BRANCHENRADAR.com Marktanalyse: Preiserhöhungen bei Dämmstoffen lassen Unternehmens-Erlöse nicht wirklich steigen

Obgleich im Jahr 2018 am deutschen Markt die Preise für Dämmstoffe und WDVS zum Teil signifikant angehoben wurden, tendierte das Preisniveau weiterhin nach unten, zeigen aktuelle Daten von Marktstudien zu Dämmstoffen in Deutschland von BRANCHENRADAR.com Marktanalyse (www.branchenradar.com).

Die Nachfrage nach Dämmstoffen zur Gebäudedämmung sowie nach Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) beschleunigte im Jahr 2018 moderat. Der Absatz von Dämmstoffen erhöhte sich um zwei Prozent gegenüber Vorjahr auf 37,5 Mio. Kubikmeter. Der Zuwachs bei Wärmedämm-Verbundsystemen lag absatzseitig bei plus 1,5 %. Insgesamt wurden 38,3 Mio. Quadratmeter WDVS verkauft.

Schwungrad war in beiden Warengruppen der Neubau und hier insbesondere der Geschoßwohnbau, wenngleich auch das Bestandsgeschäft Wachstumsbeiträge lieferte. Der Aufschwung zog sich zudem mengenmäßig durch alle Produktgruppen. Tendenziell etwas rascher als der Markt wuchsen jedoch XPS (+2,8 % geg. VJ) und organische Dämmstoffe (+3,1 % geg. VJ) sowie WDVS aus Mineralwolle (+1,6 % geg. VJ).

Infolge der anziehenden Rohstoffpreise haben im vergangenen Jahr die meisten Hersteller zum Teil signifikante Preiserhöhungen am Markt durchgesetzt. Trotzdem entwickelte sich der Durchschnittspreis in nahezu allen Produktgruppen seitwärts, bei organischen Dämmstoffen sogar rückläufig.

Im Vergleich zu 2017 sank der Durchschnittspreis auf Ebene der Warengruppen bei WDVS um etwa ein Prozent, bei Dämmstoffen um ein halbes Prozent. Und das aus gutem Grund: bei Dämmstoffen reagierten die Abnehmer auf die höheren Preise indem vermehrt auf kostengünstigere Produkte zurückgegriffen wurde. Bei WDVS hat sich die durchschnittliche Dämmstärke um rund fünf Millimeter reduziert.

Folglich erhöhte sich im Jahr 2018 auch der Herstellerumsatz mit Dämmstoffen und Wärmedämm-Verbundsystemen insgesamt um nur 1,2 % gegenüber Vorjahr auf 3,27 Mrd. €. Dabei stieg der Umsatz mit Dämmstoffen auf 2,33 Mrd. € (+1,6 % geg. VJ), jener mit WDVS auf 938 Mio. € (+0,4 % geg. VJ).

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