noventic group schafft digitale Gebäudeinfrastruktur durch spartenübergreifendes Metering

Digital und alles aus einer Hand

Aus einem ehemaligen Gewerbeobjekt nahe Frankfurt a.M. entsteht ein neues Wohnquartier. Der 130 Wohneinheiten umfassende Wohnkomplex „DIWO Living“ der Allegron-Gruppe wird von der noventic group komplett digitalisiert und mit dem Internet der Dinge verknüpft – allein durch das spartenübergreifende Bündeln von Smart Metering und Submetering über ein Smart Meter Gateway. Die Liegenschaft erfüllt damit schon heute die gesetzlichen Vorgaben von 2020 und 2021 und schafft gleichzeitig kostenneutral die technische Grundlage für zukünftige Anwendungen.

Die noventic group (www.noventic.com) mit ihren Töchtern KALORIMETA GmbH (KALO), KeepFocus Europe GmbH & Co. KG, QUNDIS GmbH sowie ihrem strategischen Partner, der Power Plus Communications AG (PPC), hat über die Verbindung von Gebäuden mit dem Internet der Dinge einen klimaintelligenten Prototypen geschaffen: In Rüsselsheim baut die Allegron-Gruppe, ein Bad Emser Immobilienentwickler, die frühere Hewlett-Packard-Zentrale zu einer Wohnimmobilie um – ausgestattet mit einer zukunftsweisenden, interoperablen Mess- und Kommunikationsinfrastruktur. Digitale Anwendungen können dem Nutzer so die eigenen Energieverbräuche sichtbar machen – spartenübergreifend und unmittelbar – nicht wie bisher nur im Jahresrückblick und verknüpft mit diversen Ableseterminen.

„Wir beantworten in diesem Quartier bereits heute die kommenden gesetzlichen Anforderungen aus Messstellenbetriebsgesetz und europäischer Energieeffizienz-Richtlinie EED“, so noventic Geschäftsführer Andreas Göppel. „Der flächendeckende Rollout von intelligenten Messsystemen oder die unterjährige Verbrauchsabrechnung setzen wir damit schon heute um.“ Zudem garantiert die geschaffene, technologieoffene Infrastruktur dem Bestandshalter die Hoheit über seine Gebäudedaten und sichert ihm damit die Mehrwerte zukünftiger digitaler Anwendungen, die auf dieser Infrastruktur aufbauen.

Investitionen mehrfach nutzen, sicher Raum für Zukünftiges schaffen

Was das im Detail heißt, erklärt Allegron-Geschäftsführer Dirk Wiedenhues: „Neben einem hohen Servicelevel in der gebündelten Verbrauchsabrechnung können wir unseren Mietern zusätzliche Angebote machen – zum Beispiel durch die zeitnahe Visualisierung ihres Verbrauchsverhaltens über eine App.“ Möglich machen das zwei Töchter der noventic group: Der Full-Service-Messdienstleister KALO – hauptverantwortlich in diesem Projekt – bündelt spartenübergreifend die Verbrauchsdatenerfassung und Abrechnung. Die noventic Tochter KeepFocus visualisiert die Verbrauchsdaten über die App ‚Cards‘ – ausgezeichnet durch den Branchenpreis „Köpfe der Immobilienwirtschaft 2018“. Die Bewohner erhalten so pünktlich und plausibilisiert ihre Abrechnung und bekommen zusätzlich ihre Verbräuche prompt visualisiert.

Zudem können über diese hochverfügbare und sichere Kommunikationsinfrastruktur zahlreiche weitere Smart-Home- oder Smart-Building-Anwendungen kostenneutral eingebunden werden. Beispielsweise ‚Ambient Assisted Living‘ (AAL)-Angebote, die das Wohnen in den eigenen vier Wänden für Menschen im Alter erleichtern. So sichert die Allegron die Zukunftsfähigkeit ihres Quartiers, erklärt Dirk Wiedenhues: „Die Lösungen entsprechen genau unserer Digitalisierungsstrategie und optimieren zudem unsere wohnungswirtschaftlichen Prozesse als Bestandshalter.“

Maßgeschneiderte Technik durch Lösungs-Verbund

Wie das funktioniert? In Rüsselsheim wird die Gerätetechnik – Sensorik und fernwartbare Rauchwarnmelder – von der Qundis geliefert. AMR (Automatic-Meter-Reading) und OMS (Open-Metering-System) ermöglichen ein Sammeln der Daten und sichern dank nicht-proprietärer Funksysteme die Datenhoheit und Entscheidungsfreiheit der Kunden.

An diese vernetzte Infrastruktur knüpft die PPC mit der Breitband-Powerline (BPL)-Technologie an. Sie macht das Allgemeinstromnetz im Gebäude zum Inhouse-Kommunikationsnetz – und ermöglicht so die hochsichere Übertragung der erfassten Verbrauchsdaten innerhalb des Quartiers an das Smart Meter Gateway (SMGW). Dieses Inhouse-Kommunikationsnetz schafft ein internetprotokollbasiertes, hochverfügbares und sicheres lokales Netzwerk – das sogenannte„Controllable-Local-Systems (CLS)-Ökosystem.“

Über das SMGW gelangen die Daten auf eine hochverfügbare Plattform. Hier werden sie interoperabel für Abrechnungs-Tools, Visualisierungsanwendungen oder für weitere autorisierte Anwendungen bereitgestellt.

Nur durch das optimale Ineinandergreifen von hochspezialisiertem Know-how können solche vernetzten, komplexen Infrastrukturlösungen wirtschaftlich sinnvoll und technisch verlässlich realisiert werden. Die noventic group schafft dies über die Vernetzung ihrer spezialisierten Unternehmenstöchter: Jede mit maximaler Eigenverantwortung im Kunden- und Technologiefokus; Jede mit hoher Transparenz in der gewerkeübergreifenden Zusammenarbeit und großer Kooperationsfähigkeit mit Dritten, wie beispielsweise mit kommunalen Energieversorgern.

Interoperabilität und Kooperation als Voraussetzung für Erfolg

Die Technologie sorgt für optimale wohnungswirtschaftliche Prozesse und erhöhte Transparenz in Gebäuden und führt dabei zu einem niedrigeren Energieverbrauch. Ein Beitrag zu mehr Wirtschaftlichkeit und Klimaschutz. Denn, so beschreibt noventic CEO Jan-Christoph Maiwaldt das Ziel des Unternehmens: „Um die klimaintelligente Steuerung von Immobilien Wirklichkeit werden zu lassen, müssen alle verfügbaren Gebäudedaten maximal genutzt werden. Voraussetzung hierfür sind technologieoffene Anwendungen und die Möglichkeit, gewerke- und spartenübergreifend auf Gebäudedaten zugreifen zu können.“

Das Rüsselsheimer Projekt veranschaulicht, wie sich die unterschiedlichen Kompetenzfelder der noventic-Töchter zu einem zukunftssicheren und effektiven Gesamtbild zusammenfügen, das über das Submetering hinausgeht und das CLS-Ökosystem im Gebäude mit Leben füllt. „Unser Ziel ist es immer, Lösungen anzubieten, die sich amortisieren, weil sie Energie- und Prozesskosten senken und zudem – über die gesetzlich vorgeschriebenen Funktionen hinaus – weitere Mehrwerte ermöglichen“, fasst noventic Chef Maiwaldt den Lösungsvorteil zusammen.

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