Ohne Türme und Erker

Am Riedberg, dem neuen Stadtteil im Norden Frankfurts, baut das Hanauer Wohnungsbauunternehmen Bien-Ries mehrere Wohnquartiere mit hochwertigen Eigentumswohnungen. Gerade fertiggestellt ist das Bauprojekt Sunbase mit 103 unterschiedlichen, größtenteils barrierefreien Wohnungen.  

In den 1990er-Jahren beschloss die Stadt Frankfurt am Riedberg im Rahmen einer städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme einen innovativen und urbanen Stadtteil zum Wohnen, Leben und Arbeiten entstehen zu lassen. Dieser ist mit einer Fläche von 266 ha eines der größten städtebaulichen Vorhaben Deutschlands.

Seitdem ist viel passiert: Es wurden Wohnungen und Geschäftshäuser gebaut, neue Kindergärten und Schulen eröffnet. Durch die Ansiedlung naturwissenschaftlicher Einrichtungen der Goethe-Universität etabliert sich Riedberg auch als ein internationaler Wissenschafts-, Technologie- und Forschungsstandort.

Im Jahr 2005 erwarb Bien Ries mehrere Baufelder mit einer bebaubaren Fläche von insgesamt rund 50 000 m2. Wie bei allen Bauvorhaben hat das Unternehmen auch in Riedberg vorab eine interne Grundstücksbewertung und Marktuntersuchung vorgenommen, da nur investiert wird, wenn die Lage, die Infrastruktur und die bauliche Ausnutzung des Grundstücks zu den Unternehmensvorgaben passen. Vorstand ­Wolfgang Ries: „Bei den Umfragen zum Baugebiet Riedberg stellte sich anfangs heraus, dass kaum jemand diesen Stadtteil kannte. Allerdings hat uns der Standort überzeugt. Die städtebaulichen Perspektiven waren optimal und die Lage ist einzigartig. Vom Riedberg aus reicht der Blick auf die grünen Hügel des nahen Taunus und auf die faszinierende Frankfurter Skyline. Und unser Konzept ging auf: Die Akzeptanz des Stadtteils ist heute entschieden größer.“ In der eigens für Verkaufsgespräche vor Ort errichteten Bien-Ries-Skyline-Lounge können sich Interessenten in einem exklusiven Rahmen ausführlich über die Objekte, Technik, Ausstattung, Preise etc. informieren und erhalten eine kompetente Beratung. Eine 3D-Animation in Echtzeit und Projektausstellungen gehören zu dem Präsentationsprogramm.

Zusammen mit dem Stadtplanungsamt Frankfurt führte das Hanauer Unternehmen als Bauträger einen Architektenwettbewerb mit internationaler Beteiligung durch. Eines der vier Siegerbüros war a.i.b. Corinna Bauer/Ole Brinckmann/Knut Gitter aus Darmstadt/Gernsheim.

Wie alle Gebäude von Bien Ries ist auch sunbase individuell geplant und in Massivbauweise erstellt. Die Architekten haben für das Wohnquartier sunbase auf dem zur Verfügung stehenden 7 845 m2 großen Grundstück ein Ensemble entwickelt, das aus einer straßenbegleitenden Zeile mit fünf Gebäuden und drei solitären Gebäuden besteht. Sie sind durch ein Geflecht aus mediterran gestalteten Außenanlagen räumlich miteinander verbunden.

 

Gradliniges Erscheinungsbild

Auf modische Strömungen und postmoderne Versatzstücke wie Türme und Erker wurde bewusst verzichtet. Stattdessen ist eine klare, architektonische Linienführung gewählt worden, die das Erscheinungsbild des Wohnquartiers übersichtlich und gradlinig mit kubischen Formen prägt.

Alle 103 Wohnungen orientieren sich mit großzügigen Balkonen, Terrassen und Dachterrassen nach Südwesten und Südosten, viele mit Blick auf die Frankfurter Skyline. Horizontal und vertikal verlaufende Fensterbänder unterstützen die lineare Struktur der Gebäudetypen.

Sunbase bietet einen breiten Mix an Grundrissformen, der nach Erfahrungen von Bien-Ries wesentlich zur Akzeptanz des Wohnbauprojekts beiträgt. Das Wohnungsangebot reicht von 2-Zimmerwohnungen mit rund 70 m2 Wohnfläche über 5-Zimmerwohnungen mit rund 200 m2 bis hin zu Maisonette- und Penthousewohnungen. Wolfgang Ries: „Wir erfahren immer wieder, dass die Menschen ein Heimatgefühl in ihrer Wohnung suchen. Je rauer die Umwelt wird, je mehr Stress die Menschen haben, desto mehr besinnt man sich auf seine eigenen vier Wände. Motto: Die eigene Wohnung ist der Ort der Erholung, der Ruhe, der Besinnung. Deswegen halten wir für die Innenausstattung eine große Vielfalt unterschiedlicher Fliesen, Sanitärkeramik, Innentüren, Elektroschalter, Steckdosen und Bodenbeläge zur Auswahl bereit. Bauherren können so aus den vielen angebotenen Materialien ihre persönliche Stilrichtung verwirklichen.“

Wesentlicher Bestandteil des Qualitätskonzepts von Bien-Ries ist die Realisierung des Rohbaus mit dem Wandbaustoff Kalksandstein, System KS-Quadro, von Heidelberger Kalksandstein (www.heidelberger-kalksandstein.de). Um den KfW-40-Energie-Standard sicher zu stellen, sind die 15 und 20 cm dicken Kalksandstein-Außenwände mit einem Wärmedämmverbundsystem kombiniert (PS-Hartschaum WLG 035, Stärke bis zu 30 cm). Sie erreichen U-Werte bis 0,112 W/m2K. Weitere Wärmeschutzmaßnahmen sind die kontrollierte Wohnraumlüftung, KS-Iso-Kimmsteine sowie Kunststofffenster und Fenstertüren mit 3-fach Isolier-Verglasung (U-Wert Fenster 1,1 W/m2K). Da an Außen- und Wohnungstrennwände im Mehrgeschosswohnungsbau auch extrem hohe Anforderungen an den Schallschutz gestellt werden, setzt die Bien-Ries AG KS-Quadro mit einer Rohdichte von 2,2 kg/dm³ ein. Diese Steine stellt die Heidelberger Kalksandstein GmbH speziell für das Hanauer Wohnungsbauunternehmen her.

Auf modische Strömungen und postmoderne
Versatzstücke wie Türme und Erker wurde
bewusst verzichtet.
Alle 103 Wohnungen orientieren sich mit großzügigen Balkonen, ­Terrassen und Dachterrassen nach Südwesten und Südosten,
viele mit Blick auf die Frankfurter Skyline.
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