Öffentliche Förderung und städtebauliche Qualität? Das geht!

Hochwertige Sozialwohnungen

Ein Beispiel für sozialen Wohnungsbau in hoher Qualität ist in Hamburgs beliebtem Stadtteil Neustadt entstanden. An der Neumayerstraße, umgeben von Michel, Reeperbahn, Binnenalster und Landungsbrücken, wurde nach einem Entwurf von Wandel Lorch Architekten ein markantes Mehrfamilienhaus durch die Harmonia Immobilien GmbH entwickelt. Der rote Backstein, der nicht nur der hanseatischen Baukultur folgt, sondern über den das Gebäude auch mit der Umgebung kongruiert, wurde von der Klinkermanufaktur Deppe Backstein-Keramik (www.deppe-backstein.de) entwickelt und produziert. 

Herausforderung Nachverdichtung

Das viergeschossige Haus mit Tiefgarage und Staffelgeschoss ist in einem gewachsenen Gebiet entstanden. Mit Hilfe einer ausgefeilten Baustellenlogistik, einem hohen Vorfertigungsgrad und just-in-time An- und Ablieferungen erfolgte die Realisierung trotz beengter Platzverhältnisse ohne Komplikationen. Auf 3.453 m2 oberirdischer Bruttogrundfläche sind 39 Wohnungen entstanden, von denen 13 Wohnungen gefördert werden. Die Ausgestaltung erfolgte in gehobenem Standard. So bestechen die Wohnungen durch Eichenparkett, weiß lackierte Kassettentüren und begehbare Duschen.

Charakteristische Fassadendetails

Das Gebäude passt sich in den vorhandenen städtebaulichen Kontext von gründerzeitlicher Bebauung als eigenständige Prägung ein. Gleichzeitig präsentiert es sich vielseitig: zum einen wirkt die hanseatische Zurückhaltung, zum anderen eine moderne Erscheinung. Dabei wird das Haus von einem rotbraunen Klinkerkleid mit heller Fuge umhüllt.

Zum Einsatz kam ein Strangpressklinker von Deppe Backstein. Der besondere Charakterzug von Klinkern aus dem Strangpressverfahren stellt ihre Formschärfe dar. Diese sorgt für eine klare Linienführung im Verblendmauerwerk. Durch die Lagerung bei der Trocknung und den Band-Transport erhalten die Ziegel auf der Rückseite charakteristische Spuren. Diese werden bei der Neumayerstraße deutlich sichtbar, da sie als Wechselsortierung eingesetzt wurden und somit Anteile an Vor- und Rückseiten der Klinker zu sehen sind.

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