„Endlich ein Zuhause!“ – LEG beteiligt sich an Landesinitiative gegen Wohnungslosigkeit in Nordrhein-Westfalen

Die Landesregierung, die LEG (www.leg.ag), weitere Wohnungsunternehmen und den VdW Rheinland-Westfalen, verbindet das gemeinsame Ziel, Wohnungslosigkeit in Nordrhein-Westfalen zu bekämpfen bzw. zu verhindern, bevor sie entstehen kann. Zu diesem Zweck unterzeichneten die Kooperationspartner, allen voran Karl-Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, jetzt einen Vertrag im Ministerium und starteten gemeinsam die Landesinitiative „Endlich ein Zuhause!“.

Ende Juni 2018 wurden in NRW 44.434 wohnungslose Menschen gezählt. Sie wurden von den Städten und Gemeinden in Notunterkünften, Wohnheimen oder Normalwohnungen untergebracht oder befanden sich in Einrichtungen der Wohlfahrtspflege. Ein Teil von ihnen lebte unversorgt auf der Straße. „Jeder wohnungslose Mensch ist einer zu viel!“, so Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien AG. „Daher ist es für uns als LEG selbstverständlich, unseren Beitrag dazu zu leisten, dass möglichst viele Menschen wieder eine Wohnung bekommen bzw. diese erst gar nicht verlieren. Besonderes Augenmerk wollen wir dabei auf wohnungslose Frauen und Familien mit Kindern richten, also auf Menschen, bei denen man Wohnungslosigkeit seltener vermutet als dies leider der Fall ist.“

Mit der Landesinitiative ergänzt die LEG ihre bestehenden lokalen Aktivitäten, wie zum Beispiel das Projekt „Hundert(acht) Häuser für Duisburg“ aus dem Landesaktionsprogramm „Hilfen in Wohnungsnotfällen“, die sie bereits bisher unterstützt.

„Mit Sorge beobachte ich die seit einigen Jahren steigenden Zahlen wohnungsloser Menschen“, sagte Sozialmminister Karl-Josef Laumann. „Gemeinsam mit der Wohnungswirtschaft wollen wir den wohnungslosen Menschen in unserem Land neue Perspektiven eröffnen. Die Unternehmen stellen zusätzliche Wohnungen zur Verfügung und das Land flankiert dies durch ein Netzwerk von ‚Kümmerern‘, die helfen, wenn es mal Probleme gibt. Das macht es den Unternehmen leichter, auch an Haushalte mit Zahlungsschwierigkeiten oder an wohnungslose Familien zu vermieten. Für diese Projekte stellen wir zunächst bis 2020 jährlich drei Millionen Euro zur Verfügung.“

Bei der Zusammenarbeit gibt es zwei grundlegende Szenarien: Zum einen wird das Land NRW künftig öfter auf die Kooperationspartner zukommen und genaue Bedarfe schildern. Diese werden dann beispielsweise schauen, ob sie am jeweiligen angefragten Standort noch Kapazitäten an Wohnraum haben und diese zur Verfügung stellen können.

Der zweite Schwerpunkt der Vereinbarung ist die Prävention. Vermieter sind die ersten, die bei Zahlungsschwierigkeiten oder Nachbarschaftsproblemen aktiv werden. Gelingt es mit vereinten Kräften, Probleme, die ein Mietverhältnis gefährden, zu identifizieren und Gegenmaßnahmen einzuleiten, lassen sich Kündigungen und Räumungsverfahren häufig verhindern. „Die LEG ist seit jeher besonders in der Prävention sehr gut aufgestellt: Unsere Fachbereiche, allen voran unsere engagierten Mitarbeiter mit ihrem professionellen, vorausschauenden Forderungsmanagement – und natürlich auch die sehr gute Kooperation mit den jeweils zuständigen kommunalen Behörden – verhindern in vielen Fällen erfolgreich, dass Mieter ihre Wohnung verlieren. Darauf sind wir sehr stolz. Denn generell versuchen wir immer, Zwangsräumungen zu vermeiden und tun alles dafür, diese möglichst abzuwenden“, so von Lackum.

Mehr zum Thema gibt es auf der Internetseite des nordrhein-westfälischen Sozialministeriums: www.mags.nrw/hilfe-bei-wohnungslosigkeit

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