stadtentwicklung gelingt und bezahlbares Wohnen und Bauen realisiert werden kann.“

Mal sehen, wie diese Personalie weitergeht.

Ihr

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