BID sieht große Defizite bei der Bewältigung des demografischen Wandels in Deutschland

Anlässlich des Demografiekongresses 2013 fordert die BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (www.bid.info) die Bundesregierung zum stärkeren Engagement im Gebäudebereich auf. „Der demografische Wandel wird uns gesellschaftlich immer dringlicher beschäftigen. Künftig werden nicht nur weniger Menschen in Deutschland leben, sie werden im Durchschnitt auch älter sein, bei immer stärkerer Ausdifferenzierung der individuellen Lebensverhältnisse. Das erfordert Investitionen in der Gegenwart. Die Schaffung von barrierearmen und flexiblen Grundrissen sowie die Anpassung des Wohnumfeldes müssen daher entsprechend stärker in der politischen Umsetzung berücksichtigt und in Förderprogrammen klug miteinander verzahnt werden“, fordert Andreas Mattner, Vorsitzender der BID und Präsident des ZIA.

Bereits heute sind rund 21 Mio. Menschen in Deutschland 60 Jahre alt oder älter, in knapp 20 Jahren werden es über 28 Mio. sein. Das würde rund 40 % der Bevölkerung ausmachen. Neben der Stärkung der Innenstädte und der Schaffung eines barrierearmen Wohnumfeldes – beides kommt auch  Familien mit kleinen Kindern zugute – muss vorrangig der altersgerechte Umbau von Wohnungen forciert werden. Schließlich wollen die meisten älteren Menschen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben, was eine Alternative zu den nur begrenzt vorhandenen und vor allem kostenintensiven Heimplätzen darstellt.

„Neben baulichen Anpassungen von Wohnungen müssen auch neue technische Möglichkeiten genutzt sowie die Betreuung und Pflege in den Quartieren ausgebaut werden“, betont Mattner. Dazu müssten dringend wieder Mittel aus dem Bundeshaushalt in das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ eingestellt werden. Doch auch das Programm allein reiche nicht aus. Bei der Anpassung von Wohnungen und Quartieren sollte auf jeden Fall auf flexible, auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmte Konzepte gesetzt werden, die die Nachhaltigkeit auch beim generationengerechten Neu- und Umbau gewährleisten. Wichtig ist laut Mattner darüber hinaus, dass der altersgerechte Umbau, wo immer es wirtschaftlich sinnvoll ist, mit anderen Zukunftsaufgaben, wie der energetischen Sanierung, verbunden wird.

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