Modulbauweise

Hohe Bauqualität und große Planungssicherheit

Das Gebäude im schwäbischen Fellbach zählt zu den größten  Bildungseinrichtungen der Stadt. Sowohl die Kita „Kappelbande“ als auch die Fachakademie für Pädagogik sind hier untergebracht – beide von Konzept-e als Träger betrieben. Kindern, Erziehern und Fachschülern bietet das hochwertige Modulgebäude von ALHO auf drei Etagen beste Voraussetzungen, um zeitgemäße Bildung zu erfahren, zu vermitteln – und das Vermitteln zu lernen.

120 Kinder und rund 75 Fachschüler haben mit dem neuen Modulgebäude an der Kienbachstraße im Januar 2020 ein neues Zuhause bekommen. Im August 2019 begann ALHO mit den Fundamentarbeiten, vier Monate später konnte der Neubau dem Bauherrn bereits übergeben werden. „Dieser schnelle Baufortschritt war uns wichtig und konnte nur mit einem Gebäude in Modulbauweise erzielt werden“, sagt die Geschäftsführerin von Konzept-e, Waltraud Weegmann. Ausschlaggebend für die Entscheidung, mit ALHO zu bauen, war die Besichtigung der Porsche-Betriebskita in Weissach.

Diese war 2014 realisiert worden und hier spielten – wie auch für die Verantwortlichen in Fellbach sehr wichtig – neben dem Wohlfühlfaktor für Kinder und Erzieher vor allem Energieeffizienz und Ökologie eine große Rolle. Zudem wollte der Bauherr auch von weiteren typischen Modulbau-Vorteilen profitieren, wie der hohen Bauqualität durch die kontrollierte, industrielle Modul-Vorfertigung und der großen Planungssicherheit dank Termin- und Festpreisgarantie.

Synergien sinnvoll nutzen

Über einen gemeinsamen Haupteingang wird das Gebäude erschlossen. Er mündet in ein abgeschlossenes Foyer mit Treppenhaus und Aufzug und wird auch von den Fachschülern genutzt, die – aufgeteilt in jeweils zwei Gruppen – im 2. Obergeschoss ihre Lern-, Team- und Besprechungsräume vorfinden. Hier, abseits des lebhaften Kita-Trubels, befinden sich auch das Büro und ein Besprechungszimmer für die Kita-Leitung sowie eine kleine Teeküche.

Mit der Funktion des Gebäudes als Kita und Fachschule profitiert der Träger Konzept-e von einer praktischen Doppelnutzung, die durchweg Synergien fördert – organisatorisch wie didaktisch: So finden einige Fachschüler gleich hier mit den Kindern im Haus die Möglichkeit, ihr Berufspraktikum zu absolvieren, das Teil der Ausbildung ist.

Und auch Fellbach betrachtet das hybridgenutzte Gebäude als großen Gewinn. Darum unterstützten die Stadtväter das Projekt bereits von Anfang an, indem sie eine 4.000 Quadratmeter große, vormals landwirtschaftlich genutzte Fläche zum Baugrundstück umwidmeten und Konzept-e zum Kauf anboten. In herrlicher Stadtrandlage und angrenzend an Wiesen und Felder haben die Kinder viel Platz, um sich zu entfalten – und die Stadt ist ihrem Ziel, in kurzer Zeit ausreichend Betreuungsplätze anbieten zu können, ein gutes Stück näher.

Freundliches, helles Haus zum Spielen und Lernen

Wichtigstes Ziel bei der Konzeption des Gebäudes war es, alle drei Etagen dem pädagogischen Konzept des Trägers präzise anzupassen. Lernen und Spielen bedeuten für Kinder ein und dasselbe, weiß man bei Konzept-e. Was sie wahrnehmen, wird innerlich bewegt, umgeformt und spielend neu gestaltet. Verbringen sie ihren Tag in einer anregungsreichen Umgebung und werden sie beispielsweise an häuslichen Tätigkeiten im Kinderhaus-Alltag beteiligt, regt dies ihre Fantasie und ihren Drang an, dabei zu sein.

In element-i Kinderhäusern wählen die Kinder aus unterschiedlichen Themenbereichen daher selbst, wann sie was, wo, wie und mit wem spielen wollen. Ein pädagogischer Ansatz, der sich im Raumprogramm der Kita Kappelbande widerspiegelt. So werden die Kinder hier nicht wie in vielen anderen Kindertagesstätten in festen Gruppen und entsprechend dafür vorgesehenen Gruppenräumen betreut, sondern verbringen ihre Zeit je nach Interesse in sogenannten Funktionsräumen. Diese sind bestimmten Tätigkeiten zugeordnet: Es gibt beispielsweise eine Werkstatt, ein Atelier, einen Bewegungsraum, ein Zimmer für Rollenspiele, eines für Musik und Theater und sogar eines für „Abenteuer“.

Eine Gruppierung der Kinder findet nur hinsichtlich ihres Alters statt – so sind sowohl im EG als auch im 1.OG jeweils rund 15 Krabbelkinder in einem abgegrenzten „Krabblernest“ untergebracht, während die restliche Fläche vorwiegend von den restlichen 45 „Großen“ genutzt wird. „Auf diese Weise können alle Kinder individuell, ihrem Alter und Entwicklungsstand entsprechend gefördert werden und frei und unbeobachtet spielen“, erklärt Waltraud Weegmann.

Aufgeteilt in mehr oder weniger getrennte Bereiche für die kleinen und die großen Kinder bieten auch die Außenanlagen alles, was das Kinderherz begehrt: Kinderschaukel, Klettergerüst, Sandkasten und viel Rasenfläche zum Toben. „Unser Konzept sieht es vor, dass Innen- und Außenflächen fließend ineinander übergehen. Darum ist der Garten von jedem Raum im Erdgeschoss aus zugänglich und auch in den oberen Etagen gibt es über die umlaufenden Balkone, die eingerückten großen Terrassen und die Treppe zum Garten hin ausreichend geschützte Außenbereiche“, so die Geschäftsführerin.

Modulares Bauen bedeutet: Große Gestaltungsfreiheit auf effizientem Raster

Die Grundrissorganisation des 30 x 27 Meter umfassenden Gebäudes ist in EG und 1. OG weitestgehend identisch. Alle Funktionsräume werden über große Fensterflächen zu den umlaufenden Balkonen hin hell und freundlich mit viel Tageslicht versorgt. Diese mit hohen, aber Durchsicht gewährenden Brüstungen sicher gestalteten Laubengänge dienen sowohl als Fluchtweg im Brandfall, werden von den Kindern aber oft und gerne auch als außenliegende Spielzonen genutzt.

Im Innern der Grundfläche sind Sanitärkerne platziert. Sie schotten die Räume zu den sogenannten „Marktplätzen“ hin ab, die es auf jeder Etage gibt. Sie dienen – der Name beschreibt es treffend – den Kindern und Erziehern als Treffpunkt und gemeinsame Spiel- und Aktionsfläche. Im Erdgeschoss ist die Marktplatzfläche zugleich auch Kinderrestaurant. Hier kann gemeinsam gegessen werden, was tagtäglich in der angrenzenden Küche von einem Koch vor Ort frisch gekocht wird.

Dank eines clever aufgebauten Modul-Rasters für die insgesamt 34 präzise im ALHO Werk vorgefertigten Module konnten die großen zwischen 70 und 90 Quadratmeter großen Marktplatz-Flächen weitestgehend stützenfrei gestaltet werden und bieten damit den Nutzern größtmögliche Flexibilität.

Frühe Entscheidung pro Modulbau

Um die individuell an die Nutzerbedürfnisse konzipierten Grundrisse möglichst effizient in Modulbauweise umsetzen zu können, ist es sinnvoll, die Entscheidung für die serielle Bauweise möglichst früh zu treffen – und zwar unabhängig davon, ob ein externer Architekt die Entwurfsplanung übernimmt oder ob sich – wie hier in Fellbach – ALHO dieser Aufgabe widmet.

Auf Grundlage eines Vorentwurfs durch Konzept-e erarbeitete ALHO die detaillierte Gebäudeplanung und übernahm als Generalunternehmer beginnend bei der Fundamentierung die schlüsselfertige Realisierung des Bauwerks. „Wir haben ALHO als für uns passenden Projektpartner kennengelernt“, bestätigt Waltraud Weegmann. „Der Kontakt und die Kommunikation waren sehr gut. Schon in einem frühen Planungsstadium haben wir in Besprechungen mit unserem Bauherrnvertreter Wünsche und Anforderungen präzise formuliert und sind sehr zufrieden mit deren Umsetzung.“

Sehr wichtig ist Konzept-e beispielsweise auch die Sicherheit der Kinder im Gebäude. „Generell setzen wir bei all unseren Häusern einen besonders hohen Standard an, der weit über dem liegt, was der Gesetzgeber fordert – sei es in Bezug auf Brand- und Schallschutz aber auch auf die besonders sichere Ausbildung von Brüstungen oder von Treppen,“ erläutert Waltraud Weegmann. Ein Beispiel: „Unsere Kinder sollen sich im gesamten Haus sicher und selbstbestimmt bewegen dürfen. Treppenläufe konzipieren wir darum immer nur mit maximal sieben Stufen – sollten sie einmal stolpern, fallen sie nicht allzu weit.“

Natürliche Materialien bestimmen die Gestaltung

Konzept-e bevorzugt bei der Wahl der Arbeitsmaterialien für die Kinder Alltagsgegenstände, echte Werkzeuge sowie Spielzeug aus Naturmaterialien – außen wie innen. Eine Haltung, die auch die Wahl der Baumaterialien beeinflusst hat. So wurde bei den Fenstern zugunsten hochwertiger Holz-Aluminium-Rahmen anstelle von Kunststoff entschieden, und auch die Innentüren sind – visuell und haptisch ansprechend – als Holztüren ausgeführt. Die Bodenbeläge bestehen in allen Aufenthaltsräumen aus dem langlebigen, umweltfreundlichen und per se bereits antibakteriell wirkenden Naturmaterial Linoleum.

Was die Fassadengestaltung angeht, orientierte sich ALHO auf Wunsch des Bauherrn an der Optik anderer, bereits fertiggestellter Bildungshäuser von Konzept-e, um einen gewissen Wiedererkennungswert beim Neubau in Fellbach zu erreichen. So wurde das Flachdachgebäude weiß verputzt und die Balkone mit Holzbrüstungen aus feinen, grau lackierten Latten versehen. Diese zweite, vorgelagerte horizontale Schicht sorgt für ein lebhaftes Spiel aus Licht und Schatten auf den Fassadenflächen.

Ein zusätzliches außenliegendes Treppenhaus aus Stahl ist sowohl Fluchtweg als auch Weg in den Garten. Die Photovoltaik-Anlage sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe auf dem Dach runden das Nachhaltigkeitskonzept auch in technischer Hinsicht ab.

Neben dem Wohlfühlfaktor für Kinder und Erzieher spielten vor allem Energieeffizienz und Ökologie eine große Rolle.

Um die individuell an die Nutzerbedürfnisse konzipierten Grundrisse möglichst effizient in Modulbauweise umsetzen zu können, ist es sinnvoll, die Entscheidung für die serielle Bauweise möglichst früh zu treffen.

Weitere Informationen

ALHO Unternehmensgruppe
Juliane Brendebach, Marketingleitung
Postfach 1151
51589 Morsbach
Tel. 02294 696-177
E-Mail marketing@alho.com
www.alho.com

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