Wohnungswirtschaft legt Strategie zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylsuchenden vor

Angesichts des wachsenden Zustroms von Flüchtlingen und Schutzsuchenden nach Deutschland formuliert die Wohnungswirtschaft eine Sechs-Punkte-Strategie für deren Unterbringung. Alexander Rychter, Verbandsdirektor der Wohnungswirtschaft im Westen (www.vdw-rw.de), sagt: „Auf Grundlage ihrer sozialen und gesamtgesellschaftlichen Verantwortung engagiert sich die Wohnungswirtschaft bereits mit großem Nachdruck für eine menschenwürdige und integrationsfördernde Unterbringung vieler Flüchtlinge.“

Rychter verweist auf eine aktuelle Umfrage des wohnungswirtschaftlichen Bundesverbandes GdW. Sie zeigt: Rund zwei Drittel der befragten Wohnungsunternehmen setzen bereits Wohnungen für die Unterbringung von Flüchtlingen ein. Ihr Hauptmotiv: Soziale Verantwortung, wie 92,5 % der Wohnungsunternehmen bestätigen. Dabei würden sich die Unternehmen aber noch viel stärker engagieren, wenn die politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen das zulassen würden. Bund, Länder und Kommunen müssen dazu ihr finanzielles Engagement bei der sozialen Betreuung und integrativen Maßnahmen, insbesondere in den Bereichen Gesundheit und Bildung, deutlich verstärken, fordern zwei Drittel der Wohnungsunternehmen. Unter verbesserten Voraussetzungen würde sich immerhin mehr als ein Drittel der GdW-Unternehmen in der Lage sehen, noch mehr Flüchtlinge aufzunehmen.

Rychter betont in diesem Zusammenhang: „Unsere Mitgliedsunternehmen in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz werden umso besser in der Lage sein zu helfen, je eher die Rahmenbedingungen entsprechend gestaltet werden.“ Vordringlich bedarf es nach Auffassung des VdW Rheinland Westfalen guter Konzepte zur schnellen Unterbringung und dauerhaften Betreuung der  Menschen. „Neben Bund und Land, die vor allem zur finanziellen Unterstützung der Kommunen bei der Bewältigung dieser großen Aufgabe gefragt sind, sind es viele Akteure in den Städten und Gemeinden, deren Handeln aufeinander abgestimmt werden und ineinandergreifen muss.“

Die sechs Punkte der neu formulierten Strategie gibt es unter web.gdw.de

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