BMUB-Symposium: „Brandschutz in Wohngebäuden – Baukosten sparen, Sicherheit bewahren“

Baustaatssekretär Gunther Adler eröffnete kürzlich in Berlin mit einem Grußwort das Brandschutzsymposium des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB). Im Fokus der Veranstaltung stand die Forderung, vorhandene Sicherheitsstandards zu erhalten und gleichzeitig Kosteneinsparpotenziale zu erschließen.Kosteneinsparungen können grundsätzlich den Wohnungsbau ankurbeln und die Mieten begrenzen.

Fachkundige Referenten aus den Bereichen Bauaufsicht / Stadtplanung, Feuerwehr, Wissenschaft, Versicherungswirtschaft und Brandschutzplanungs- sowie Prüfingenieurswesen stellten ihre Überlegungen zu Kosteneinsparungen im Wohnungsbau vor. In vielen komplexen Planungs-, Abstimmungs- und Bauprozessen gibt es Optimierungsmöglichkeiten, die kostenreduzierend wirken. Es wurde gefordert, am Grundprinzip des Nachweises von zwei Rettungswegen festzuhalten.

Weitere Einsparpotentiale wurden im Planungs-, Abstimmungs- und Bauprozess sowie im technischen Brandschutz gesehen. Reduzierte bauaufsichtliche Anforderungen wurden z.B. in Berlin und Hamburg bereits eingeführt mit der Maßgabe, technische und bauliche Lösungen im Einzelfall zu genehmigen.

Das Symposium hat vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Brandschutz in Wohngebäuden sichergestellt und gleichzeitig Baukosten eingespart werden können. Die Stakeholder sind aufgerufen, die Erkenntnisse in der Praxis umzusetzen.

Autor: Dietmar Menzer, Referatsleiter B I 2 „EU-Binnenmarkt und Ressourceneffizienz im Bauwesen, Bauproduktenrecht“ im BMUB (KRA)