Positive Marktentwicklung und Neuwahl des Präsidiums

Ziegelindustrie blickt optimistisch in die Zukunft

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bundesverbandes der Deutschen Ziegelindustrie (BVZI) konnte ein überwiegend positives Fazit gezogen werden. Stefan Jungk ist als Verbandspräsident bestätigt worden.

Neues BVZI-Präsidium plus Hauptgeschäftsführer: (v.l.n.r.) Hans Helmut Jacobi, Johannes Edmüller, Stefan Jungk und Dr. Matthias Frederichs.
Foto: ZI / Anett Fischer

Neues BVZI-Präsidium plus Hauptgeschäftsführer: (v.l.n.r.) Hans Helmut Jacobi, Johannes Edmüller, Stefan Jungk und Dr. Matthias Frederichs.
Foto: ZI / Anett Fischer
„Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum ist zur sozialen Frage unserer Zeit geworden. Hier gilt es auf allen politischen Ebenen entschieden gegenzusteuern“, fordert Präsident Stefan Jungk. Ob das seit Monaten ausstehende Gebäudeenergiegesetz, der Mangel an bezahlbarem Bauland oder der Fachkräftemangel – die Liste der politisch zu lösenden Herausforderungen ist lang und muss endlich energisch angegangen werden.

Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Frederichs freute sich über die positive Entwicklung in allen Produktsparten. „Ob Wand, Dach, Fassade oder Fläche – unsere Produkte sind am Bau gefragt. Vor allem der zuletzt schwierige Dachziegelmarkt verzeichnet einen deutlichen Zuwachs bei Produktion und Ertrag. Im Jahresvergleich konnte der Umsatz spartenübergreifend um 2,3 Prozent gesteigert werden. Angesichts der zahlreichen Bauaufgaben ist von einem positiven Geschäftsjahr 2019 auszugehen.

Die Verbandsarbeit war im vergangenen Jahr stark geprägt von diversen Produktions- und Nachfragethemen. Insbesondere die Auseinandersetzung mit den Herausforderungen der Energiewende stand auf der Agenda und konnte mit dem diesjährigen Gast der Jahrestagung, dem Unterabteilungsleiter Klimaschutz im Bundesumweltministerium, Berthold Goeke, intensiv diskutiert werden. „Besonders unsere Studie zu den Potenzialen der Dachsanierung hat für politisches Aufsehen gesorgt“, so Frederichs. Mehr als zehn Millionen sanierungsbedürftige Dächer bieten ein enormes energetisches, wirtschafts- und beschäftigungspolitisches Potenzial, das es zu heben gilt.

Eine klare Absage erteilt die Ziegelindustrie den Plänen einer baden-württembergischen Holzbauoffensive. „Die Landesregierung hat faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer zu schaffen, eine einseitige Förderung lehnen wir entschieden ab“, so Jungk.

In ihren Ämtern bestätigt wurden Präsident Stefan Jungk und Vizepräsident Hans Helmut Jacobi. Auf Anton Hörl folgt Johannes Edmüller als weiterer Vizepräsident.

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