Impulse für die Wohnbau-Kultur: Osnabrück lobt erstmals Wohnbaupreis aus

Das Logo des ersten Wohnbaupreises Osnabrück soll die Vielfalt im Wohnungsbau widerspiegeln.
Quelle: Kuhl|Frenzel

Das Logo des ersten Wohnbaupreises Osnabrück soll die Vielfalt im Wohnungsbau widerspiegeln.
Quelle: Kuhl|Frenzel
In den vergangenen Jahren hat nicht nur der Bedarf an Wohnbauten zugenommen, ebenso haben sich die Ansprüche u.a. an die bauliche Qualität, das Wohnumfeld und das Maß der Verdichtung geändert. Das spiegelt sich auch im Wohnungsbau in Osnabrück wider. Um vorbildliche bauliche und gestalterische Qualitäten sowie nachhaltige Lösungen der jüngeren Vergangenheit zu präsentieren, lobt die Stadt Osnabrück erstmals den Wohnbaupreis Osnabrück aus. 

Ziel des Wettbewerbs ist es, durch die Präsentation vorbildlicher Wohnbauten in der Stadt Osnabrück qualitative Maßstäbe zu setzen und damit das zukünftige Bauen durch positive Impulse zu stärken. Bei den einzureichenden Projekten kann es sich um unterschiedliche Gebäude handeln: vom privaten Eigenheim, dem modernen Siedlungsbau, dem attraktiven Geschosswohnungsbau, genossenschaftlichen Wohnprojekten bis hin zu Gebäuden, die generationenübergreifende, nutzungsgemischte, inklusive, studentische und seniorengerechte Wohnformen ermöglichen. 

Hermann Kuhl von der Agentur Kuhl|Frenzel (links), Stadtplanerin Helma Pötter und Stadtbaurat Frank Otte stellen den Osnabrücker Wohnbaupreis vor.
Foto: Swantje Hehmann

Hermann Kuhl von der Agentur Kuhl|Frenzel (links), Stadtplanerin Helma Pötter und Stadtbaurat Frank Otte stellen den Osnabrücker Wohnbaupreis vor.
Foto: Swantje Hehmann
Osnabrücks Stadtbaurat Frank Otte freut sich auf den Wettbewerb: „Wir möchten mit dem Wohnbaupreis die Aufgeschlossenheit von Architekten und Planern für integrative und nachhaltige Lösungen würdigen. Durch die Auszeichnung vorbildlich realisierter Projekte sollen Impulse für zukünftige Bauten geschaffen werden. Hierdurch können eine architektonische Qualität und bauliche Vielfalt gesichert und zukünftig gefördert werden.“, so Frank Otte. 

Der Wohnbaupreis ist ein Ehrenpreis, bestehend aus einer Urkunde und einer Plakette. Die Auswahlkommission setzt sich unter anderem zusammen aus bundesweit renommierten Architekten wie Stefan Forster aus Frankfurt sowie Prof. Hilde Léon und Carsten Lorenzen aus Berlin.  Schirmherr des Preises ist der Niedersächsische Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz Olaf Lies. Die Preisverleihung wird im März 2022 erfolgen. In einer Wanderausstellung und durch eine Dokumentation werden die eingereichten Projekte der Öffentlichkeit präsentiert. 

Eingereichte Wohnbauten müssen aus dem Stadtgebiet Osnabrück stammen. Die Projekte müssen nach dem 1. Januar 2016 und spätestens bis zum Zeitpunkt der Einreichungsfrist am 1. Dezember 2021, fertiggestellt worden sein. Teilnahmeberechtigt sind private und öffentliche Entwurfsverfasser und Bauherren. Gesponsert wird der Wettbewerb von der Sparkasse Osnabrück, Solarlux, ABC Klinker und Nilsson Baufachzentrum. 

Weitere Informationen gibt es unter www.osnabrueck.de/wohnbaupreis. Betreut wird das Verfahren von der Agentur Kuhl|Frenzel, die per E-Mail für Rückfragen zur Verfügung steht.

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