Studie: Deutsche tappen beim Stromverbrauch im Dunkeln - 67 % wünschen sich mehr Transparenz und Kontrolle

Fitnesstracker geben Auskunft über die Anzahl der Schritte, das Auto zeigt einem in Echtzeit den aktuellen Benzinverbrauch an. Nur beim Strom daheim ist man noch völlig blind: Acht von zehn Deutschen (77 %) wissen nicht, wie viel Strom sie im Monat verbrauchen - fast zwei Drittel  (57 %) sind von der fehlenden Kontrolle über den eigenen Stromverbrauch regelrecht genervt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des digitalen Energieunternehmens Fresh Energy (www.getfresh.energy) ergeben.

Für die meisten Verbraucher führt das zu einer unschönen Überraschung: 61 % der Befragten haben schon mal eine Nachzahlungsaufforderung mit ihrer jährlichen Stromrechnung erhalten. Da ist es nur verständlich, dass sich knapp drei von vier Verbrauchern (72 %) einen besseren Überblick über ihren Stromverbrauch wünschen, am liebsten in Echtzeit.

Mehrheit ist von fehlender Transparenz genervt

Laut der Umfrage gibt fast jeder Zweite (45 %) an, keinen guten Überblick über den eigenen Stromverbrauch zu haben. Dabei nehmen die Bundesbürger ihren Stromverbrauch sehr ernst: 84 % sagen, dass dieser ihnen nicht egal ist und fordern in dieser Hinsicht mehr Verbraucher-Souveränität: So würden zwei Drittel (67 %) begrüßen, wenn ihr Stromanbieter ihnen eine Live-Visualisierung des Stromverbrauchs, z. B. über eine App oder einen Webseiten-Login, ermöglichen würde.

Eine deutliche Mehrheit (81 %) würde dabei sogar gern sehen können, wie viel Strom die einzelnen Haushaltsgeräte jeweils tatsächlich verbrauchen. Mit dieser Option könnten Energiekunden direkt Stromfresser in ihrem Haushalt identifizieren und einem unnötig hohen Stromverbrauch gezielt entgegenwirken.

Vorteile der Digitalisierung nutzen

Die gute Nachricht ist: Dank technologischem Fortschritt ist all das möglich. Die schlechte Nachricht: Bei der Mehrzahl von Stromanbietern sind solche Services (noch) nicht mal angedacht. Doch spar- und umweltbewusste Verbraucher können hier selbst aktiv werden und sich freiwillig einen Smart Meter, d. h., einen intelligenten Stromzähler, einbauen lassen. Dieser ist nämlich die Voraussetzung für eine Live-Übermittlung und visuelle Darstellung von Stromverbrauchsdaten.

Ein deutscher Anbieter, der solche Smart Meter kostenlos einbaut und eine Echtzeit-Visualisierung des Stromverbrauchs in Verbindung mit einem Ökostromtarif von eprimo bietet, ist Fresh Energy. Christian Bogatu, CEO und Mitgründer: „Wir erleben es immer wieder, wie überrascht Stromkunden sind, wenn sie zum ersten Mal sehen, wie viel Strom ihr Kühlschrank am Tag frisst, wie sich der Ökomodus bei der Waschmaschine auf den Verbrauch auswirkt und wie viel Strom bzw. Geld Standby-Geräte verschwenden. Nur, wenn den Verbrauchern ein smartes Tool an die Hand gegeben wird, mit welchem sie ihren Stromverbrauch besser kontrollieren und nachvollziehen können, kann ein Bewusstsein für einen smarten, nachhaltigen Stromkonsum geschaffen werden. Und dies bringt deutschen Haushalten nicht nur eine immense Kostenersparnis, sondern auch einen wertvollen Beitrag für die Umwelt.“

Daniel von Gaertner, COO und Mitgründer von Fresh Energy: „Die Digitalisierung darf nicht am Strommarkt vorbeigehen und Verbraucher haben ein Recht darauf von all den Vorteilen zu profitieren. Die Echtzeit-Visualisierung des Stromverbrauchs ist ein logischer Schritt auf dem Weg zu einem smarten, vernetzten Home, der das Leben der Deutschen auf vielfältige Art und Weise einfacher macht. Ein Beispiel: Laut unserer Studie mussten 23 % der Deutschen schon mal nach Hause fahren, um zu überprüfen, ob alle Geräte aus sind. Mit unserer App können sie das direkt von unterwegs aus machen. Und zwar mit höchster Sicherheit und Datenschutz.“
 

Thematisch passende Artikel:

Strom 2014 günstiger als im Vorjahr – doch viele Haushaltskunden profitieren nicht

Die Erzeugerpreise für Strom haben sich im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent verringert. Das hat das Statistische Bundesamt (Destatis) im Rahmen seiner Veröffentlichung des...

mehr
Ausgabe 11/2021 Solarlösung für Mieter

Unter Strom

Mieterstrom für die Immobilienwirtschaft: Das ist das Ziel von Minol und dem Energiespezialisten EINHUNDERT. Dazu hat sich die Minol-ZENNER-Gruppe an dem Kölner Unternehmen beteiligt und eine...

mehr
Ausgabe 7-8/2015

Wie sicher sind intelligente Stromzähler?

Trotz steigender Preise wissen die wenigsten Menschen, wieviel Strom oder Heizwärme sie verbrauchen. Der Grund: Die Abrechnung kommt nur einmal im Jahr und ist für den Verbraucher häufig nur schwer...

mehr
Ausgabe 1-2/2017 Smart Metering

Den Stromverbrauch intelligenter messen

Seit vielen Jahren wird Smart Metering hauptsächlich von der Energiewirtschaft anhand verschiedener Pilotprojekte getestet, in der Wohnungswirtschaft zumeist nur diskutiert. Ein flächendeckender...

mehr
Ausgabe 09/2016 Stromspeicher

Deutsche Anbieter sind Spitze

Ende 2015 waren in Deutschland 30.000 Photovoltaik -Speichersysteme installiert. Damit bildet Deutschland im Segment der PV-Speicher den global führenden Absatzmarkt. Entsprechend ist eine Vielzahl...

mehr