Der Grundstein ist gelegt: Mülheimer Wohnungsbau feiert neue Kindertagesstätte

Sie versenkten gemeinsam die Zeitkapsel (v.l.n.r.) – Edgar Simon, Frank Esser, Daniela Konings, Pfarrer Michael Manz (Superintendent des Kirchenkreises) und Petra Skodzig.
Foto: PR-Foto Köhring

Sie versenkten gemeinsam die Zeitkapsel (v.l.n.r.) – Edgar Simon, Frank Esser, Daniela Konings, Pfarrer Michael Manz (Superintendent des Kirchenkreises) und Petra Skodzig.
Foto: PR-Foto Köhring
Anlieger und Durchreisende, die über die Zeppelinstraße in Mülheim an der Ruhr fahren, haben es schon gesehen: Seit Winter 2024/25 tut sich etwas auf dem Gelände der ehemaligen Christuskirche. Bagger rollen und Arbeiter sind vor Ort. Der Bau der neuen, vierzügigen Kindertagesstätte für die Graf Recke Stiftung hat begonnen. Jetzt haben Bauherrin, Trägerin, Stadt und Kirchengemeinde gemeinsam den Grundstein gelegt.

„In diesen Tagen ist jede neue Kindertagesstätte das sichtbare Zeichen einer gemeinsamen, erfolgreichen Kraftanstrengung“, sagte Frank Esser, der Vorstandsvorsitzende der der Mülheimer Wohnungsbau eG (MWB, www.mwb.info) zur Begrüßung der Gäste. Partnerinnen und Partner, weitere Beteiligte und natürlich die Nachbarschaft waren eingeladen worden, um sich ein Bild von dem Bauvorhaben zu machen.

Esser verwies auf die massiv gestiegenen Baukosten: „Wenn in dieser angespannten Lage die Akteure nicht aufeinander zugehen, können solche Projekte schlicht nicht mehr umgesetzt werden. Daher danke ich unseren Partnern von der Graf Recke Stiftung ausdrücklich für die konstruktive, gute Zusammenarbeit. Kompromissbereitschaft hat dieses Projekt erst möglich gemacht.“

Das Modell ist bewährt: Die MWB als Bauherrin errichtet die Kita und vermietet sie dann an einen sozialen Träger. Das ist in diesem Fall die Graf Recke Stiftung, ein gemeinnütziges Sozialunternehmen der freien Wohlfahrtspflege und eine der ältesten diakonischen Einrichtungen Deutschlands.

Petra Skodzig, Finanzvorstand der Graf Recke Stiftung, betonte bei der Grundsteinlegung: „Besonders hervorheben möchte ich die gute Zusammenarbeit mit Bauherrin, Kirchengemeinde und Stadt. Ganz wichtig ist uns auch der gute Kontakt zur Nachbarschaft, wir haben selbst Mitarbeitende, die ganz in der Nähe leben. Mit der Kita setzen wir ein wichtiges Zeichen für die Familien hier vor Ort und tragen dazu bei den dringend benötigen Bedarf an Betreuungsplätzen zu schaffen.“ Der Neubau ist eine Erweiterung der Kita Arche an der Kluse 41, wo 44 Kinder im Alter von zwei Jahren bis zum Schulanfang in zwei Gruppen betreut werden. Dort wie auch in der jetzt entstehenden viergruppigen Erweiterung setzen die Graf Recke Stiftung und VEK ein gemeinsames religionspädagogisches Konzept um.

Seitens der VEK sprach Diakonin Daniela Konings. In ihrem Impuls verwies sie auf den Bau von Gemeindezentrum und Christuskirche in den Jahren 1964/1965 und nahm Bezug auf die Bibelstelle Jesaja 28,16. „Wir Menschen brauchen einen festen Grund, auf dem wir unser Leben errichten und meistern können“, so die Diakonin. „Hier wird heute der Grundstein für einen solchen Ort gelegt. In dieser Kindertagesstätte werden viele Kinder auf einem solchen sicheren Fundament aufwachsen können.“

Für die Stadt Mülheim an der Ruhr ist das Projekt ohne Frage ein Gewinn und verbessert die Betreuungssituation von Kindern im Stadtteil und darüber hinaus. Bezirksbürgermeister Edgar Simon sagte im Rahmen seines Grußwortes: „Ich bedanke mich für die engagierte Arbeit, die Energie und den Einsatz der Beteiligten. Hier haben zwei Partner mit sozialem Bewusstsein zusammengefunden, die sich wunderbar ergänzen.“

Das Jahr 2025 und auch ein guter Teil des Jahres 2026 werden nun dem Bau der neuen Kindertagesstätte gewidmet sein. Im viertel Quartal des kommenden Jahres soll sie bezugsfertig übergeben werden, sodass der Betrieb zum Kindergartenjahr 2026/27 aufgenommen werden soll. In einem weiteren durch die MWB errichteten Baukörper plant die Graf Recke Stiftung ebenfalls dringend benötigte Wohnangebote für junge Menschen mit Behinderung, um ihnen ein nach ihren Möglichkeiten selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. „Hier befinden wir uns jedoch noch in Verhandlungen mit dem Kostenträger“, erklärt Petra Skodzig.

Gemeinsam freuen sich alle Beteiligten auf ein buntes, vielfältiges und inklusives Miteinander auf dem Gelände der ehemaligen Kirchengemeinde.

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