Elektromobilität

Ladelösungen für die Wohnungswirtschaft

Die Feinstaubbelastung in Deutschen Innenstädten nimmt zu. Die Folge: Fahrverbote. Davon ausgenommen sind Elektrofahrzeuge. Mit einer modernen Ladeinfrastruktur können sich Vermieter daher einen langfristigen Wettbewerbsvorteil verschaffen.

Feinstaubdiskussionen und Dieselfahrverbote führen dazu, dass das Interesse der Deutschen an der Elektromobilität zunimmt. Das unterstreichen die Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts. Am 1. Januar 2019 waren in Deutschland 83.175 Elektroautos angemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das eine Steigerung um 54,4 %. Die Hersteller haben das Potenzial längst erkannt und tragen ihren Teil zu dieser Entwicklung bei. Sie erarbeiten beispielsweise neue Batterietechnologien, die schon bald Reichweiten von bis zu 800 km ermöglichen werden. Auch die Bundesregierung schafft Anreize, sich mit dem Thema zu beschäftigen: Der Kauf eines E-Autos wird mit 4.000 Euro unterstützt und auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur wird mindestens bis 2020 mit insgesamt 300 Mio. Euro gefördert. Das Ziel: 15.000 zusätzliche öffentliche Ladestationen. Höchste Zeit für die Wohnungswirtschaft, auf den Erfolgszug aufzuspringen.

Ein Blick auf die Vorteile

Im Zusammenhang mit der Elektromobilität ergeben sich viele Vorteile für die Branche. Die Bereitschaft für Nachhaltigkeit und Innovationen kann für das Imagemarketing genutzt werden – Wohnungsunternehmen können bei der wachsenden Zielgruppe der E-Auto-Fahrer punkten. Darüber hinaus können sie die Lebensqualität in und rund um ihre Immobilien steigern: Wenn die Zahl der E-Autos im Quartier zunimmt, senkt das die Feinstaubbelastung und reduziert den Lärm.

Außerdem trägt die Elektromobilität zur Zukunftssicherheit von Wohnungsunternehmen bei. Denn bei weiteren Verschärfungen von innerstädtischen Emissionsgrenzen werden Fahrzeuge mit Dieselmotor bestimmte Stadtgebiete nicht länger befahren dürfen. Innenstadt-Wohnungen in Toplage können so schnell an Wert verlieren. Elektrofahrzeuge sind von Fahrverboten ausgenommen. Die Schaffung einer Ladeinfrastruktur sichert daher die Mobilität der Mieter und den Wert der Immobilien. Darüber hinaus erhöht die Lademöglichkeit für Elektroautos die Mieterbindung – denn bestehende und zukünftige Mieter achten zunehmend auf zusätzliche Leistungen des Vermieters.

Flexibler Baukasten

Je nach Wohnkonzept sind für eine quartierseigene Ladeinfrastruktur verschiedene Anwendungsfälle möglich. Entweder verfügt jeder Nutzer über einen eigenen Ladeplatz oder im Wohnkomplex wird eine gemeinschaftliche Nutzung organisiert. Welcher Anwendungsfall in Frage kommt, sollte vorher gemeinsam mit erfahrenen Experten erörtert werden. Hier setzt auch die Essener innogy SE an und bietet im flexiblen Baukasten ganzheitliche Lösungen für die Wohnungswirtschaft aus einer Hand. Neben verschiedenen Hardwarekonzepten, Tiefbau- und Anschlussarbeiten sowie Montage und Inbetriebnahme kümmern sich die Essener auch um die Verwaltung und den Betrieb der Ladeinfrastruktur. Dazu zählen beispielsweise die Abrechnung der Ladevorgänge oder Wartungs- und Servicearbeiten. Dabei kann das Unternehmen auf breite Erfahrung zurückgreifen. Innogy betreibt in Deutschland über 3.000 öffentliche Ladepunkte, hinzu kommen 4.000 Ladepunkte bei Unternehmen.

eCarSharing

Neben der Installation einer Ladeinfrastruktur lohnt es sich auch, den eigenen Fuhrpark auf Elektroautos umzustellen. Besonders lukrativ ist hier der Ansatz des eCarSharings. Dabei werden die beiden Megatrends Elektromobilität und Sharing verbunden. eCarSharing-Anbieter wie innogy bieten Wohnungsunternehmen so die Möglichkeit, Elektrofahrzeuge mit Mitarbeitern und auch Bewohnern zu teilen. Diese können die E-Autos außerhalb der Geschäftszeiten mieten und beispielsweise für die Fahrt zum Supermarkt nutzen. Die Fahrzeuge werden über eine Online-Plattform angefragt und gebucht. eCarSharing ist ein kostengünstiger und flexibler Weg, in die Mobilität der Zukunft einzusteigen. Wird darüber hinaus auf Ökostrom zurückgegriffen, profitiert die Umwelt noch mehr.

Langfristiger Wettbewerbsvorteil

Im Zusammenspiel mit anderen innovativen Möglichkeiten, wie beispielsweise der Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe oder mit Mieterstrommodellen, tragen Elektromobilitätskonzepte einen wichtigen Teil zu nachhaltigen und zukunftsfähigen Quartieren bei. Wohnungsunternehmen, die sich schon jetzt mit diesen Themen auseinandersetzen und sich so auf die Zukunft vorbereiten, gestalten ihre Immobilien nachhaltig attraktiver und verschaffen sich einen langfristigen Wettbewerbsvorteil.

Die Bereitschaft für Nachhaltigkeit und Innovationen kann für das Imagemarketing genutzt werden.

x

Thematisch passende Artikel:

Testfamilie im Effizienzhaus Plus fährt nun Opel Ampera

Die Testfamilie Welke/Wiechers aus dem Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität in Berlin fährt für drei Monate zwei neue Elektroautos von Opel. Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium...

mehr

NRW bringt E-Mobilität in Mehrfamilienhäuser: Für den DDIV ist das ein wichtiges Signal für die Energiewende

Nordrhein-Westfalen fördert den Aufbau privater Ladeinfrastruktur für Elektroautos in Mehrfamilienhäusern im Rahmen der Richtlinie „progress.nrw” mit einem Sofortprogramm in Höhe von 20 Mio. €....

mehr
Ausgabe 7-8/2018 Elektromobilität

Bequem laden am Wohnort

An die aktuellen Vorreiter in Sachen Elektromobilität – Norwegen, die Niederlande und China – kommt Deutschland nicht heran. Auch das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 wird nicht zu...

mehr

Forsa-Umfrage im Auftrag des BSW-Solar: Autofahrer wollen Solarstrom tanken

73 % der deutschen Autofahrer sprechen sich dafür aus, die Solarenergie stärker auszubauen, damit Elektroautos klimafreundlich mit Ökostrom fahren können. Das ist das zentrale Ergebnis einer vom...

mehr

DDIV: Elektromobilität scheitert an Mehrfamilienhäusern

Im Vorfeld des E-Mobilitätsgipfels im Bundeskanzleramt hat sich der Dachverband Deutscher Immobilienverwalter (DDIV) an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel gewandt. Es reiche nicht aus, steuerliche...

mehr