Mieterstrom für Mehrfamilienhäuser
Mieterstrom macht Immobilieneigentümer jetzt zu Stromlieferanten. Mieter profitieren von günstigen Stromkosten.
Mieterstrom schafft für Immobilieneigentümer eine neue Einnahmequelle, Mieter profitieren von Ökostrom zu günstigeren Preisen.
Foto: Adobe Stock / Westend 61 / Bartek Szewczyk
Der Gebäudesektor wird häufig als „Schlafender Riese der Energiewende“ bezeichnet. Besonders bei Mehrfamilienhäusern ist das Potenzial groß, CO2 einzusparen. Ein entscheidender Hebel ist die Stromversorgung. Millionen Mieter können bislang nicht auf vor Ort erzeugten und günstigen Ökostrom zugreifen, obwohl laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bis zu 20,4 Millionen Wohnungen in rund drei Millionen Mehrfamilienhäusern mit Mieterstrom versorgt werden könnten. Für die Immobilienwirtschaft eröffnet sich ein neues Geschäftsfeld.
Grundprinzip von Mieterstrom
Mieterstrom ist ein Vermarktungsmodell für vor Ort erzeugten Strom. Typischerweise kommt er aus einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses. Der entscheidende Unterschied zur klassischen Versorgung: Der Solarstrom fließt nicht durchs öffentliche Netz, sondern wird direkt im Gebäude verbraucht.
Mieterstrom im Vollversorger-Modell: Der Vermieter betreibt die PV-Anlage, beliefert die Mieter direkt mit Solarstrom und erhält dafür den Mieterstromzuschlag. Reststrom wird aus dem öffentlichen Netz zugekauft, Überschüsse eingespeist.
Im Vollversorger-Modell betreibt der Gebäudeeigentümer selbst die Solaranlage. Er erzeugt Strom, verkauft ihn an die Bewohner und erhält dafür zusätzlich den staatlichen Mieterstromzuschlag. Reicht die Sonneneinstrahlung nicht aus, kauft der Eigentümer den benötigten Strom aus dem öffentlichen Netz zu und stellt ihn den Mietern bereit. Ein intelligentes Mess- und Abrechnungskonzept sorgt dafür, dass der Verbrauch jeder Einheit individuell erfasst wird. Überschüssiger Solarstrom fließt ins Netz und wird vergütet.
Außer diesem Modell gibt es weitere Mieterstrom-Modelle wie das Lieferketten- oder das Dachpachtmodell sowie die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung. Je nach Modell variieren Aufwand, Risiko und Ertrag.
Vorteile von Mieterstrom
In immer mehr Bundesländern gilt inzwischen eine Solarpflicht für Neubauten oder bei umfangreichen Dachsanierungen. Mieterstrom verwandelt diese in eine wirtschaftliche Chance. Bereits ab drei Einheiten kann Mieterstrom wirtschaftlich attraktiv sein. So entsteht eine zusätzliche Einnahmequelle, die sich im Wesentlichen aus drei Komponenten zusammensetzt: dem staatlichen Mieterstromzuschlag, der 20 Jahre lang vom Netzbetreiber ausgezahlt wird, dem Erlös aus dem Stromverkauf an die Mieter und der Einspeisevergütung für Stromüberschüsse. Mieterstrom steigert so die Rendite sowie den Wert einer Immobilie und verbessert ihre Energiebilanz. Weil Mieter von günstigerem Strom profitieren, steigt zudem die Chance auf längerfristige Mietverhältnisse.
Das Komplettpaket B.One Mieterstrom
B.One Mieterstrom unterstützt Eigentümer dabei, ihr Mieterstrom-Projekt effizient, wirtschaftlich und rechtssicher umzusetzen. Das Angebot reicht von der Dachflächenberechnung über Wirtschaftlichkeitsprognosen und Technikauswahl bis hin zu rechtssicheren Unterlagen. Nach der Installation werden alle Daten auf einer digitalen Plattform verwaltet, inklusive Abrechnung, Monitoring und Reporting.
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