Für den Notfall gibt es im Rainer-Bernhard-Haus ein Rufsystem

Besser auf Nummer sicher

Mit dem Rainer-Bernhard-Haus in Freiburg hat der Ring der Körperbehinderten ein Wohnprojekt mit Vorbildfunktion realisiert: Ein Haus, in dem Menschen behindertengerecht aber selbstbestimmt wohnen können und genau die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Unterschiedliche Wohnformen stehen zur Wahl: In 39 rollstuhlgerechten Mietwohnungen leben die Bewohner selbstständig, rund um die Uhr können sie hausintern Unterstützung erhalten. Zudem sind in zwei stationären Wohngruppen 18 junge Menschen mit erhöhtem Assistenzbedarf zuhause und es gibt eine Wohngemeinschaft zum Trainingswohnen. Überall im Haus und jederzeit kann Hilfe und Unterstützung über das Gira Rufsystem 834 Plus angefragt werden.

Das Rainer-Bernhard-Haus liegt im Stadtteil Rieselfeld, der überwiegend barrierefrei gestaltet wurde – mit breiten und überfahrbaren Gehwegen sowie abgeflachten Randsteinen. Niederflur-Straßenbahnen fahren direkt ins Stadtzentrum. So können die Bewohner weitestgehend barrierefrei am gesellschaftlichen Leben teilhaben – einkaufen, die Natur genießen, im Café sitzen, kulturelle und sportliche Angebote wahrnehmen. Darüber hinaus erhalten sie Zugang zu Arbeit und Gesundheitseinrichtungen.

Vielfalt unter einem Dach

Im Haus wohnen Menschen aller Altersgruppen und mit individuellem Assistenzbedarf. Hier erfahren sie professionelle Pflege, Unterstützung oder Förderung, wie sie sonst meist nur in Pflegeheimen zu finden ist. Im stationären Wohnbereich sind immer Pflegepersonal und ein Mediziner vor Ort. Für die betreuten Wohnungen gibt es eine 24-Stunden Rufbereitschaft mit ergänzender Hilfe zur Teilhabe – etwa Unterstützung beim Schuhe anziehen, beim Zubettgehen oder im Falle eines Sturzes.

In den rollstuhlgerechten Ein- bis Zweizimmerwohnungen ist dazu ein Gira Rufsystem 834 Plus installiert, mit dem Unterstützung angefordert werden kann. Über die roten Ruftaster an der Wohnungstür, Zugtaster am Bett und im Bad oder über Amulette, die als Armband bzw. Kette getragen werden, lässt sich jederzeit ein Hilferuf absetzen. Dieser wird auf mobile Telefone in der Station übertragen.

Wenn sie klingeln, erscheint die Zimmernummer im Display. Zugleich wird der Ruf auf dem zentralen Touchdisplay, dem Gira Control 9 Client, angezeigt. Über ihn lässt sich nachvollziehen, wann in welchem Zimmer ein Ruf ausgelöst wurde, ob bereits Hilfe vor Ort ist, und es kann mit dem Bewohner gesprochen werden. Das Wissen, dass bei Bedarf Hilfe zur Stelle ist, gibt Sicherheit im Alltag, der sonst so weit wie möglich allein gemeistert wird. Zusätzlich ist in den Wohnungen ein Türkommunikations-System installiert, mit dem die Bewohner mit den Besuchern unten an der Haustür sprechen und die Tür öffnen können.

Stationäre Wohngemeinschaften für junge Menschen

Menschen, die aufgrund ihrer schweren Körperbehinderung eine ständige Unterstützung benötigen, können in zwei Wohngruppen mit jeweils neun Einzelzimmern unterkommen. „Dieses Angebot ist insbesondere für jüngere Leute eine dringend benötigte Alternative zu Alterspflegeheimen“, berichtet Einrichtungsleiter Joachim Zieske. Die Räume bieten viel Privatsphäre und Individualität bei bedarfsbezogener Unterstützung. In einer Trainings-Wohngemeinschaft werden junge Bewohner zwei Jahre lang auf ein eigenständiges Wohnen und Leben vorbereitet. Auch hier sind alle Zimmer und Gemeinschaftsräume mit dem Gira Rufsystem 834 ausgestattet.

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