Forschungsprojekt

Neue Wege der Fassadendämmung

Das Dämmen von Fassaden ist eine unbestreitbare Notwendigkeit und vor allem im Gebäudebestand gehören Wärmedämm-Verbundsysteme zu den bestimmenden Baumaterialien unserer Zeit. Doch die gestalterischen Möglichkeiten dieser Systeme werden in Planung und Ausführung nicht ausgeschöpft. An dieser Erkenntnis setzt das Forschungsprojekt der Münchener Architekten Hild und K an. Im Rahmen der vom Bundesbauministerium gegründeten Forschungsinitiative Zukunft Bau prüfen sie gemeinsam mit ihren Partnern Sto AG und Bayerische Hausbau „Modulationsmöglichkeiten der Gebäudeaußenhaut mittels wärmesensitiver Aufnahmeverfahren“. Konkret geht es darum, durch eine dreidimensionale Modulation der Dämmschicht sowohl die Fassadengestaltung zu individualisieren als auch die Leistung der Dämmsysteme zu verbessern.

Ausgangspunkt der Überlegungen ist der unterschiedliche Wärmedurchgang verschiedener Bauteile einer Bestandsfassade. Wird die Dimensionierung des Dämmstoffs den ungleichen Wärmedurchgangskoeffizienten angepasst, entsteht eine Neuordnung der Oberfläche, die sich aus den unterschiedlichen thermischen Zuständen der Bauteile ableitet. Hierfür berechnet ein Computerprogramm auf der Basis von thermografischen Aufnahmen Wärmedurchgänge und Mängel in der thermischen Hülle, Temperaturverteilungen und Wasserdampf-Diffusionsströme des Gebäudes und simuliert diese dreidimensional.

Das erste individualisierte Fassadendämmsystem soll im Lauf des Jahres 2013 realisiert werden.

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