degewo: Stabile Mieten, höhere Investitionen, mehr Neubau

5.000 bis 6.000 Wohnungsanfragen erreichen degewo (www.degewo.de) jeden Monat. Demgegenüber stehen rund 500 bis 600 Wohnungen, die das Wohnungsunternehmen im gleichen Zeitraum im Angebot hat. 90 % der Interessenten erhalten daher eine Absage. „Der Druck auf dem Wohnungsmarkt ist weiterhin hoch“, sagte degewo-Vorstand Kristina Jahn bei der Vorstellung des Jahresergebnis. Berlin brauche mehr bezahlbare Wohnungen. Neubau dürfe aber nicht zu Lasten des Bestands und der wohnenden Mieter gehen. Jahn kündigte an, dass degewo in den nächsten Jahren eine Mrd. € für Neubau, Zukauf und Modernisierung investiert. Trotz des immensen Drucks am Markt sind die Mieten bei Berlins führendem Wohnungsunternehmen stabil geblieben. Sie betragen im Durchschnitt 5,58 € pro qm nettokalt.


degewo will bis 2025 11.000 neue Wohnungen bauen. Das ist ein deutliches Plus gegenüber den bislang geplanten Baumaßnahmen. Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, hat degewo in den vergangenen Monaten eine Strategie zur Senkung der Baukosten entwickelt. Denn Baukosten und Mieten stehen in einem direkten Verhältnis. Je geringer die Baukosten ausfallen, desto niedrigere Mieten kann degewo im Neubau anbieten.


Das Unternehmen wird künftig mehr Leistungen im Planungsprozess selbst erbringen. Außerdem wird degewo flächeneffizienter und intelligenter bauen. Dies soll beispielsweise mit kompakten Grundrissen, optimaler Flächenausnutzung, funktionalen Fassaden und optimierten Erschließungen gelingen. 80 % der Neubaumieten sollen zwischen 6,50 und 10,50 € nettokalt liegen. „Unsere Projekte belegen, dass Wohnungsbau für unter 10 € pro m² möglich ist“, sagte Kristina Jahn. Aktuell befinden sich bei degewo gut 500 Wohnungen im Bau.


Neubau darf aber nicht zu Lasten des Bestands und der wohnenden Mieter gehen. Bei degewo leben 125.000 Berlinerinnen und Berliner, in 75.000 Wohnungen und mehr als 5.000 Häusern. In den nächsten fünf Jahren investiert das Wohnungsunternehmen 525 Mio. € in die Sanierung und Pflege des Bestandes. Damit behält degewo die sogenannte „zweite Miete“ im Blick, die warmen Betriebskosten für Heizung und Warmwasser. Das Unternehmen setzt dabei auch auf technische Innovationen, die langfristig zur Senkung der Energiekosten für die Mieter beitragen sollen.


Der Berliner Mietspiegel 2013 weist im durchschnittlichen Mittel eine Nettokaltmiete von 5,54  € pro qm aus. Bei degewo lag die durchschnittliche Nettokaltmiete 2014 bei 5,58 € pro qm, und damit auf Mietspiegel-Niveau. Mit Blick auf den neuen Mietspiegel, der im Mai vorgestellt wird, sagte degewo-Vorstand Christoph Beck: „Wir stehen für faire Mieten und sind ein Garant für bezahlbaren Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten in Berlin.“ Das gelte auch für die Mietpreise bei Neuvermietungen. Eine degewo-Wohnung kostete 2014 bei Neuvermietung durchschnittlich 30 % weniger als im Berliner Durchschnitt.


Der Leerstand bei degewo hat eigenen Angaben zufolge hat einen neuen Tiefstand erreicht. Nur noch 2,2 % der Wohnungen waren im Jahresdurchschnitt 2014 nicht vermietet. In 2013 waren es noch 2,6 %, 2012 lag der Wert bei 3,3 %. Grund für nicht vermietete Wohnungen sind zumeist anstehende oder laufende Modernisierungen. degewo schließt das Geschäftsjahr 2014 mit einem Bilanzgewinn von 38 Mio. € ab. Im vergangenen Jahr waren es 32,2 Mio. €. Das Unternehmen weist damit zum zehnten Mal in Folge ein positives Jahresergebnis aus.


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