Saubere Sache: Ab­­scheider für die Heizungsanlage

Die Betriebskosten bestimmen zu einem nicht unerheblichen Teil die Wirtschaftlichkeit von Wohnimmobilien. Hier schlägt auch der Betrieb der Heizungsanlage zu Buche. Damit sie stets kostengünstig und reibungslos läuft, können Luft- und Schlammabscheider installiert werden.

Störungen unerwünscht

Die Wärmebereitstellung bildet im Wohnungsbau eine wichtige Säule bei der Versorgung. Immerhin werden große Teile der sogenannten zweiten Miete für die Erwärmung der gemieteten oder gekauften vier Wände aufgewendet. Daher ist es jedem Betreiber ein Anliegen, diese Lieferung möglichst ohne Probleme zu erfüllen. Doch gerade Heizungsanlagen reagieren – unabhängig von ihrer Größe – sehr sensibel auf Luft und Schmutz im Füllwasser. Beides kann zu Störungen oder sogar Ausfällen führen. Dem kann jedoch mit geringem Aufwand vorgebeugt werden. Eine Möglichkeit ist der Einsatz von Luft- und Schlammabscheidern.

Diese Geräte, die von Spirotech angeboten werden, reduzieren den Aufwand für Wartung und Reparatur, senken die Energiekosten und bewirken eine längere Haltbarkeit von Anlagenteilen wie Pumpen, Wärmetauschern oder Thermostatventilen. Der Betreiber erhält sehr viel weniger Beschwerden und erhöht insgesamt den Komfort für die Nutzer.

Messbarer Erfolg

Diesen Nutzen von Luft- und Schlammabscheidern im Wohnungsbau hat das Unternehmen im Rahmen von Untersuchungen belegen können. Die Energieeffizienz-Studie wurde von der unabhängigen Testeinrichtung Kiwa-Gastec durchgeführt. Mit der Trudo Wohnungsbaugesellschaft, die in den Niederlanden rund 9.200 Objekte verwaltet, hat Spirotech die Studie zur Zuverlässigkeit umgesetzt. Dabei dokumentierte man die Auswirkungen der in 200 Häusern installierten SpiroTrap und SpiroVent über einen Zeitraum von fünf Jahren.

Die Ergebnisse lassen aufhorchen. Das Installieren von Schlamm- und/oder Luftabscheidern bringt eine deutliche Energieeinsparung: bei Schlammabscheidern sind es 7,4 %, bei Mikroblasenabscheidern 6 % und mehr. Durch die Installation eines Mikroblasenabscheiders sank die Ausfallquote um 21 %. Wurde zusätzlich ein Schlammabscheider eingesetzt, reduzierten sich die Systemausfälle sogar um 48 %. Alle Resultate wurden mit Heizungsanlagen verglichen, die ohne die Komponenten arbeiteten.

Damit verbessern die Komponenten die Effizienz und die Zuverlässigkeit des Systems durch das kontinuierliche Abscheiden von Schmutz und Luft. Blockaden, reduzierte Pumpenleistung oder korrodierte Systemkomponenten lassen sich demnach wirkungsvoll unterbinden.

Die genannten Beispiele beziehen sich auf den Einsatz von Geräten im kleinen Leistungsbereich. Hier sind es vor allem der Schlammabscheider SpiroTrap MB3 mit magnetischer Unterstützung und der Luftabscheider SpiroVent RV2, die zum Einsatz kommen. Auf diese Komponenten aus Messing, die sich durch ihren flexiblen Anschluss in jeder Richtung installieren lassen, wird 20 Jahre Garantie gewährt. Ergänzt werden kann das Produktangebot noch mit den Spüladapter. Er bietet einen leichten Zugang, wenn die Anlagenflüssigkeit z. B. mit Spülmitteln oder Additiven optimiert werden soll. Dazu wird das Bauteil einfach an den Anschluss des SpiroTrap angeschraubt.

Abscheider im größeren Leistungsbereich – für Luft

Etwas anders stellt sich die Situation dar, wenn in Wohngebäuden eine einzige große Heizungsanlage installiert ist. Insbesondere nach einem Kesselwechsel, nach größeren Arbeiten an einer Heizungsanlage oder Umbaumaßnahmen, die Veränderungen in der Wärmeversorgung nach sich ziehen, treten häufig Probleme mit Luft im System auf. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, helfen dann entsprechend groß dimensionierte Luft- und Schlammabscheider. Die Luftabscheider werden möglichst nah am Kessel in den Vorlauf eingebaut. Die Geräte aus Stahl „sammeln“ Luftblasen bzw. Mikroblasen und scheiden sie automatisch aus. Ab einer gewissen Größe und Höhe eines Gebäudes reicht dies nicht mehr aus. Dann ist der Vakuumentgaser die erste Wahl.

Das Bauteil zieht mit Hilfe einer Pumpe einen Teil der Flüssigkeit ab und versetzt sie in einem integrierten Behälter in Unterdruck (Vakuum). Dies geschieht durch das Schließen eines Magnetventils. Hier wird ein Wert von -0,8 bar erreicht. Die enthaltene Luft tritt als Gas aus und wird über den integrierten Groß-

entlüfter abgeschieden. Die entgaste Flüssigkeit wird dem Kreislauf anschließend wieder zugeführt. Mit dem Luftabscheiden erhält das Gerät über den eingebauten smart-switch einen Impuls. Bleibt dieser 10 Min. lang aus, ist kein Entgasungsbedarf vorhanden.

Nach voreingestellten Zeiten prüft das Gerät erneut, ob sich der Gasgehalt des Füllwassers erhöht hat. Wenn dies so ist, beginnt der Prozess von vorn, wenn nicht, bleibt das Gerät bis zum nächsten Startimpuls in Standby. Durch die absorptive Eigenschaft des Wassers können mit diesem Verfahren auch eingeschlossene Gasblasen nach und nach beseitigt werden. Außerdem trägt die kontrollierte Laufzeit zu einem niedrigen Energieverbrauch und einem geringeren Verschleiß bei.

Besonders sinnvoll ist es, das Abscheiden mit dem Befüllen bzw. Nachfüllen der Anlage sowie der Druckhaltung zu kombinieren. Wird nach Druckabfall ein Nachfüllen erforderlich, wird die nachzufüllende Flüssigkeit zunächst entgast und dann eingespeist. Diese Prozedur endet, sobald der gewünschte Einstellwert erreicht ist. Im Anschluss setzt der SpiroVent Superior den normalen Entgasungsvorgang fort.

Abscheider für Schlamm

In größeren Anlagen wird der SpiroTrap Magnet in den Dimensionen DN 50 bis DN 300 für die Schlammabscheidung eingebaut, auch in bestehende, enge Leitungen. Hier lässt sich zwischen der Flansch- und der Schweißausführung wählen. Für besondere Fälle besteht die Möglichkeit, eine demontierbare Variante zu nutzen. Dann lässt sich der untere Teil entfernen und der Abscheider selbst kann gereinigt werden. Der wichtigste Teil des Magnets sitzt verborgen im Innern: die sogenannte Dry-Pocket-Konstruktion. In ihrem Kern befindet sich der Magnet, geschützt in der Mitte des Bauteils und wartungsfrei. Er entfernt sowohl magnetische als auch nichtmagnetische Partikel bis 5 µm.

Die größeren aus Stahl gefertigten Geräte verfügen über zwei Abscheideanschlüsse, die an Ableitungen anzuschließen sind. Vor dem Ablassen werden die magnetischen Partikel nach unten in den Auffangbereich befördert. Dann müssen lediglich die Ablasshähne geöffnet werden, um die schmutzbehaftete Flüssigkeit abzuscheiden.

Minimale Wartungskosten – sicherer Betrieb

Beiden Gerätetypen, den Luft- und den Schlammabscheidern, ist gemeinsam, dass sie im laufenden Betrieb praktisch keinen zusätzlichen Aufwand verursachen. Rückspülungen wie bei Filtern oder ein Austausch von Komponenten fällt weg. Bei den SpiroTrap Magnet reicht in der Regel das Ablassen des verschmutzten Füllwassers in einem üblichen Wartungsturnus. Die Ausführung selbst nimmt nur wenige Minuten in Anspruch und ist mit ein paar Handgriffen erledigt. An einem Vakuumentgaser kann die Zahl der Betriebsstunden abgelesen werden. Hier zeigt sich in der Praxis, dass das Gerät nach einem anfänglich häufigen Einschalten meist im Stand-by-Modus arbeitet. Auf Wunsch lässt es sich in die Gebäudeleittechnik einbinden.

Fazit: Mit den Spirotech-Komponenten wird ein effizienter und sicherer Betrieb erreicht. Der geplante und erwünschte Wirkungsgrad kann vom Kessel bis zur Wärmeabgabe erbracht werden.

Luft- und Schlammabscheidern reduzieren den Aufwand für Wartung und Reparatur, senken die Energiekosten und bewirken eine längere Haltbarkeit von Anlagenteilen.

Die Störfaktoren Luft und Schlamm

Luft gelangt durch verschiedene Ursachen in eine Heizungsanlage. Besonders häufig ist dies nach dem Befüllen bzw. Nach­füllen, bei Änderungen und Wartungsarbeiten zu beobachten. Auch Mikroundichtigkeiten und Diffusion über Verschrau­­bungen, Dichtungen und gasdurchlässige Werkstoffe bewirken einen Eintrag von Luft.Passt die Auslegung der Anlage nicht genau oder ist der Vordruck falsch eingestellt, macht sich dies ebenso negativ bemerkbar.
Grundsätzlich gilt, dass keine Heizung zu hundert Prozent gasdicht ist.Die Luft kann in drei Erscheinungsformen auftreten: als große Luftblase, Mikroblase oder als im Wasser gelöstes Gas. Die Folge ist häufiges Entlüften, Störung an sensiblen Komponenten oder unzureichender Wärmeübergang. Des Weiteren entstehen durch die Luft Korrosionsprodukte, weil der enthaltene Sauerstoff mit metallischen Oberflächen reagiert. Diese metallischen und nichtmetallischen Partikel erschweren dann das Funktionieren etwa von Pumpen.
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