NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besucht Bauprojekte des BFW im Ruhrgebiet

NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach besichtigte jetzt verschiedene Projekte von BFW-Mitgliedsunternehmen in Bochum, Gelsenkirchen und Herten. Die Tour zeigte: die mittelständischen Unternehmen sind nicht nur verlässliche Partner beim Wohnungsbau, sondern gerade in Spezialfällen unverzichtbare Partner der Kommunen.

Auftakt der Ruhrgebietstour war das O-Werk in Bochum auf dem ehemaligen Opel-Werk Gelände, heute Mark 51°7 genannt. BFW-Mitgliedsunternehmen Landmarken AG verantwortet den Umbau des denkmalgeschützten Verwaltungsgebäudes in moderne Büroeinheiten mit flexiblen Grundrissen und Co-Working-Flächen. Größter Nutzer des historischen Gebäudes wird die Ruhr-Universität Bochum. Das Potenzial des Standortes zeigt sich in der starken Nachfrage nach den entstehenden Büroflächen, die um ein Vielfaches höher waren als die verfügbaren Flächen, kommt aber auch durch die neu entstehenden 6000 Arbeitsplätze zum Ausdruck, die in den kommenden Jahren auf dem Gelände des O-Werks entstehen. Ein besonderer Standortvorteil sei die örtliche Nähe universitärer Einrichtungen und Wirtschaftsunternehmen, berichtete Jens Kreiterling, Vorstandsmitglied der Landmarken AG. Platz für Neues wird der noch in Planung befindliche Innovation Campus: Hier sollen Start-ups, junge Unternehmen und solche, die sich noch in der Gründung befinden, Raum finden. Abgerundet wird das Konzept für den Gewerbestandort durch Gastronomie, Kita und einen S-Bahnanschluss. 

Die Tour führte anschließend zur Demenzwohngemeinschaft „Leben in Rotthausen“ in Gelsenkirchen. Die umgebaute Holgenboom-Schule bietet in drei Demenzwohngemeinschaften ein familienähnliches Zuhause für insgesamt 24 Mieter, die in  einem offenen und lebendigen Umfeld ihren Bedürfnissen nachgehen können. Claudius Hasenau, Geschäftsführer der APD Beratungs- und Betreuungsgesellschaft Gelsenkirchen, verwies auf die Dringlichkeit, für pflegebedürftige Menschen ein lebenswürdige Wohnumfeld zu schaffen und Wohnangebot auszuweiten, das gerade in besonders betreuungsintensiven Fällen nicht nur überforderte Familien entlaste, sondern auch den Bedarfen der Betroffenen gerechter werde. Der Bedarf an entsprechenden Einrichtungen werde in den kommenden Jahren stark zunehmen.

Die Siedlung Gertrudenau in Herten bildete den Abschluss der Tour. Rolf Schettler, Geschäftsführer von Schettler-Unternehmungen, erläuterte die Umnutzung des ehemaligen Zechengelände, das mit einem Seniorenheim, SeniorenServiceWohnungen sowie mit Supermarkt, Zahnarztpraxis und anderen Einrichtungen des täglichen Bedarfs ein attraktives Quartier für die ältere Generation biete. Fast 50 Familienwohnungen in direkter Nachbarschaft sorgen für den Generationenmix.

„Die Ruhrgebietstour des BFW NRW ist ein wichtiger Baustein unseres praxisnahen Austauschs mit Bauministerin Ina Scharrenbach. Die Metropole Ruhr steckt mitten im Wandel zu einem attraktiven Wissens- und Innovationsstandort. Wohnungs- und Gewerbebau können sich hier noch sinnvoll ergänzen und stehen nicht in Konkurrenz zueinander. Zudem braucht es für alle Generationen, ob Studenten, Familien oder Senioren, zusätzliches Wohnraumangebot. Unsere Mitgliedsunternehmen leisten hier oft als Pioniere für einen teils noch unterschätzten Standort wichtige Investitionen und ermöglichen vielversprechende Entwicklungen“, lautete das Fazit von BFW-Geschäftsführerin Elisabeth Gendziorra zur Ruhrgebietstour.

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