Immofrauen: Branche hinkt bei Gleichberechtigung weit hinterher

„Die Immobilienwirtschaft hinkt in Punkto Gleichberechtigung und Chancengleichheit noch weit hinterher“, resümiert Katrin Williams, Vorstandsvorsitzende des Vereins Frauen in der Immobilienwirtschaft (www.immofrauen.de), anlässlich des Internationalen Frauentages. „Das zeigt insbesondere der äußerst geringe Anteil an Frauen in Führungspositionen. Das sollte sich ändern!“

Laut aktuellem AllBright-Bericht beträgt der Frauenanteil in den Vorständen der 24 börsennotierten Immobilienunternehmen lediglich zehn Prozent. Bei 60 Prozent der Unternehmen sind die Vorstände ausschließlich mit Männern besetzt. Auch die Zielgröße Null ist noch immer omnipräsent. Ein fatales Signal, so Williams: „Damit verbauen Unternehmen nicht nur ihren hochqualifizierten Mitarbeiterinnen, sondern auch sich selbst Chancen. Denn sie berauben sich vieler Fähigkeiten, über die bestens ausgebildete und hochqualifizierte Immobilienexpertinnen verfügen.“

Gleichberechtigung und Chancengleichheit zahlen sich aus

„Was die Immobilienwirtschaft jetzt braucht, ist ein Mentalitäts- und Kulturwandel“, so die Immofrauen-Vorstandsvorsitzende. „Dabei geht es um ein Miteinander, nicht um ein Gegeneinander. In einer divers besetzten Unternehmensführung ergänzen sich die verschiedenen Fähigkeiten und Stile von Männern und Frauen zugunsten des Unternehmens. Es ist vielfach statistisch belegt, dass Unternehmen mit höheren Frauenanteilen im Topmanagement profitabler sind als die Konkurrenz. Auch der Gewinn für die Unternehmenskultur, Mitarbeitergewinnung und -bindung ist unbestritten. Kurzum: Angesichts des „war for talents“ und der strukturellen Herausforderungen sind Gleichberechtigung und Chancengleichheit auch eine betriebswirtschaftliche Frage für die Immobilienwirtschaft.“

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