Nichtbrennbare Steinwolle schützt und dämmt „Intelligent Quarters“ in der Hamburger HafenCity

Brandsicher

Lage und Gebäude könnten kaum attraktiver sein: Mitten in der Hamburger HafenCity am Ufer der Elbe entsteht das Ensemble „Intelligent Quarters“. Der städtebaulich höchst ansprechende Gebäudekomplex besteht aus einem rund 70 m hohen Büroturm sowie zwei angrenzenden, 24 und 31 m hohen Gebäuden, in denen u..a. 46 Wohnungen zu finden sind. Für den Wärme- und  Brandschutz setzten Planer und Investoren auf eine Dämmung der Fassade aus nichtbrennbarer Steinwolle.

Die Fassaden der drei Gebäude werden als hinterlüftete Konstruktion realisiert und mit Tafeln aus einer im Zweitbrandverfahren glasierten Keramik bekleidet. Mit der Fassadendämmung an den beiden niedrigeren Gebäuden beschäftigten sich Klaus Degen und Waldemar Rogowski mit ihrem Team. Die Geschäftsführer der Degen + Rogowski GmbH erinnern sich: „In Summe wurden etwa 5.200 m2 Fassadenfläche mit einer 200 mm starken Dämmung aus nichtbrennbarer Steinwolle ausgerüstet. Da beide Gebäude aufgrund ihrer Höhe in die Gebäudeklasse 5 fallen, mussten gemäß § 28 der Musterbauordnung zusätzlich in jedem zweiten Geschoss horizontal auf der Fassade und vertikal um die Treppenhauskerne Brandsperren eingebaut werden.“ Für die Ausbildung der Brandsperre setzten die Dämmprofis erstmals auf das neue „Fixrock BWM Brandriegel Kit“ von ROCKWOOL, das ebenfalls aus nichtbrennbarer Steinwolle besteht.

Dämmung und Brandriegel aus
Steinwolle
Bei Verwendung des Systems ist es möglich, Fassadendämmung und Brandsperren homogen aus nichtbrennbarer Steinwolle zu erstellen. Wärmebrücken gehören mit diesem System der Vergangenheit an.  Es besteht aus zwei miteinander verklebten Dämmstoffplatten mit unterschiedlicher Rohdichte und einem darauf abgestimmten Abstandhalter. Diese Komponenten ergänzen sich optimal.

Die Oberseite der Brandsperre bildet eine hochverdichtete, feste Dämmstoffplatte. Die auf der Gebäudewand aufliegende, innere Lage besitzt hingegen eine geringere Rohdichte und kann mögliche Drucklasten der Fassadenbekleidung ausgleichen. Der Abstandhalter des Systems sichert zuverlässig den Luftstrom im Hinterlüftungsraum, der im Bereich des Brandriegels auf 9 mm begrenzt wird.

Patentiertes und geprüftes System

In einem ersten Verarbeitungsschritt brachte das Team von Klaus Degen zunächst die Steinwolleplatten „Fixrock 035 VS“ als Flächendämmung an. Mithilfe einer mitgelieferten Montagehilfe wurde an der Stelle, an der die Brandsperre verlaufen soll, eine Aussparung gesetzt. Diese Aussparung ist geringfügig kleiner als der Brandriegel aus Steinwolle, so dass der Brandriegel später ohne zusätzliche mechanische Befestigung einfach in diese Aussparung geklemmt werden kann.

„Der Brandriegel wurde – abgestimmt auf die Dicke der Flächendämmung und die Breite des Hinterlüftungsspaltes – in der angebotenen Ausführung ,L’, das heißt in einer Stärke von 260 mm geliefert. Genau genommen besteht der Brandriegel dann aus einer 180 mm dicken Lage hochverdichteter Steinwolle und 80 mm Dämmstoff mit geringerer Rohdichte. Für die exakte Montage wurde das Maß von Dämmstoffdicke plus Hinterlüftungsspalt ermittelt und der Brandriegel entsprechend an der innen liegenden ,weicheren’ Seite zugeschnitten.“

Nach dem Zuschnitt wurde die zwischen den Bahnen der Flächendämmung eingelegte Montagehilfe entfernt und der Brandriegel sowie die Abstandhalter in den so geschaffenen Zwischenraum geklemmt. Durch dieses Klemmen und die Reibungskräfte der anstoßenden Fassadendämmplatten wird der Brandriegel zuverlässig fixiert.

Bei der Ausbildung der vertikalen Brandriegel um die Treppenhäuser herum wurde zusätzlich darauf geachtet, dass diese in unterschiedlichen Brandwanddicken nebeneinander angeordnet wurden. Jeder Brandriegel wurde mit einem Dämmstoffhalter gegen Abrutschen gesichert. Das „Fixrock BWM Brandriegel Kit“ für vorgehängte hinterlüftete Fassadenkonstruktionen ist patentiert und wurde vom Hersteller umfassenden Prüfungen unterzogen.

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