Auch kleine Objekte nur mit Aufzug

Bei der Vermarktung seiner Stadtvillen setzt ein Berliner Bauträger auf die Vorteile eines Aufzugs. Von altersgerechtem Wohnen will die Käuferschicht der Generation 50+ jedoch nichts wissen. Der Wohnkomfort steht im Vordergrund.

Das Berliner Westend gehört zu den gefragten Wohnlagen der Hauptstadt. Mit seinen grünen, ruhigen Seitenstraßen und der direkten Nähe zu Wäldern, Parkanlagen und Gewässern erfüllt das Gebiet exakt die Ansprüche der Haese Wohnbauten GmbH. In der Stallupöner Allee, unweit des Grunewalds, ließ die Gesellschaft jüngst eine Stadtvilla im neoklassizistischen Stil errichten – ein typisches Objekt des ortsansässigen Bauträgers.

Wohnkomfort in optimaler Lage

Die Haese Wohnbauten GmbH investiert vor allem im Berliner Südwesten, in Grunewald, Zehlendorf oder Steglitz – Stadtteile im Grünen mit hohem Freizeitwert und guter Verkehrsanbindung. Auf den Parzellen entstehen individuelle Stadtvillen ähnlich des Hauses in der Stallupöner Allee: Freistehende Objekte mit vier bis sechs Eigentumswohnungen zwischen 150 und 200 m2. Eine gehobene Ausstattung mit Tiefgarage und Aufzug lässt es vermuten: Die Käufer sind durchaus wohlhabend. Thomas Kuchenbecker, Geschäftsführer der Haese Wohnbauten GmbH, bezeichnet seine Käuferschicht als „Obere Mittelschicht der Generation 50+, häufig Einheimische, die nach längerer Zeit in anderen Städten Deutschlands oder im Ausland nach Berlin zurückkehren möchten.“

Aufzug steigert Immobilienwert

Haese übernimmt den Vertrieb seiner Objekte selbst und organisiert sonntägliche Besichtigungen. Bei diesen Terminen äußerten Interessenten den Wunsch nach einem Aufzug. Der Bauträger griff die Idee auf. Mit Erfolg: „Seit über 10 Jahren statten wir nun alle Objekte mit einem Aufzug aus“, so Thomas Kuchenbecker. „Im Vergleich zu anderen Anbietern lassen sich unsere Objekte dadurch sehr gut vermarkten. Nicht nur Käufer einer selbstgenutzten Wohnung schätzen den Aufzug. Besonders für Kapitalanleger wird er zu einem wichtigen Kriterium für die langfristige Vermietbarkeit.“

Komfortgedanke im Vordergrund

Ganz oben auf der Wunschliste der Kunden von Thomas Kuchenbecker steht der Wunsch nach mehr Wohnkomfort. Nicht nur älteren Menschen ist der Weg in die oberen Etagen ohne Aufzug zu lang und zu beschwerlich. Auch viele Jüngere wünschen sich ein Stück mehr Komfort. Die Stadtvilla in der Stallupöner Allee ist daher von der Tiefgarage bis ins Staffelgeschoss per Aufzug zugänglich. So wird die Anlage selbst für die Erdgeschoss-Bewohner attraktiv, die Einkäufe bequem vom Auto in die Wohnung bringen können.

An eine altersgerechte Wohnung denken dabei die wenigsten Käufer. Denn obwohl die Stadtvillen mit bodengleichen Duschen, einem schwellenlosen Zugang und dem Aufzug gut auf ältere Bewohner vorbereitet sind, wirbt der Bauträger nicht aktiv mit diesem Plus. „Unsere Käuferschicht möchte wohl den Eindruck vermeiden, dass es sich um einen Altersruhesitz handelt“, so Thomas Kuchenbecker. „Wer mit 50 eine solche Wohnung kauft, ist eher bereit, in 20 Jahren noch einmal umzubauen, anstatt jetzt durch altersgerechte Einbauten wie Haltegriffe im Bad täglich an das Alter erinnert zu werden.“

Wichtig ist laut Kuckenbecker, dass die Voraussetzungen für eine barrierefreie Ausstattung des Hauses gegeben sind. Und dazu zähle vor allem der Aufzug.

Die passende Lösung für kleine Objekte

Die Anlagen, in den Stadtvillen größtenteils Modelle der Serie Schindler 3300, wählt der Berliner Bauträger mit Blick auf platzsparende Technik und Laufruhe aus. Zum Einsatz kommen Modelle für fünf Personen oder 400 kg Traglast. Die Standardanlagen nutzen den vorhandenen Raum optimal aus, da auf einen Maschinenraum verzichtet wird.

Stattdessen ist der Antrieb aufgrund seiner geringen Größe direkt im Schacht angeordnet. Ebenso wenig ist ein separater Steuerschrank erforderlich. Die Steuerung ist im Türrahmen untergebracht. Das spart wertvolle Nutzfläche. Bei den Berliner Stadtvillen kann dank des niedrigen Schachtkopfes zusätzlich auf störende Dachaufbauten verzichtet werden. So wird die Gebäudeoptik nicht beeinträchtigt und die baurechtlich zulässige Gebäudehöhe eingehalten.

Hoher Schallschutz und Energieeffizienz

Großen Wert legt die Haese Wohnbauten auf einen hohen Schallschutz, der bereits im Rohbau durch eine ausreichend massive Konstruktion des Aufzugsschachtes berücksichtigt wird. Ein weiteres Kriterium ist der geräuscharme Betrieb der Anlagen. Der Schindler 3300 wird diesem Anspruch in vielfacher Hinsicht gerecht. Moderne Aufzugsmaschinen arbeiten mit getriebeloser Technologie. Sie laufen effizienter und verursachen weniger Lärm als veraltete Systeme. Hinzu kommen neuartige, kunststoffummantelte Tragmittel, die statt der Stahlseile eingebaut werden. Zusammen mit einer Mikroprozessorsteuerung sorgen sie für eine geräuscharme Fahrt.

Das technische Konzept der Aufzüge ist auf einen energieeffizienten Betrieb ausgelegt. Durch die Antriebstechnologie wird eine direkte Kraftübertragung ohne Energieverluste gewährleistet. Das mit LED betriebene Kabinenlicht sowie Ventilator und Türantrieb schalten sich bei Nichtbenutzung automatisch in den Standby-Modus. Auch das Bedientableau und die Etagenanzeiger sind mit energiesparenden LEDs ausgerüstet.

Gestaltungsmöglichkeiten für jedes Architekturkonzept

Aufzüge sind bezüglich ihrer Bedeutung für ein Gebäude nicht allein auf funktionale Aspekte wie den zuverlässigen und sicheren Personentransport reduziert. Sie sind ebenso Prestigeobjekt und werten das Gebäude auf. Entscheidend ist, dass sich der Aufzug harmonisch in das jeweilige Architekturkonzept einfügt. In der Stallupöner Allee entschied sich der Bauträger für eine zurückhaltende Kabinengestaltung in gebürstetem Aluminium mit einem Boden aus schwarzem Kunststein. Ein seitlich angebrachter Spiegel gibt der kleinen Kabine zusätzliche Weite. Das Kabinentableau aus weiß hinterdrucktem Glas mit berührungssensitiven Ziffern verleiht dem Aufzug ein zeitgemäßes, modernes Aussehen.

Bei der Auswahl der Materialien können Planer auf vielseitige Gestaltungsoptionen der Standardmodelle zurückgreifen. Vier Designlinien stehen beim Schindler 3300 zur Verfügung, um die Kabinen harmonisch an die Gebäudeoptik anzupassen. Zu jeder Designlinie gehören bis zu acht verschiedene Farben oder Dekore. Insgesamt sind zwanzig verschiedene Kabinenausführungen möglich. Hinzu kommen verschiedene Spiegel-, Handlauf- und Tableauvarianten.

Marktpotenzial bei altersgerechten ­Wohnungen

Das Beispiel der Berliner Stadtvillen zeigt: Bei bestimmten Mieter- und Käuferschichten zählt heutzutage ein hochwertiger Aufzug schlichtweg zum Standard. Er zeugt von Modernität und Komfort und steigert somit die Attraktivität der gesamten Immobilie. Für Wohnungsbauunternehmen lohnt es sich weiterzudenken. Denn Deutschlands Bevölkerung wird immer älter und benötigt zunehmend Wohngebäude, die auch in den Obergeschossen altersgerecht zugänglich sind. Mit einem Aufzug wird die Vermietbarkeit der Obergeschosse deutlich verbessert und ältere Mieter können länger selbstständig in ihren Wohnungen bleiben.

Nicht nur älteren Menschen ist der Weg in die oberen Etagen ohne Aufzug zu lang und zu beschwerlich.

Moderne Aufzugsmaschinen arbeiten mit ­getriebeloser Technologie. Sie laufen effizienter und verursachen weniger Lärm als veraltete Systeme.

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