Standardisiert sanieren
im Bestand für grünen, bezahlbaren Wohnraum
Die Bundesregierung will mit dem so genannten „Bau-Turbo“ mehr Tempo in den Wohnungsbau bringen und novelliert dafür das Baugesetzbuch. Obgleich damit ein Schritt in die richtige Richtung gemacht wird, lassen die Anpassungen soziale Gerechtigkeit und die dringend notwendige Umsetzung gewisser Umweltstandards leider außer Acht, gehen an den Problemen der Wohnungsnot vorbei, führen zu teuren Einzellösungen, begünstigen renditeorientierte Projektentwicklungen und fördern weitere Flächenversiegelung.
Das Start Up „navou“ mit Sitz in Düsseldorf und Leipzig hat sich zum Ziel gesetzt, Bestandsimmobilien mit Hilfe eines voll-digitalisierten, standardisierten Sanierungsprozesses in nachhaltigen und langfristig bezahlbaren Wohnraum umzubauen. Den Prozess bzw. das so genannte navou-System haben die drei Gründenden, Lisa Weise-Hoff, Sebastian Rademacher und Mario Schmoltzi, gemeinsam mit ihren Projektpartnern in nur fünf Monaten entwickelt und im Rahmen eines EU-geförderten F&E-Projekts ein zweigeschossiges Bestandsgebäude der Gebäudeklasse 3 bereits bis zur Bauantragsreife verprobt. Das erste...
