Digitalisierung

Digitale Dörfer statt öde Orte

Ob in Brandenburg oder Bayern – bundesweit kämpfen ländliche Regionen gegen Abwanderung. Noch leben über 20 Mio. Menschen in Deutschland auf dem Land. Hält der Weggang in die Großstädte jedoch an, werden bis 2030 ganze Gegenden entvölkert sein. Immer weniger Gemeinden nehmen die Landflucht als gegeben hin und nutzen die Digitalisierung, um den Trend aufzuhalten – ein Kraftakt mit ermutigenden Ansätzen.

Der Festsaal im Stendaler Rathaus ist übervoll als Prof. Volker Wiedemer von der Hochschule Magdeburg-Stendal das Projekt „Roland“ Ende Januar 2018 vorstellt, eine Onlineplattform, über die interessierte Einzelhändler künftig ihre Waren verkaufen können. Online und Offline besser miteinander zu verzahnen, attraktive Einkaufsmöglichkeiten für die rund 115.000 Menschen im Landkreis in der östlichen Altmark zu schaffen und die Wertschöpfung in der Region zu halten, sei das langfristige Ziel, so der Volkswissenschaftler.

Viel Überzeugungsarbeit muss er nicht leisten. „Von mir aus kann es morgen losgehen“, ruft einer der Ladeninhaber ermutigt in die Runde und viele der 70 Anwesenden nicken zustimmend. Bis Jahresmitte soll ein Prototyp der Plattform fertig sein. 66 % der Händler haben bereits Interesse bekundet, sich an dem mit fast 100.000 € vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) geförderten Projekt zu beteiligen. Aufbruchstimmung liegt in der Luft. Sollen Amazon & Co. doch mal sehen, was die Altmärker auf die Beine stellen.

Ostdeutschland am stärksten betroffen

Wie Stendal, das vom Berliner Hauptbahnhof mit den mehrmals täglich verkehrenden Schnell- und Regionalzügen in weniger als 60 Minuten erreichbar ist, stemmen sich immer mehr Gemeinden in der Peripherie gegen die Abwärtsspirale. Besonders von der Abwanderung betroffen sind die ostdeutschen Bundesländer. In den Jahren nach der Wende haben 1,2 Mio. Menschen Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen den Rücken gekehrt. Bis 2030 wird sich der Verlust fortsetzen, schätzt die Bertelsmann-Stiftung in ihrer aktuellen Bevölkerungsprognose.

Am stärksten wird der Schwund in Sachsen-Anhalt ausfallen: Aktuell leben dort 2,21 Mio. Einwohner auf 20.446 Quadratkilometer. Im Jahr 2030 werden es 2,08 Millionen sein. Das entspricht einer Bevölkerungsdichte von dann nur noch 93 Einwohnern pro Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Berlin teilen sich 3.948 Menschen diese Fläche. Zudem wird die Hälfte der Sachsen-Anhalter im Jahr 2030 älter als 53 Jahre sein.

Im Westen ist das Saarland das größte Sorgenkind. Rund 78.000 Einwohner werden das Bundesland in den nächsten 13 Jahren verlassen. Auch in Rheinland-Pfalz, wo mehr als 50 % der Menschen in Gemeinden bis 10.000 Einwohner leben, besteht Handlungsbedarf, wenn die Daseinsvorsorge dort gesichert und das Leben lebenswert bleiben soll.

Grundversorgung auf der Kippe

Über ganz Deutschland verteilen sich länd­liche Regionen, die mit den Folgeerscheinungen des Schrumpfens umgehen müssen. Kein leichter Prozess. Denn neben Vertrautem verschwindet auch Notwendiges. Wer medizinische Hilfe benötigt, kann froh sein, wenn er in Zukunft noch einen Landarzt findet. Denn von den rund 4.000 Hausärzten, die es in Deutschland zur Zeit noch gibt, werden etliche in 2020 die Pensionsgrenze überschritten haben.

Nachfolger sind allerdings nicht in Sicht, trotz jahrelanger Bemühungen seitens der Politik und der Bundesärztekammer, junge Mediziner für eine Dorfpraxis zu begeistern. Ebenso prekär ist die Situation von Schulen auf dem Land. In Baden-Württemberg etwa, wo zwei Drittel der Fläche ländlich geprägt ist, wurden 353 Schulen zwischen 2009 und 2014 geschlossen. Bis 2020 sollen 11.600 Lehrerstellen eingespart werden.

Service-Bus ersetzt Bankfilialen

Auf dem Rückzug befinden sich auch Kreditinstitute, wie etwa die Volksbanken, die historisch im Ländlichen verwurzelt sind. Rund 2.000 Filialen sollen bis 2021 schließen, weil kaum noch Kundschaft kommt. Auch die Sparkassen dünnen ihr Filialnetz aus. Den größten Schwund hat es bisher im knapp 74.000 Einwohner zählenden Landkreis Osterorde am Harz gegeben, wo von einst 78 Standorten 32 übrig geblieben sind. Hier tourt seit Sommer 2017 wöchentlich ein Service-Bus durch die Ortschaften und stellt die Geldversorgung sicher.

Doch es wird auch Neues ausprobiert: So testet die Sparda-Bank Berlin in Kooperation mit dem bekannten Coworkingbüro-Anbieter „St. Oberholz“ ab Juli 2018 in Frankfurt/Oder in einem umgebauten, ehemaligen Kinderkaufhaus ein Coworking-Konzept, bei dem die Banker neben Coworkern arbeiten werden. Auf diese Weise lassen sich Kosten sparen, zeitgleich bleibt der Standort aber erhalten. Funktioniert das Konzept, soll es auf andere Städte ausgeweitet werden.

Die Zukunft selbst gestalten

Dem schleichenden Siechtum wollen immer weniger Bürgermeister und Landräte tatenlos zusehen und beteiligen sich an Forschungs- und Förderprojekten, die erkunden, welche Möglichkeiten ihnen die Digitalisierung zur Problemlösung bietet. Einer dieser Arbeitskreise ist die von der Bertelsmann-Stiftung initiierte Smart Country-Initiative, die bereits 2014 die Frage formulierte, welche digitalen Strategien ländlichen Regionen helfen, Abwanderungstendenzen entgegenzuwirken, dem demografischen Wandel zu begegnen und die regionale Leistungsfähigkeit als tragende Säule in Deutschland zu erhalten.

Darauf baut die zwei Jahre danach gegründete Arbeitsgemeinschaft „Digitale Regionen – Aus dem Land, für das Land“ auf, an der maßgeblich der Deutsche Städte- und Gemeindebund und das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering IESE beteiligt sind. Unter Mitwirkungen von 58 Experten erforschten die drei Modellregionen Wennigsen, eine 13.000 Einwohner-Gemeinde vor den Toren von Hannover, der Landkreis Augsburg und der Raum Göttingen in Südniedersachsen Konzepte in den Themenfeldern „Leben und Arbeit“, „Digitale Verwaltung“, „Mobilität“, „Bildung und Lernen“ sowie „Facing Fears“, mit denen das Leitbild der Smart City auf ländliche Regionen übertragen werden kann.

Technologie als Möglichmacher

„Die Idee ist, Digitalisierung als kreative Antwort auf strukturelle Probleme anderer Natur zu beziehen, wie die Frage nach einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder wie Kommunen schnell von Straßenschäden außerorts erfahren“, erläutert Gerald Swarat, zuständiger Projektleiter des Fraunhofer IESE für die beiden Initiativen, die Herangehensweise. Die Regionen sind aufgrund ihrer Verschiedenheit und der Anwesenheit engagierter Partner vor Ort ausgewählt worden, die helfen konnten, in nur einem Workshop möglichst viel herauszuholen.

Anders als bei so manchem ambitionierten Smart City-Projekt einer Großstadt, bei dem es eigens darum geht, technologische Anwendungen zu verbauen, lebt die Initiative „Digitale Regionen“ davon, dass die Verantwortlichen aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft sowie die Bürger vor Ort in die Lage versetzt werden, in Eigenregie innovative Lösungen für ihre Probleme zu erarbeiten, wobei digitale Technologien als „Möglichmacher“ dienen, jedoch kein Selbstzweck sind. Denn oftmals gibt es bereits die eine oder andere pfiffige Idee für ein lokales Problem. Nur ob und wie man sie mittels Digitalisierung umsetzt, dazu fehlt häufig das Know-how.

Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort hat die Initiative innerhalb kurzer Zeit einen wichtigen Baustein für die digitale Transformation der jeweiligen Region legen können: Es ist ein ressort-, branchen- und interessenübergreifendes Netzwerk unterschiedlicher Mitstreiter entstanden, die über rein technologische Lösungen hinaus Ideen entwickeln, wie das Gemeindeleben im digitalen Zeitalter funktio­­nieren soll. „Generell muss jeder ernsthafte Versuch einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen“, ist Swarat überzeugt. „Denn so wenig wie die Digitalisierung nur in einem Bereich unseres Lebens halt macht, genauso wenig wird es gelingen, die Fähigkeit zur Innovation in einer Region nur von der digitalen Verwaltung oder E-Health-Projekten abhängig zu machen.“

Immobilienthemen sollen auf die Agenda

In Nachfolgeprojekten, die für die kommen­den Jahre vorgesehen sind, sollen die Themenfelder vertieft und möglicherweise erweitert werden, wobei auch immobilienbezogene Fragestellungen in Betracht kommen, etwa im Hinblick auf die Umsetzung von vernetztem Wohnen auf dem Land oder wie sich leerstehende Immobilien umnutzen lassen, meint Swarat. Hierzu sei die Mitwirkung von Immobilienunternehmen wünschenswert, die bisher zwar nicht in die Initiative „Digitalen Regionen“ eingebunden sind, deren Partizipation der Projektleiter in Zukunft jedoch für wichtig erachtet. „Es ist ein Fehler, nur auf die Städte zu fokussieren und das Land abzuwickeln. Mittlerweile ist da auch ein Umdenken erfolgt, allerdings bleibt vieles Stückwerk und ein Flickenteppich wenig durchdachter Einzellösungen, die nur zu weiterer Frustration der Digitalisierung gegenüber führen. Dabei müssen wir momentan viel mehr an positiven Visionen arbeiten.“

Apps erleichtern den Alltag

In Rheinland-Pfalz sammelt man ebenfalls Erfahrung mit der Digitalisierung ländlicher Regionen. Seit Sommer 2015 nehmen die Verbandsgemeinden Betzdorf-Gebhardshain im Landkreis Altenkirchen sowie Eisenberg und Göllheim im Donnersbergkreis im beschaulichen Westerwald am Forschungsprojekt „Digitale Dörfer“ teil, eine Kooperation des Innenministeriums Rheinland-Pfalz, der Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz und des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE.

Die erste Projektphase ist bereits abgeschlossen, in deren Mittelpunkt die Entwicklung diverser Apps stand, über die die Bürger ihre freiwillige Unterstützung organisieren können: Beispielsweise lässt sich mit Hilfe von „LieferBar“ ein nachbarschaftlicher Paketservice organisieren, „BestellBar“ ermöglicht Einkäufe in regionalen Geschäften inklusive Lieferservice am gleichen Tag und wer eine Mitfahrgelegenheit benötigt, erhält über „FahrBar“ Kontakt zu einem der ehrenamtlichen „Bürgerbusse“.

Gemeinschaftssinn stärken

Bürgermeister Bernd Brato (SPD) verspricht sich von den digitalen Helfern, dass sie dazu beitragen, die Bürger besser miteinander zu vernetzen und so die Gemeinschaft gestärkt wird. Der bisherige Zuspruch kann sich durchaus sehen lassen: Von den 35.000 potenziellen Nutzern in der Region hätten sich 700 Bürger für die Apps registriert und immerhin 150 würden sie aktiv einsetzen, berichtet Sarah Brühl, die zuständige Projektkoordina­to­rin vor Ort in der Verbandsgemeinde, stolz. Besonders die lokalen Einzelhändler seien angetan, da mehr Käufer in ihre Läden kämen.

In der zweiten Projektphase, die gerade angelaufen ist, wird es weitere Apps geben. Eine Anwendung ist für ein regionales Nachrichtenportal mit „Dorf-News“ geplant und über eine zweite soll die Route der freiwilligen „Bürgerbusse“ in Echtzeit auf dem Smartphone nachverfolgt werden können.

Breitbandinternet als Wirtschaftsmotor

Dass Betzdorf am Forschungsprojekt teilnimmt, kommt nicht von ungefähr. Denn die Gemeinde hat bereits 2012 mit dem Bau eines eigenen Glasfasernetzes begonnen und verfügt über ein tragfähiges Geschäftsmodell für die Region. Zwei Mio. € wurden in das in Rheinland-Pfalz einzigartige „Bürger­netz“ investiert, das eine flächendeckende Internetversorgung mit bis zu 100 Mbit/s ge­währ­leistet. Jeder zehnte Haushalt nutzt das von NetCologne betriebene Netz bereits. Im Rathaus wurde extra eine Beratungsstelle ein­gerichtet, um Bürger und Unternehmen über die digitalen Möglichkeiten zu informieren.

Digitalisierung kommt also nicht von außen oder wird von oben verordnet, sondern ist vor allem eines: Bürgerservice. Längst hat sich das „Bürgernetz“ zum Wirtschaftsmotor für die Region entwickelt: Ausgerechnet ein Anbieter von Rechenzentren plant hier eine Dependance, eben weil es die hervorragende Breitbandversorgung gibt und überdies gute Ansiedlungsmöglichkeiten bestehen.

Stadt sucht Digitalmanager

Die Verankerung einer für die Digitalisierung zuständigen Personen innerhalb der Verwaltung ist demnach ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um die Position eines Digitalmanagers indes besetzen zu können, braucht es eine konkrete Stellenbeschreibung. Doch die fehlt bislang vielen Kommunen. Das 97.000 Einwohner zählende Güterloh am nördlichen Rand von Nordrhein-Westfalen leistet hier Pionierarbeit. Nachdem im Rahmen des zweijährigen Projektes „Modellkommune E-Government“ bereits ein Online-Bürgerportal umgesetzt wurde und durch die Teilnahme am Wettbewerb „Digitale Stadt“ in 2017 Ideen entstanden sind, wie das digitale Güterloh aussehen könnte, wird jetzt ein Chief Digital Officer gesucht, der als Ansprechpartner für alle Belange fungieren soll, die die Digitalisierung in der Kommune betreffen.

„Beabsichtigt ist ein Prozess, der nach und nach alle Bereiche durchdringt“, so Bürgermeister Henning Schulz (CDU) anlässlich der Vorstellung der Agenda „Digitaler Aufbruch“ im Dezember 2017. Gefragt sind vor allem Erfahrung im Projektmanagement, aber auch im Bereich Sponsoring. Der Digitalmanager wird alle Hände voll zu tun haben, denn das Spektrum reicht von Bildungsthemen über den Einzelhandel, die Ressorts Bauen und Wohnen sowie Energieversorgung bis zu Mobilitätsfragen und zur Industrie 4.0.

Neue Konzepte für alte Immobilien

Geht es nach Bernd Becher, könnte die strategische Herangehensweise an die Neubelebung ländlicher Regionen gerne Schule machen, ob mit oder ohne digitalen Ansatz. Der Projektentwickler mit Büro im knapp 800-Seelen-Dorf Rosenheim im Westerwald mitten im Dreieck Köln-Marburg-Frankfurt hat sich auf Konzepte für Immobilien im ländlichen Raum spezialisiert und ist seit vielen Jahren in diesem Bereich tätig. Über mangelnde Nachfrage kann sich Becher, der mit den örtlichen Volksbanken zusammenarbeitet, nicht beklagen. Im Gegenteil. „Genauso wie in Ballungszentren, gibt es auch in kleinen Ortschaften den Wunsch, modern und komfortabel zu wohnen“, weiß er aus der Praxis. Allerdings mit dem Unterschied, dass vor allem gemeinschaftliche Wohnformen gefragt seien und weniger Einfamilienhäuser.

Besser gemeinsam statt einsam

Aktuell plant er auf einer Konversionsfläche mitten im idyllischen Kirburg, das wegen seines mittelalterlichen Ortskern und seiner guten Wandermöglichkeiten bei Touristen beliebt ist, das Projekt „Gemeinschaftlich wohnen“. Dabei entstehen 12 Wohnungen zwischen 65 und 95 m² plus ein Gemeinschaftsraum, in dem später unterschiedliche Dienste wie ein mobiler Getränke- und Lebensmittelservice, Ernährungsberatung und gemeinsames Kochen sowie Physiotherapie angeboten werden. Dadurch soll einerseits das Leben der Bewohner vereinfacht und andererseits die Kommunikation untereinander gefördert werden. Eine spezifische Ziel- und/oder Altersgruppe adressiere das Bauvorhaben nicht. Schließlich mache die Mischung den Reiz aus, so Becher.

Alternative zum teuren Großstadtleben

Zumal er festgestellt hat, dass Jüngere nicht abgeneigt sind, der Großstadt zugunsten einer besseren Wohn- und Lebensqualität in der Peripherie den Rücken zu kehren, nicht zuletzt wegen der relativ moderaten Preise. „Denn wer wird sich angesichts immer flexib-lerer Arbeitswelten und variabler Einkommen zukünftig ein Leben in einem Ballungszentrum mit hohen Fixkosten noch leisten können“, gibt der Experte zu bedenken. Hinzu kämen Lärm, Schmutz und Enge, die ja auch nicht weniger würden. Gerade Familien mit kleinen Kindern sähen im gemeinschaftlichen Zusammenleben in einer eher ländlich geprägten Region einen Ausweg aus dem hektischen Alltag in einer Metropole. Paare mittleren Alters und Senioren wiederum wollten vor allem der Anonymität entkommen. Für sie alle bedeutet ein Ortswechsel auf das Land, ein Mehr an Lebensqualität zu gewinnen.

Bechers Sichtweise auf den ländlichen Raum ist erfrischend anders und zeigt, dass das Leben in der vermeintlichen Provinz keineswegs bedeutet, abgehängt zu sein, sondern in den nächsten Jahre erst richtig entdeckt werden könnte, je weiter der Kostendruck in den Ballungszentren steigt. Langfristig betrachtet, wären dann die Regionen die Gewinner, die sowohl über moderne Wohnmöglichkeiten als auch über eine digitale Infrastruktur verfügen. Möglicherweise ist es mit der Ruhe in mancher Region also bald vorbei.

Immer mehr Bürgermeister und Landräte ländlicher Regionen beteiligen sich an Forschungs- und Förderprojekten, die erkunden, welche Möglichkeiten ihnen die Digitalisierung zur Problemlösung bietet.
„Genauso wie in Ballungszentren, gibt es auch in kleinen Ortschaften den Wunsch, modern und komfortabel zu wohnen“

Auswahl aktueller Forschungsprojekte

Brandenburg
D-smartRegion: http://d-smartregion.de/d-smartregion/
Niedersachsen/Region Emsland
Dorfgemeinschaft 2.0: http://www.dorfgemeinschaft20.de/
Rheinland-Pfalz/Region Altenkirchen
Digitale Dörfer: https://www.digitale-doerfer.de/
Sachsen-Anhalt/Region Altmark
Grüne Wiese mit Zukunft: http://grüne-wiese.altmark.eu/index.php?id=390

Kontakt für Wohnungsunternehmen,
die am Projekt „Digitale Dörfer“ teilnehmen möchten:

Gerald Swarat
Kontaktbüro Berlin | Fraunhofer IESE
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2 | 10178 Berlin
Tel: 030-688 3759 6220 | Mobil: 0171-334 4883
E-Mail: gerald.swarat@iese.fraunhofer.de | www.iese.fraunhofer.de

Kontakt für Immobilieneigentümer,
die Nutzungskonzepte für Objekte im ländlichen Raum benötigen:

IPC GmbH & Co. KG
Geschäftsführer Bernd Becher
Friedhofstraße 1 | 57520 Rosenheim/Westerwald
Tel.: 02747-7700 | Mobil: 0157-757 933 57
E-Mail: becher@immoprojekte.com

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