bauverein AG steigert Jahresüberschuss deutlich

2015 war für die bauverein AG erneut ein sehr erfolgreiches Jahr: Das Unternehmen schloss das Geschäftsjahr 2015 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von fast 24,2 Mio. € ab. Der Gewinn nach Steuern lag damit 6,3 Mio. € über dem Vorjahresergebnis (2014: 17,9 Mio. €). Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalrentabilität weiter an und bleibt mit 7,9% weiterhin auf hohem Niveau.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit liegt im 151. Geschäftsjahr mit 27,5 Mio. € ebenfalls über dem Vorjahresergebnis in Höhe von 21,5 Mio. €. Verantwortlich für das gute Ergebnis sind auch drei Sondereffekte (s.u.). Die Bilanzsumme lag zum 31.Dezemeber 2015 bei 800,7 Mio. € und damit um 54,6 Mio. € höher als 2014. Der Anteil des Eigenkapitals an der Bilanzsumme beträgt nach 40,9% in 2014 nun 38,2%.

Drei Sondereffekte prägen 2015


Für das Ergebnis im Geschäftsjahr 2015 sind im Wesentlichen drei Sondereffekte verantwortlich: der zum 30. April 2015 erfolgte Verkauf der mittelhessischen Bestände, die Anwachsung der BVD Heimbau GmbH & Co. KG auf die bauverein AG sowie Effekte aus Zuschreibungen auf zwei Ausleihungen. Da es sich um einmalige Effekte handelt, wird der Unternehmensgewinn der bauverein AG in den kommenden Geschäftsjahren wieder niedriger ausfallen. Nach hohen Ausschüttungen in den vergangenen Jahren schüttet die bauverein AG 2016 insgesamt 12 Mio. € aus dem Bilanzgewinn 2015 an ihre Eigentümer aus.


Portfolio des bauverein-Konzerns

Das Portfolio des bauverein-Konzerns umfasste Ende 2015 insgesamt 17.248 Wohnungen (2014: 19.418). Die deutlich gesunkene Wohnungszahl erklärt sich im Wesentlichen durch den Verkauf der 2.100 Wohnungen umfassenden mittelhessischen Bestände (Verkauf zum 30.4.15). Mit dem Verkauf wurde die Konzentration auf den Bereich Südhessen fortgesetzt. Langfristig plant das Unternehmen, wieder auf seine alte Bestandsgröße mit zirka 19.000 Wohnungen (im Konzern) anzuwachsen. Dabei hat das Unternehmen nicht nur Darmstadt, sondern ganz Südhessen im Blick. Zum Konzernportfolio gehören 7.306 geförderte Wohnungen (42,36%). Der Wohnungsbestand der bauverein AG belief sich zum 31.12.2015 auf 10.946 Wohnungen (2014: 10.841). 5.722 davon sind gefördert (52,27%).

Wohnraum in Darmstadt

In Darmstadt verfügt der bauverein-Konzern über 12.257 Wohnungen. 5.329 davon sind gefördert. Im Zuge der Anfang 2013 mit der Stadt Darmstadt abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung zum Erhalt geförderten Wohnraums ließ die bauverein AG 2015 insgesamt 88 Wohnungen an der „Blütenallee“ errichten (Bezug zum 1.1.2016). Darüber hinaus werden alle 48 Wohnungen an der Eberstädter Kurt-Schumacher-Straße 5 im Anschluss an die 2015 begonnene Großmodernisierung (Ende der Maßnahme Mitte 2016) in eine Mietpreis- und Belegungsbindung übernommen.

Leerstand und Fluktuation

Die Leerstandsquote für den von der bauverein AG verwalteten Bestand – berücksichtigt sind marktaktive und nicht marktaktive Leerstände – sank in 2015 noch einmal leicht auf 1,8 % (2014: 1,9%). Damit liegt die bauverein AG sogar noch unter der für Darmstadt berechneten Quote von 2 %. Zum Vergleich: Im Bundesschnitt beträgt die Leerstandsquote 4 %, in Hessen liegt sie bei 3 %. Die Fluktuationsquote dagegen stieg leicht an und lag nach 8,2 % in 2014 nun bei 8,7 %.

Projekte 2015

2015 lag der Fokus auf zwei großen Projekten: dem Bau einer Wohnanlage mit angeschlossener Kinderkrippe an der Arheilger „Blütenallee“ (88 Wohnungen, 73 davon barrierefrei – Fertigstellung der Wohnanlage zum Jahresende 2015) und der Modernisierung von drei Bestandsgebäuden in der Lincoln-Siedlung. Hier ließ die bauverein AG 54 Mietwohnungen einrichten, die zum 1. Januar 2016 bezogen werden konnten. Gleichzeitig wurden zahlreiche Gebäude abgerissen und die wichtigsten Infrastrukturarbeiten zur Vorbereitung des Konversionsvorhabens vorgenommen. Um Ideen für die Gestaltung weiterer Bestandsgebäude zu sammeln, ließ die bauverein AG zudem einen Wettbewerb ausrufen. Die Preisträger wurden im Spätsommer der Öffentlichkeit vorgestellt. Ihre leicht modifizierten Entwürfe werden ab 2017 im Süden der Siedlung umgesetzt.

Umbruch im Vorstand

Ein weiteres wichtiges Ereignis war der Wechsel im Vorstandsbereich. Am 30. Juni 2015 ging mit Dr.-Ing. Hans-Jürgen Braun der langjährige Vorstandsvorsitzende der bauverein AG in den Ruhestand. Braun hatte das Unternehmen zwölf Jahre gelenkt. Unter seiner Ägide wandelte sich die bauverein AG vom reinen Bestandverwalter zu einem innovativen, kundenfreundlichen Immobiliendienstleiter.

Nach seinem Weggang führte seine Vorstandskollegin Sybille Wegerich das Unternehmen vom 1. Juli bis 31. Dezember 2015 allein. Zum Nachfolger von Dr. Braun hatte der Aufsichtsrat bereits in seiner Juni-Sitzung 2015 Armin Niedenthal bestimmt. Der gebürtige Frankfurter war zuvor als technischer Geschäftsführer des Gemeinnützigen Siedlungswerkes Frankfurt GmbH tätig und nahm seine Arbeit bei der bauverein AG am 1. Januar 2016 auf. Zusammen mit Sybille Wegerich bildet er nun den zweiköpfigen Vorstand.

„2015 war ein überaus erfolgreiches Jahr für die bauverein AG. Dabei haben Sondereffekte wie der Verkauf der Bestände in Mittelhessen oder auch die Anwachsung der BVD Heimbau GmbH & Co. KG auf die bauverein AG ganz wesentlich dazu beigetragen, dass wir ein so gutes Ergebnis vorweisen können. Und auch, wenn es sich dabei um einmalige Effekte handelt und das Ergebnis 2016 niedriger ausfallen wird: Das Geschäftsjahr 2015 zeigt, dass wir auf einem guten Weg sind. Mit unserer neuen, gemeinsam mit den Mitarbeitern erarbeiteten Strategie haben wir zudem den Weg für die Zukunft vorbereitet“, so Vorstand Sybille Wegerich.

„Die bauverein AG steht, das zeigt das Ergebnis 2015, auf soliden Füßen. Für uns bedeutet das, dass wir den Rücken frei haben, um uns großen Projekten wie der Konversion der Lincoln-Siedlung, der Verbesserung des Kundenservice oder auch der Optimierung unserer Erträge zu widmen“, so Vorstand Armin Niedenthal.

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