Erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 mit solidem Ausblick: Deutsche Wohnen will bis 2040 klimaneutral sein

Die Deutsche Wohnen blickt – trotz Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020 und erwartet eine solide Entwicklung im Jahr 2021. Das Unternehmen baut auf seine wirtschaftliche Stabilität und stellt eine ehrgeizige Klimastrategie vor, um bis 2040 einen klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Ein detaillierter Klimapfad mit klaren Meilensteinen schafft dafür Transparenz und wird Fortschritte messbar machen. Zudem forciert die Deutsche Wohnen ihr Engagement im Neubau und bündelt das Projektmanagement in einer eigenständigen Plattform. Mit der Plattform wird ein Kompetenzzentrum für nachhaltigen Neubau in Deutschland geschaffen.

Die Deutsche Wohnen verfügt eigenen Angaben zufolge dank kontinuierlicher Investitionen in die Gebäudehüllen, Haustechnik und energetische Erneuerung bereits heute über eines der branchenweit klimafreundlichsten Portfolios. 

CEO Michael Zahn: „Die Klimawende entscheidet sich auch im Gebäudesektor, denn hier wird aktuell ein Drittel aller CO2-Emissionen verursacht. Wir müssen uns daher als Branche ambitionierte Ziele setzen und diese konsequent nachhalten. Darum beschleunigen wir als Deutsche Wohnen unser Tempo auf dem Weg zu einem umweltfreundlichen Immobilienunternehmen. In weniger als 20 Jahren soll unser Gebäudebestand klimaneutral sein. Grundlage dafür ist eine Klimastrategie mit klaren Meilensteinen und effizienten Maßnahmen, die wir sozialverträglich umsetzen werden.“

Im Kern zielen die verschiedenen Maßnahmen darauf ab, den Energiebedarf im Gebäudebestand zu minimieren und für den unvermeidlichen Energiebedarf möglichst wenig CO2-intensive Energieträger zu nutzen. Dadurch wird die Deutsche Wohnen die CO2-Intensität von heute 33 kg CO2e/m² auf unter 12 kg CO2e/m² bis 2040 reduzieren. Damit erreicht das Unternehmen den unter anderem von der Initiative Wohnen 2050 (IW2050) als maßgeblich definierten Zielkorridor, für einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand.

Das Ziel, Klimaneutralität bereits 2040 zu erreichen, baut auf den Vorleistungen der Deutsche Wohnen auf. So hat das Unternehmen bereits vor vielen Jahren damit begonnen, die Gebäudesubstanz und Wärmeerzeugungsanlagen zu modernisieren, Blockheizkraftwerke einzusetzen und auf umweltfreundlichere Energiequellen umzustellen. Zudem werden bereits heute rund 90 % des Allgemeinstrombedarfs im vermieteten Gebäudebestand mit zertifiziertem Strom aus 100 % Wasserkraft gedeckt.

Diese gute Ausgangslage wird die Deutsche Wohnen durch weitere gezielte Investitionen in den kommenden Jahren, insbesondere durch den Ausbau der dezentralen Wärmeversorgung mittels Blockheizkraftwerken und dem Einsatz von erneuerbaren Energien weiter verbessern. Der Einsatz von Photovoltaik-Anlagen wird die Quartiere schrittweise mit regenerativem Strom versorgen. Auch der Neubau klimaschonender Immobilien und die Gebäudeautomation sowie smarte Anwendungen zur Heizungssteuerung werden auf das Ziel der Klimaneutralität einzahlen.

Den Weg zu einem klimaneutralen Bestand möchte die Deutsche Wohnen gemeinsam mit ihren Mieter:innen gehen. Sie bekräftigt ihr Versprechen, dass niemand seine Wohnung aufgrund einer energetischen Sanierung verlieren wird. Zudem setzt sich das Unternehmen mit dem im Juni 2020 vorgestellten „Konzept für einen sozialverträglichen Klimaschutz im Gebäudesektor“ dafür ein, dass Mieter:innen bei der Übernahme der Modernisierungsumlage entlastet werden. Dieser Vorschlag hat mittlerweile Eingang in die politische Debatte gefunden. Michael Zahn: „Wir sind davon überzeugt, dass unser Konzept das Klimaschutz-Wohnkosten-Dilemma auflösen und einen wesentlichen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele in Deutschland leisten kann. Nur wenn Mieter:innen, Unternehmen und Politik an einem Strang ziehen, wird die Klimawende zum Erfolg.”

Ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen und eine energieeffiziente Verwaltung sollen dazu führen, neben dem Gebäudebestand auch für das Unternehmen selbst das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen.

Kompetenzzentrum für nachhaltigen Neubau

Als eines der größten deutschen Immobilienunternehmen wird die Deutsche Wohnen auch in Zukunft verstärkt zur Schaffung neuen Wohnraums beitragen, vor allem in Wachstums- und attraktiven Metropolregionen. Hierfür bündelt die Deutsche Wohnen ihre Neubaukompetenz in einer eigenständigen Plattform unter der Führung der QUARTERBACK-Gruppe. Mit diesem strategischen Schritt ist die Deutsche Wohnen ideal aufgestellt, die Neubau-Pipeline kontinuierlich und gezielt auszubauen und Neubauten schneller und kosteneffizienter zu realisieren.

QUARTERBACK setzt zukünftig alle Neubauprojekte der Deutsche Wohnen um. Sie wird genau die Immobilien errichten, die das Portfolio der Deutsche Wohnen in Lage und Qualität optimal ergänzen. Rund 18.000 Wohnungen werden insbesondere in den Metropolregionen Berlin, Dresden/ Leipzig, München und Stuttgart gebaut. Rund 9.000 sind für den Bestand der Deutsche Wohnen vorgesehen und gehen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 4,3 Mrd. Euro einher.

Mit Neubauten leistet die Deutsche Wohnen einen Beitrag zur Entspannung der Wohnungslage in den Städten. Eine hohe Lebensqualität, eine sozial und demografisch ausgewogene Mieterstruktur sowie klimaschonende Bauten bilden dabei die Leitlinien. Alle neuen Objekte sollen künftig durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen mindestens mit dem Goldstandard zertifiziert werden und damit die hohen Nachhaltigkeitsstandards verbindlich machen.

Henrik Thomsen, CDO der Deutsche Wohnen, betont: „Mit der strategischen Bündelung des Projektmanagements schaffen wir ein Kompetenzzentrum für Neubau. Das ist unsere Antwort auf die steigende Nachfrage nach nachhaltigem und hochwertigem Wohnraum in deutschen Metropolregionen. Gleichzeitig sichert sich die Deutsche Wohnen damit zukünftiges profitables Wachstum über die Bewirtschaftung von Bestandsimmobilien hinaus.“

Finanzielle Stabilität

Basis für die Forcierung des Klimaschutz- und Neubau-Engagements ist die finanzielle Stabilität des Unternehmens. So blickt die Deutsche Wohnen – trotz Corona-Krise – auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2020.

Die Vertragsmieten erreichten mit 837,6 Mio. Euro etwa das Niveau des Vorjahres. Das Immobilienportfolio verzeichnete eine Wertsteigerung von rund 1,9 Mrd. Euro, die auch durch Bewertungsgewinne im Verkauf realisiert wurde. So blieb der FFO I pro Aktie mit 1,56 Euro auf Vorjahresniveau, der EPRA NAV pro Aktie konnte um 12,3 % auf 52,80  Euro gesteigert werden. Der Verschuldungsgrad (LTV) bewegte sich mit 37 % im vorgegebenen Zielkorridor von 35 % bis 40 %. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) stieg insbesondere aufgrund von Verkäufen um 12,1 % auf rund 1 Mrd. Euro.

Der Berliner Mietendeckel hat im vergangenen Geschäftsjahr zu einem Rückgang der Bestandsmiete im Gesamtportfolio um 4,1% auf durchschnittlich 6,70 Euro pro Quadratmeter geführt. Im zweiten Quartal 2021 wird mit einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Verfassungsmäßigkeit des Mietendeckels gerechnet. 

„Die Deutsche Wohnen bleibt ein starker und verlässlicher Akteur auf dem Immobilienmarkt. Wir verfolgen eine langfristig ausgerichtete Strategie und richten unser Portfolio weiterhin konsequent auf das Wachstum in Deutschlands Top-Städten aus. Die Bewertungsgewinne von rund 1,9 Mrd. Euro reflektieren die Attraktivität unseres Portfolios. Unabhängig von der anstehenden rechtlichen Bewertung sehen wir im Mietendeckel keine Lösung für die Herausforderungen auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Benötigt wird mehr Neubau – der Mietendeckel bewirkt das Gegenteil und verschärft den akuten Wohnungsmangel zusätzlich“, so CFO Philip Grosse.

Da sich wichtige Unternehmenskennzahlen weiterhin stabil zeigen, erwartet die Deutsche Wohnen eine solide Entwicklung für das Geschäftsjahr 2021. Das Unternehmen rechnet trotz den Abverkäufen nicht strategischer Bestände im Jahr 2020 mit einem stabilen FFO I auf Vorjahresniveau und weiterem NAV-Wachstum. Aufsichtsrat und Vorstand werden der Hauptversammlung am 1. Juni 2021 eine Dividende von 1,03 Euro pro Aktie vorschlagen.

Verantwortungsvoller Partner in der Corona-Krise

Im vergangenen Jahr ist die eigene Wohnung als Rückzugsort noch wichtiger geworden. Um in Zahlungsnot geratene Wohnungs- und Gewerbemieter:innen zu schützen, hat das Unternehmen einen eigenen Corona-Hilfsfonds über 30 Mio. Euro eingerichtet und Ratenzahlungen sowie Stundungen vereinbart. Damit leistet die Deutsche Wohnen ihren Beitrag, dass aus finanziellen Ausfällen keine sozialen Härtefälle werden.

COO Lars Urbansky sagt: „Hinter uns liegt ein herausforderndes Jahr. Uns war wichtig, für Stabilität im Unternehmen zu sorgen und unseren MieterInnen in dieser schwierigen Zeit Sicherheit zu geben. Wir stehen zu unserem Versprechen, dass keine Mieterin und kein Mieter die Wohnung oder das eigene Geschäft aufgeben muss, weil sie oder er aufgrund der Corona-Pandemie Schwierigkeiten hat, die entsprechende Miete zu zahlen. An diesem Versprechen lassen wir uns auch weiterhin messen.“

Thematisch passende Artikel:

Transparenz und Verantwortung: Deutsche Wohnen legt 5. Nachhaltigkeitsbericht vor

Die Deutsche Wohnen hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht, der die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der Version G4 erfüllt. Ergänzend zum...

mehr

Positives Jahresresümee: Sächsische Wohnungsgenossenschaften bieten in der Krise ein sicheres Zuhause und sind Stabilitätsfaktor

Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG, www,vswg.de) kann für seine 209 im Verband organisierten Mitglieder ein positives Jahresresümee für das Geschäftsjahr 2020 ziehen. „Im...

mehr

Famos: Vermögende Familien suchen vermehrt Immobilien zum Kauf und investieren zunehmend in Bestände

Famos Immobilien, das Multi Family Office für Immobilienvermögen, beobachtet eine steigende Nachfrage von vermögenden Familien nach Immobilien. Darüber hinaus steigt auch die Bereitschaft, in...

mehr

Freiburger Stadtbau: Miete deutlich unter ortsüblichem Durchschnitt

Der Freiburger Stadtbau Verbund veröffentlichte jetzt erstmals eine Konzernbilanz für die Gesellschaften Freiburger Stadtbau, Freiburger Stadtimmobilien, Freiburger Kommunalbauten und die Regio...

mehr

Finanzdienstleister Dr. Klein vergleicht Immobilienkredite: Bestand versus Neubau

In Thüringen ist selbst ein Neubau erschwinglich, Saarländer finden Schnäppchen bei Bestandsimmobilien und Hamburger greifen sowohl bei Neubau als auch bei Bestand tiefer in die Tasche als der...

mehr