BFW begrüßt Neuausrichtung des „Bündnis für Wohnen“ im Land Brandenburg

Die Partner des „Bündnis für Wohnen“ im Land Brandenburg kamen jetzt zu einem Spitzentreffen zusammen und verabschiedeten eine gemeinsame Erklärung. Schwerpunkt der Kooperation soll künftig die Vereinbarkeit von Klimaschutz mit bezahlbarem Bauen und Wohnen sein. Mit der Novellierung des Klimaschutzgesetzes hat der Bund neue Rahmenbedingungen zur Erreichung der Klimaschutzziele in allen Bereichen gesetzt, auch im Gebäudesektor. Um weiterhin ein breites, bezahlbares, aber auch zukunftsfähiges Wohnangebot in Brandenburg zu erhalten, werden die Bündnismitglieder die Themen Klimaschutz und Klimaresilienz verstärkt in den Fokus nehmen.

Susanne Klabe, Geschäftsführerin des BFW Landesverbandes Berlin/Brandenburg (www.bfwberlin.de), begrüßt die Neuausrichtung des „Bündnis für Wohnen“: „Die großen Herausforderungen zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor warten in den aktuellen Wohnungsbeständen. Bestehende Gebäude müssen durch Modernisierungen und energetische Sanierungen fit für die Zukunft gemacht werden. Das ist der echte Hebel für mehr Klimaschutz. Der Neubau hat beim Thema Klimaschutz im Verhältnis dazu ergänzende Funktion und darf nicht durch immer höhere klimaschutzrechtliche Vorgaben grenzenlos verkompliziert, verteuert und verlangsamt werden. Brandenburg hat das längst erkannt und richtet das Bündnis darauf aus.“

Das „Bündnis für Wohnen“, zu dessen Gründungsmitgliedern der BFW gehörte, ist die Gesprächs- und Beratungsplattform für die wohnungspolitischen Akteure im Land Brandenburg. Es geht zurück auf eine Initiative des Bundesbauministeriums. Seit 2017 kommen die Bündnismitglieder zusammen, um gemeinsam die Zukunftsthemen und Herausforderungen des Wohnungsmarkts in Brandenburg zu definieren, die in regelmäßigen Werkstattverfahren bearbeitet und vertieft werden. Zu den Zielen des Bündnisses gehört es, für nachfragegerechte, generationsgerechte, barrierefreie, nachhaltige, energieeffiziente und bezahlbare Wohnungen zu sorgen.

„Die Grundkonzeption des Bündnisses als ständiges Arbeitsgremium ermöglicht vorbehaltlose Gespräche auf Augenhöhe, schafft Vertrauen und ist die Grundlage für eine lösungsorientierte Zusammenarbeit. Damit kann immer wieder flexibel auf neue Entwicklungen und Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt reagiert und so bezahlbares, qualitätsvolles und zukunftsfestes Wohnen in allen Teilen des fünftgrößten deutschen Bundeslandes gesichert werden. Die Bündnisarbeit in Brandenburg ist ein Erfolgsmodell“, erklärt Susanne Klabe.

Die Bündnispartner haben sich bei Ihrem Spitzentreffen am Mittwoch zugleich auf weitere Themen verständigt, die nun gemeinsam in den künftigen Werkstätten diskutiert und analysiert werden sollen. Hierzu zählen zum Beispiel Digitalisierung und alternative Arbeits- und Wohnformen, die gerade durch die Erfahrungen der Coronapandemie an Bedeutung gewonnen haben. Auch die Bildung von Eigentum für weite Teile der Gesellschaft und die kontinuierliche Anpassung der Wohnraumförderung des Landes Brandenburg stehen auf der Agenda des Bündnisses.

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