Nationale und internationale Experten diskutieren beim 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik in Frankfurt a.M.

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat weitet Smart-City-Dialog aus

Gunther Adler, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat, hat beim 12. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklungspolitik den internationalen Smart-City-Workshop
eröffnet. Im Zentrum steht die Frage, wie die Digitalisierung die Stadtentwicklung verändert und wie lebenswerte Städte vor dem Hintergrund der weltweiten Digitalisierung und Urbanisierung erreicht
werden.

Adler eröffnete den internationalen Workshop, in dem hochrangige Vertreter und Smart-City-Experten u.a. aus Brasilien, Chile, Indien und Mexiko mit VertreterInnen der nationalen Dialogplattform Smart Cities diskutieren.

Durch die zunehmende Vernetzung von Infrastrukturen, Prozessen und Akteuren verändern sich die Kommunen weltweit sehr dynamisch. Teils kurzlebige digitale Geschäftsmodelle treffen auf eher langfristig ausgerichtete physische kommunale Infrastruktur und die Zielstellung der Kommunen, lebenswerte Städte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu gewährleisten. Adler fasst daher die Grundidee der Smart City-Charta als Appell an die Kommunen wie folgt zusammen: „Lasst die Digitalisierung nicht einfach geschehen - gestaltet sie! Die Stadtentwicklung muss ihren Beitrag leisten zur Zieleorientierung, Folgenabschätzung und Akzeptanz der digitalen Transformation.“

Mit den Smart-City-Veranstaltungen beim diesjährigen Bundeskongress Nationale Stadtentwicklung rückt das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat bewusst das Thema Daten in den Mittelpunkt der Debatte. Fragen zum Datenschutz, zum Dateneigentum, zum Datenzugriff bis hin
zur Datenethik gewinnen immer größere Bedeutung für die kommunale Verwaltung. Diskutiert wird, wie man nachhält, woher die Daten stammen, wer Zugriff auf sie haben darf und zu welchen Bedingungen. Kommunen müssen auch wissen, auf welcher normativen Grundlage die Algorithmen
entscheiden, die sie oder beauftragte Unternehmen in kommunalen Prozessen einsetzen. Denn letztlich sind die Kommunen in der Verantwortung, dass das Leben in den Städten und Gemeinden für die Menschen lebenswert und von hoher Qualität ist.

Staatssekretär Adler erklärt: „Der Bund wird die Kommunen auf ihrem Weg zur Gestaltung des digitalen Wandels nicht alleine lassen. Wir setzen die Dialogplattform Smart Cities fort. Sie soll die Umsetzung der Smart City-Charta begleiten und den nationalen und internationalen Austausch
unterstützen. Außerdem wollen wir Smart City-Modellprojekte in Deutschland fördern.“ In den Modellprojekten sollen digitale Technologien samt ihren Wirkungen im städtischen Raum und auf die Stadtgesellschaft direkt vor Ort erprobt werden können.

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