„Effizienzhaus Plus im Altbau“: Modellvorhaben in Neu-Ulm offiziell eröffnet

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesbauministerium, Florian Pronold, weihte jetzt die bundesweit ersten Mehrfamilienhäuser ein, die nach ihrer Sanierung mehr Energie erzeugen, als sie benötigen.Gefördert mit Forschungsmitteln des Bundesbauministeriums modernisierte die Wohnungsgesellschaft der Stadt Neu-Ulm GmbH (NUWOG) zwei Zeilenbauten aus den 1930er Jahren im Effizienzhaus Plus Standard. Pronold betonte bei der Einweihungsfeier deren Signalwirkung auf dem Weg zu einem klimaneutralen Gebäudebestand 2050: „Die Effizienzhäuser Plus im Altbau in Neu-Ulm setzen baukulturell wertvolle Maßstäbe für einen zukunftsfähigen Gebäudebestand 2050.“

Andreas Heipp, Geschäftsführer der NUWOG, hob die Bereitschaft aller Beteiligten hervor, neue und auch riskante Wege einzuschlagen. Für den Neu Ulmer-Oberbürgermeister Gerold Noerenberg stehen die beiden Effizienzhäuser Plus im Altbau im Zeichen der jungen aufstrebenden Stadt. Projekte dieser Art stärkten die dynamische Entwicklung und setzten ein Zeichen von bundesweiter Strahlkraft. Prof. Werner Sobek nutzte die Vorstellung des Projekts Pfuhler-Str. 4/6 und sprach über Chancen und Perspektiven der „Elektrischen Stadt“. Ruben Lang von o5 Architekten stellte das Modellvorhaben Pfuhler-Str. 12/14 vor: Neben der energetischen Ertüchtigung stand vor allem die Schaffung eines Wohnkomforts entsprechend der heutigen Ansprüche im Fokus der Planungen.

Von den neu gestalteten, nutzungsneutralen und lichtdurchfluteten Innenräumen konnten sich Interessierte bei dem anschließenden öffentlichen Rundgang überzeugen. Mit der Einweihung fiel der Startschuss für eine zweijährige Monitoringphase, in der beide Gebäudekonzepte in Bezug auf wirtschaftliche, ökologische und soziokulturelle Aspekte verglichen werden. Wie Prof. Christoph van Treeck (RWTH Aachen University) erläuterte, werden im Rahmen des energetischen Monitorings die Energieerträge und -verbräuche erfasst und mit den vorherberechneten Werten verglichen.

Die Modellgebäude sollen als Beispiel für die Wohnungswirtschaft aber auch für private Haushalte dienen und die Entwicklung von Bestandsgebäuden mit einem Plus an Energie fördern. Die Effizienzhäuser Plus im Altbau sind Teil des Netzwerkes Effizienzhaus Plus, das vom Bundesbauministerium gefördert und im Auftrag des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung wissenschaftlich begleitet wird. Aktuell umfasst das Netzwerk bundesweit über 36 Wohnungsbau Modellvorhaben im Effizienzhaus Plus Standard vom Ein- bis zum Mehrfamilienhaus im Neu- und Altbau. Weitere Informationen unter www.forschungsinitiative.de

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