„SEPA ist fast vergleichbar mit der Einführung des Euro“

Herr Dr. Hasse, ist SEPA ein unterschätztes Thema in der Wohnungswirtschaft?

Hasse: Wir erhalten sehr viel Resonanz auf unsere Veranstaltungen zum Thema SEPA, die wir gemeinsam mit der Aareal Bank durchführen. Annähernd 1.200 Teilnehmer zeigen, dass viele Wohnungsunternehmen sich dieser Herausforderung bewusst sind. Auch die Zusammenarbeit mit den Verbänden, allen voran dem GdW, den wir zum Beispiel bei der Erstellung von umfangreichen Unterlagen unterstützt haben, unterstreicht, dass das Bewusstsein für SEPA geschärft ist. Auf der anderen Seite haben wir natürlich noch nicht alle Wohnungsunternehmen über unsere Veranstaltungen erreichen können. Auch in Zusammenarbeit mit den Verbänden werden wir weiterhin daran arbeiten, dass sich die Unternehmen frühzeitig und aktiv mit der Einführung von SEPA und den daraus resultierenden Konsequenzen auseinandersetzen.

Wie groß ist das Thema wirklich?

Hasse: Sicher ist, SEPA  ist ein Thema mit großer Tragweite, fast vergleichbar mit der Einführung des Euro. Es handelt sich dabei auf jeden Fall nicht nur um die Aktivierung einer neuen Funktion in der IT. Sondern es steckt auch hier, wie so häufig, die Tücke im Detail, denn SEPA hat durchaus auch Auswirkungen auf die bisherige Arbeitsweise. Ich denke hier nur an das Schriftgut oder an die veränderten Fristen. Aber nicht nur wir beschäftigen uns mit dem Thema, sondern auch die Verbände. Wer rechtzeitig plant, die angebotenen Informationen und eventuelle Unterstützung effizient nutzt, wird keine Probleme bei der SEPA-Umstellung haben.

Haben Sie einen Tipp parat?

Hasse: Die Wohnungsunternehmen sollten jetzt ihre SEPA-Umstellung planen und dabei die zur Verfügung stehenden Informationen und, wo es nötig ist, die angebotene Unterstützung nutzen. Es sollte allen klar sein, dass SEPA deutlich mehr Aufwand bedeutet als nur die IT-Systeme umzustellen. Der Spielraum ist begrenzt, denn der Gesetzgeber hat klare Fristen gesetzt. Um alles pünktlich umzusetzen, muss man seine Prozesse hinterfragen und auch das eine oder andere anders als bisher machen.

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