Nachhaltige Energiequelle

Industrielle Abwärmenutzung bietet Chancen

Im Koalitionsvertrag 2025 bekennen sich CDU/CSU und SPD zum Ziel, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen und zeigen damit Engagement, für die Wärmewende und den Ausbau der industriellen Abwärmenutzung. Dabei spielen KWKG (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz) und die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) zur Förderung der dekarbonisierten Wärmeversorgung eine zentrale Rolle. Das BMWK unterstreicht, dass nur die Kombination aus Energieeffizienz, erneuerbaren Energien und Abwärme die Wärmewende bis 2045 möglich machen kann.

Aha, möchte man meinen – die Bundespolitik hat grundsätzlich verstanden, dass hier eine heimische Energiequelle existiert, die es zu nutzen gilt. Immerhin gehen nach Angaben der Deutsche Energie-Agentur (dena) jedes Jahr rund 125 Milliarden Kilowattstunden Abwärme aus Gewerbe und Industrie ungenutzt verloren. Damit könnten theoretisch rund zehn Millionen Haushalte ganzjährig beheizt werden. Der Wert der in die Umwelt abgegebenen Wärme beziffert sich auf bis zu fünf Milliarden Euro, sofern die Wärme innerbetrieblich verwendet werden kann. Wärme, die im Unternehmen nicht nutzbar ist, lässt sich...

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