Die Dekarbonisierungbeginnt im Heizungskeller
Rund ein Drittel der klimaschädlichen CO2-Emissionen entstehen in Deutschland durch den Energieverbrauch beim Wohnen. Damit die Gebäude weniger Energie benötigen und die steigenden Energie- und Betriebskosten begrenzt werden können, müsste die derzeitige Sanierungsquote mehr als verdoppelt werden.
Angesichts fehlender Fachkräfte, hoher Investitionen und der Angst der Bewohnerinnen und Bewohner vor einem starken Anstieg der Miete nach der Sanierung geht es damit nicht richtig voran. Umso mehr Hoffnungen ruhen auf minimalinvasiven Maßnahmen, wie der Digitalisierung des Heizungskellers.
Nach Daten des Fraunhofer Instituts sind von den etwa 34 Millionen Wohnungen in Deutschland circa 29 Millionen älter als 25 Jahre. Dabei sind nur rund fünf Millionen Wohnungen nach aktuellem Stand der Technik saniert. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass derzeit 24 Millionen Wohnungen in Deutschland saniert werden müssen – und zwar bis zum Jahr 2050.
Dann wollen die 27 EU-Mitgliedstaaten laut dem Europäischen Green Deal klimaneutral sein. Schon heute ist absehbar, dass dieses Ziel nicht durch Sanierung allein erreicht werden kann. Für die Wohnungswirtschaft stellt sich damit immer dringlicher die Frage, wie sich CO₂-Emissionen ohne aufwendige Sanierungsmaßnahmen senken lassen.
Effizienz durch Digitalisierung
Ein Ansatz ist die Digitalisierung des Heizungskellers. Die Berliner Kugu Home GmbH hat eine Lösung entwickelt, die vorhandene Heizsysteme ohne umfangreiche bauliche Eingriffe digitalisiert und kontinuierlich optimiert. Grundlage ist ein individueller digitaler Gebäudezwilling, der das thermische Verhalten modelliert. Diese Technologie ist Teil der Kugu Energy Suite, die alle Prozesse rund um die Energieoptimierung bündelt. Herzstück ist das Energy Optimization System (EOS), das mithilfe von KI-gestützten Algorithmen den Betrieb der Heizungsanlagen analysiert und automatisch optimiert.
Ergänzend dazu sorgt das Visual Information System (VIS) für Transparenz: Es stellt Verbrauchs- und Leistungsdaten in Echtzeit dar und erlaubt es Betreiberinnen und Betreibern zu erkennen, wo Einsparpotenziale liegen und wie sich Veränderungen im Heizverhalten auswirken. Auch in der Instandhaltung zahlt sich der digitale Ansatz aus: Dank vorausschauender Wartung werden Probleme erkannt, bevor sie auftreten, wodurch aufwendige Instandsetzungen vermieden werden können.
Die laufenden Kosten für die Software können auf die Mieterinnen und Mieter umgelegt werden, ohne die finanzielle Belastung zu steigern, da die erzielten Einsparungen die Kosten in der Regel übersteigen. Zudem sichert Kugu vertraglich eine Heizkostenersparnis von mindestens 12 % zu – im Schnitt liegen die Einsparungen in bisherigen Projekten bei über 20 %.
Überzeugende Ergebnisse im
Pilotprojekt mit der Gewobag
Wie die Lösung in der Praxis funktioniert, hat die Gewobag in der vergangenen Heizperiode ausgiebig getestet. Gemeinsam mit Kugu wurden zehn Bestandsgebäude mit digitaler Steuerungstechnik ausgestattet. Dabei wurden rund 260 000 Kilowattstunden Energie und mehr als 50 Tonnen CO2 eingespart. Der Rollout auf 250 Anlagen ist geplant.
Diese Effizienzgewinne konnten im laufenden Betrieb erzielt werden, ganz ohne aufwendige Sanierungen oder Eingriffe in die Gebäudestruktur. Die Optimierung wurde durch die Installation des Kugu Hubs im Heizungskeller ermöglicht: Dort erfasst die Steuerbox kontinuierlich Betriebsdaten, die anschließend in der Cloud analysiert werden. Der digitale Gebäudezwilling, Wetterprognosen und definierte Komfortanforderungen werden mit den laufend erfassten Messwerten zusammengeführt. Auf dieser Grundlage berechnet Kugu EOS automatisiert und tagesaktuell die jeweils optimierte Heizleistung für den Folgetag.
Exklusives Angebot für GdW-Mitglieder
Um den Einstieg in digitale Energieoptimierung zu erleichtern, hat der GdW Bundesverband Wohnungswirtschaft gemeinsam mit Kugu eine Branchenkooperation für seine Mitgliedsunternehmen initiiert. Neben der garantierten Energieeinsparung von 12 % sparen GdW-Mitglieder exklusiv 15 % auf den monatlichen Grundpreis. Die Aktion ist gültig bis zum 31. Mai 2026.
Zukunftsfähiger Gebäudebestand
Die Sanierungsquote in Deutschland hängt den geforderten Ansprüchen hinterher. Für die Wohnungswirtschaft führt daher kaum ein Weg an digitalen Lösungen vorbei, wenn CO₂-Emissionen nachhaltig reduziert werden sollen. Lösungen wie die von Kugu ermöglichen der Branche, Emissionen und Kosten sofort und messbar zu senken. Damit leisten sie einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialverträglichen Transformation des Gebäudebestands.
