Multiscreen-Lösung für viele Bildschirme

In Millionen deutschen Mietwohnungen findet derzeit eine stille Revolution statt. Das Internet wird immer mehr zu einem unverzichtbaren Medium für TV- und Videodienste.

Das Internet wächst mit dem Fernseher auf unterschiedliche Weise zusammen und diese Verbindung ermöglicht neue Dienste. Die Wohnungswirtschaft muss sich darauf einstellen und die notwendigen Schritte einleiten.

Dabei helfen ihr Betreiber von Kabel- und Stadtnetzen und innovative Kooperationspartner wie der Eutelsat KabelKiosk. Dieser entwickelt derzeit eine technische Lösung, mit der sich heutige und neue Entertainmentdienste auf unterschiedlichsten Endgeräten zuhause nutzen lassen. Das technische Konzept, Anwendungen und die nächsten Schritte hat der KabelKiosk auf der ANGA COM in Köln vorgestellt.

Medienversorgung muss verändertes Nutzerverhalten berücksichtigen

Das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet verändert das Nutzungsverhalten der Verbraucher rasant. Inzwischen sind in den deutschen Haushalten über 14 Mio. Fernseher und andere Videogeräte, wie etwa Spielkonsolen, mit dem Internet verbunden, wie das Marktforschungsinstitut GfK kürzlich zur IFA in Berlin meldete. Darunter sind 6,8 Mio. Smart-TVs mit einem eingebauten Online-Zugang. Zugleich konsumieren immer mehr Haushalte Medien auch auf dem Laptop, Tablet und Smartphone. Die große Herausforderung ist es daher, den Verbrauchern den Zugang zu Filmen, TV-Inhalten und interaktiven Videodiensten auf möglichst vielen festen und mobilen Endgeräten zuhause und an anderen Orten zu ermöglichen.

Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Wohnungswirtschaft. Im vom starken Wettbewerb geprägten Wohnungsmarkt, gelten neben der Lage auch schnelle Internetzugänge, attraktive TV-Programme und vielfältige digitale Dienste als entscheidende Faktoren bei der Wahl einer Mietwohnung. Beim Auf- und Ausbau einer modernen Multimediaversorgung mit Digital-TV und innovativen Fernsehdiensten sind zuverlässige Partner und deren Expertise gefragt. Bundesweit arbeiten daher immer mehr Wohnungsunternehmen mit Kabel- und Citynetzbetreibern, die in Kooperation mit dem Eutelsat KabelKiosk, Entertainmentdienste und umfangreiche TV-Services anbieten.

Der Eutelsat KabelKiosk gilt als äußerst innovativ. Als erster Anbieter in Deutschland stellte dieser vor zehn Jahren seinen Kooperationspartnern fremdsprachige TV-Sender für die Versorgung der Wohnungswirtschaft bereit. Seither bewegt sich der KabelKiosk immer an der Spitze, wenn es um die Einführung neuer Sender, Dienste und Technologien für Netzbetreiber und deren wohnungswirtschaftliche Partner geht.

Derzeit arbeitet der KabelKiosk an einer umfassenden Multiscreen-Lösung, die in ganz Europa als führend gilt. Mit dieser TV- Entertainmentplattform können KabelKiosk-Partner und Wohnungsunternehmen, Mietern ein neuartiges Fernsehprodukt bieten und somit die Attraktivität ihrer Wohnungen steigern.Neben dem Fernsehen wird auf unterschiedlichen Endgeräten wie TV, Laptop, Tablet und Smartphone über persönliche Benutzerprofile das Fernseherlebnis individuell und personalisiert. Auf die Dienste kann dann jedes Familienmitglied mit eigenen Einstellungen, übergangslos auf jedem Bildschirm in der Mietwohnung oder auch außerhalb des Hauses, zugreifen. Dabei sind Fernsehprogramme wie Free und Pay TV Angebote genauso einfach nutzbar, wie der Abruf von Video-on-Demand-Filmen und Inhalte der Mediatheken von TV Sendern.

Konzept und erste Anwendungen

Auf der ANGA COM in Köln stellte der KabelKiosk im Juni erstmals in Form eines Showcases das technische Konzept und den aktuellen Stand der Lösung vor. So verknüpft Eutelsat auf seiner hybriden DVB & IP-Plattform die Satellitenzuführung mit IP. Dabei bündelt die Plattform via Satellit und über andere Übertragungstechniken empfangene TV-Programme in SD- und HD-Qualität und bereitet die Signale für das IP-Format auf. Netzbetreiber können damit nicht nur ihren Kabel-, sondern auch ihren IP-Kunden innovative TV-Produkte mit linearem und non-linearem TV sowie zukunftsweisende Multimediadienste auf unterschiedlichen Endgeräten aus einer Hand anbieten. Technisch unterstützt diese hybride Plattform eine breite Palette von Anwendungen einschließlich Live-TV, On-Demand-Dienste, unterschiedlichste HbbTV-Anwendungen der TV-Senderpartner mit ihren Mediatheken sowie weitere interessante Anwendungen.

Hochinteressante Funktionen

Die Multiscreen-Funktionen sind intuitiv bedienbar. Die Lösung hat einen modernen und bidirektionalen elektronischen Programmführer (EPG) für zukünftige und zurückliegende Sendungen. Die Steuerung erfolgt je nach Nutzung sowohl über mobile Endgeräte als sogenannter Zweiter Bildschirm (Second Screen) oder die klassische Fernbedienung. Zu den Highlights gehört, dass ausgewählte oder laufende Sendungen und Inhalte einfach durch Wischen über den Touchscreen des mobilen Endgerätes zwischen dem großen TV-Bildschirm und dem Second Screen hin und her bewegt werden können.

Eine weitere interessante Applikation ist die zeitversetzte TV-Wiedergabe mit Pause-Funktion auf verschiedenen Endgeräten innerhalb des Heimnetzes zuhause. Dabei kann der Nutzer seinen TV-Konsum etwa auf dem Fernsehgerät unterbrechen und auf einem anderen mobilen Endgerät an der gleichen Stelle fortsetzen. Über den EPG lassen sich Aufnahmen programmieren. Verpasste lineare TV-Sendungen können aus dem Rückwärts-EPG durch eine Catch-Up Funktion bis zu sieben Tagen nach der Ausstrahlung erneut abgerufen werden. Auch an die wichtige Social Media Kommunikation ist gedacht. So ermöglicht die Multiscreen-Lösung die direkte Anbindung zum Beispiel an Facebook.

Nächste Schritte

Die in Köln im Rahmen des Showcases gezeigte Multiscreen-Lösung wird gegenwärtig vom Eutelsat KabelKiosk ergänzt und fertiggestellt. In einem nächsten Schritt werden Ende des Jahres erste Netzbetreiber die Lösung testen, bevor diese in die breite Vermarktung geht.

Das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet verändert das Nutzungsverhalten der Verbraucher rasant.

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