Dämmen mit Baustroh – Option mit vielen Vor(ur)teilen

Leicht brennbar, anfällig für Feuchte und Ungeziefer, zudem vergleichsweise teuer – das sind die meistgenannten Vorbehalte gegenüber dem Einsatz von Stroh als Dämmmaterial. Tatsächlich aber benötigt der nachwachsende Rohstoff keine Flammschutzmittel oder Ausrüstung gegen Schädlinge. Fachgerecht verbaut schimmelt er nicht und ist zudem energieeffizient, kostengünstig, regional verfügbar und dadurch besonders nachhaltig – Vorteile,  die den Baustoff auch  für den Wohnungsbau interessant machen.

Ob Neubau oder Sanierung  – um Heizkosten zu senken, den Wert von Immobilien zu steigern und die Anforderungen der EnEV zu erfüllen, ist die Dämmung von Fassade, Dach und Kellerdecken eine weit verbreitete Maßnahme. Neben klassischen Baustoffen eignen sich dafür auch solche aus nachwachsenden Rohstoffen.

Dazu gehört Stroh, auch als Baustroh be­­zeichnet. Für Akteure aus der Wohnungswirtschaft ist dieser Dämmstoff aber zunächst mit vielen Fragezeichen verbunden: Ist Stroh nicht anfällig für den Befall durch Nagetiere und Insekten? Sind die Brandschutzanforderungen überhaupt erfüllbar? Benötigen...

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