Aktuelle Umzugsstudie 2018 - Deutsche scheuen die Veränderung

Das große Abenteuer bleibt aus: Mehr als die Hälfte der Deutschen bleiben ihrer Stadt treu. Zwischen altem und neuem Wohnsitz liegen deutschlandweit bei knapp 60% der Umzüge weniger als 10 km. Nur der Norden scheint mit einer durchschnittlichen Umzugsdistanz von 92 km offen für einen Tapetenwechsel zu sein.

Dicht besiedelte Stadt oder doch lieber Platz auf dem Land? Ein Vergleich der Haushaltsgrößen gibt Aufschluss: Bei Familien liegen ländliche Regionen bundesweit im Trend. Alleinstehende dagegen sind flexibler. Der Singlehaushalt zieht sowohl in größere Städte als auch in weniger bewohnte Umgebungen.

Für die Studie zum Umzugsverhalten der Deutschen hat das Startup Hausfrage (www.hausfrage.de) über 35.000 interne Datensätze ausgewertet und die Ergebnisse aus 2017 und 2018 zusammengetragen. Von Finanzierung über Wohnungsgröße bis hin zur Siedlungsdichte - diese und weitere Erkenntnisse wurden in Zahlen, Text und anschaulichen Infografiken zusammengestellt.

Außerdem hat die Studie ergeben, dass mit einer großen Umzugsdistanz eine lange Planungszeit einhergeht. Durchschnittlich wird 56,3 Tage vor dem Umzugstermin mit der Planung begonnen. Im Bundesland mit den kürzesten Umzugswegen lässt man sich davon nicht beeinflussen: Mit mehr als neun Wochen bereiten sich die Sachsen am intensivsten auf das neue Zuhause vor. Dagegen finden in Großstädten wie Hamburg oder Berlin die spontansten Wohnungswechsel statt - für die Umzugsplanung genügen hier sieben Wochen.

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