Rundum genossenschaftlich: „Wohnen am Turm“ in der Berliner Gartenstadt Lichterfelde Süd

Generationsübergreifendes Neubauprojekt.
Visualisierung: IBT.PAN

Generationsübergreifendes Neubauprojekt.
Visualisierung: IBT.PAN
Die Wohnungsgenossenschaft Märkische Scholle (www.maerkische-scholle.de) legte jetzt den Grundstein für ihr Neubauvorhaben „Wohnen am Turm“ in der Gartenstadt Lichterfelde Süd, kurz vor der Berliner Stadtgrenze zu Teltow. Das Motto des Neubaus entlang des Wormbacher und Holtheimer Wegs lautet: „Rundum genossenschaftlich. L(i)ebenswert für alle Generationen“. Der namensgebende „Turm“, eine viergeschossige Rotunde, wird umrahmt von sechs Baukörpern (vier Geschosse plus Staffelgeschoss).

Gebaut werden insgesamt 147 barrierearme Wohnungen (1,5 - 4 Zimmer, ca. 39 - 109 m²). Darunter auch 15 Wohnungen speziell für die Bedürfnisse von Senioren. Die Durschnittsmieten gibt die Wohnungsgenossenschaft mit einer Spanne zwischen 9 und 12 € nettokalt an. Hinzu kommt eine Tiefgarage mit 75 Stellplätzen, ein neues Vor-Ort-Büro der Märkischen Scholle sowie ein moderner Nachbarschaftstreff für sozio-kulturelle Veranstaltungen.

Für Senioren mit Pflegebedarf werden außerdem sowohl eine rund um die Uhr betreute Wohngemeinschaft mit 12 Plätzen für Menschen mit Demenz ins „Wohnen am Turm“ integriert als auch eine Tagespflegeeinrichtung. Eine Premiere in der 99-jährigen Geschichte der Märkischen Scholle.

Der Entwurf stammt aus der Feder des Berliner Büros  das Investitionsvolumen beträgt ca. 35 Mio. €. 2021 soll das gesamte Bauvorhaben fertiggestellt sein.

Jochen Icken, technischer Vorstand der Märkischen Scholle: „Vor dem Neubau stand der Abriss von insgesamt 110 Wohnungen. Im Rahmen eines unabhängigen Gutachtens aus dem Jahr 2014 stellte sich heraus, dass die 1930er-Jahre-Häuser unter wirtschaftlichen Aspekten quasi unsanierbar und schwer vermietbar sind. Mit dem Abriss haben wir allerdings erst begonnen, nachdem alle betroffenen Mieter*innen mit neuem Wohnraum versorgt waren. Teils auch im Bestand unserer Genossenschaft.“

Viel Wert legt die Wohnungsgenossenschaft auch auf attraktive Freizeit- und Erholungsflächen. Mit dem Ziel, den ursprünglichen Gartenstadtcharakter der 1930er-Jahre zu erhalten. Neben Mietergärten wird die Genossenschaft ihren Mitgliedern Möglichkeiten zum Urban Gardening bieten, Kinder dürfen sich auf moderne Spielplätze freuen. Um die Außenanlagen möglichst dicht an den Wünschen der Mitglieder zu gestalten, hatte die Märkische Scholle alle Anwohner*innen nach ihren Wünschen befragt und im Rahmen einer Arbeitsgruppe in die Planung einbezogen.

Margit Piatyszek-Lössl, kaufmännischer Vorstand: „Unser Ziel ist, den Mitgliedern ein lebenslanges Wohnen bei der Märkischen Scholle zu ermöglichen. Wir wünschen uns deshalb, dass ‚Wohnen am Turm‘ die Gartenstadt Lichterfelde Süd weiter zu einem grünen, lebens- und liebenswerten Quartier für alle Generationen entwickelt. Vor diesem Hintergrund versteht sich die Breite unseres Angebots von kleinen bis familiengerechten Wohnungen.“

Die Gartenstadt Lichterfelde Süd umfasst insgesamt über 900 Wohnungen aus den 1930er- und 1960er Jahren. Seit 2014 realisiert die Märkische Scholle hier eine umfangreiche energetische und sozialverträgliche Sanierungsmaßnahme, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde. Sie stockt die Häuser mit Dachgeschossen auf und verdichtet behutsam.

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