Vom Kostenfaktor zum strategischen Partner: Facility Services in der Wohnungswirtschaft

Wohnungsunternehmen vergeben Facility Services immer häufiger im Paket. Bestandshalter aus der Privatwirtschaft, Betreiber von Family Offices und Unternehmenswohnungen sowie Wohneigentümergesellschaften bündeln zunehmend die Vergabe von Immobiliendienstleistungen. Das ist eine Abkehr von der bisher üblichen Praxis der Einzelgewerkvergabe an lokale Dienstleister. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Multidienstleistern steigt mit der Größe des Wohnungsbestandes. Das sind zentrale Ergebnisse einer exklusiven Befragung führender Facility-Service-Anbieter in der Wohnungswirtschaft, die das auf Immobiliendienstleistungen spezialisierte Research- und Consulting-Unternehmen Lünendonk & Hossenfelder in einem Themendossier zusammengefasst hat.

Das Lünendonk-Themendossier 2024 „Facility Services für die Wohnungswirtschaft“ bietet einen umfassenden Überblick über die Struktur und Größe des Marktes für Facility Services in der Wohnungswirtschaft. Es liefert vertiefende Einblicke in aktuelle Themen und Trends sowie deren Einfluss auf die Vergabestrategie von Wohnungsunternehmen. Eine Anbieterübersicht sowie Anwendungsbeispiele zur praktischen Umsetzung von Facility Services in der Wohnungswirtschaft komplettieren das Themendossier.

Wachstumsmarkt Facility Services für die Wohnungswirtschaft

Die gebündelte Vergabe von Facility Services war bisher in der Wohnungswirtschaft noch wenig verbreitet. Aktuell nutzen vor allem Bestandshalter mit großen Wohnungsportfolios ein professionelles Facility Management. Aufgrund steigender Anforderungen an den Immobilienbetrieb, dem hohen Kostendruck der Mieter und der herausfordernden Personalsituation professionalisieren zunehmend auch mittelgroße Wohnungsunternehmen ihre Prozesse.

Thomas Ball, Partner bei Lünendonk & Hossenfelder, kommentiert: „Insbesondere mittlere und größere Wohnungshalter leiden unter Personalmangel und sind darauf angewiesen, Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Ein wesentlicher Hebel ist die Reduzierung von lokalen Servicepartnern sowie die Professionalisierung der Leistungserbringung. Hier spielen überregional tätige Multidienstleister ihre Stärken aus.“

Anforderungen an Wohnungsunternehmen steigen

Vor allem Qualitätsanforderungen und Kosteneinsparungspotenziale beeinflussen die Vergabeentscheidung. Privatwirtschaftliche Gesellschaften fokussieren sich besonders häufig auf die Senkung von Kosten, während Gesellschaften mit Eigentumsbeteiligung unter den Bewohnern häufig Qualitätsverbesserungen zum Ziel haben. Auch die Digitalisierung und Dekarbonisierung des Bestands rückt stärker in den Fokus von Wohnungsunternehmen. Das notwendige Fachwissen und die Personalstärke wird dafür eher bei Multidienstleistern gesehen. Die zukünftigen Anforderungen an den Immobilienbetrieb und die Regularien werden ebenfalls eine entscheidende Rolle für die Marktdynamik spielen.

Bezug

Das Lünendonk-Themendossier 2024 „Facility Services für die Wohnungswirtschaft“ ist in Zusammenarbeit mit Apleona, B&O Service, Treureal und Vonovia entstanden. Es basiert unter anderem auf den Angaben von elf Facility-Services-Anbietern in der Wohnungswirtschaft und steht ab sofort unter  www.luenendonk.de kostenfrei zum Download bereit.