Zwei Jahre „Wir zusammen“: Deutsche Wohnen setzt sich für Integration von Flüchtlingen ein

Zwei Jahre ist es her, dass die erste große Flüchtlingswelle in Deutschland Politik, Gesellschaft und Wohnungswirtschaft vor neue Herausforderungen stellte. Die Deutsche Wohnen als eines der größten Immobilienunternehmen Europas und seit 2015 Mitglied im Netzwerk „Wir zusammen“,  hat es sich zur Aufgabe gemacht, Flüchtlingen in Deutschland eine neue Perspektive für ihr Leben zu geben.

Was tut die Deutsche Wohnen für die Integration von Flüchtlingen?

Von Anfang an vermietet die Deutsche Wohnen Wohnungen an Flüchtlinge. Mit dem Stand vom 2. August 2017 hat das Wohnungsunternehmen rund 850 Wohnungen an Flüchtlinge vermietet, in Berlin liegt die Zahl bei 290. Die Vermittlung von Wohnraum erfolgt direkt über die Vermietung oder in der Kooperation mit sozialen Trägern wie der pad Gmbh und JaKus e.V. in Berlin oder der Gemeindediakonie in Lübeck. Die Vereine mieten Wohnungen der Deutsche Wohnen an und vermitteln diese an Flüchtlinge weiter.

Das Immobilienunternehmen stellt nicht nur Wohnungen zur Verfügung. 2015 startete „Wir zusammen“, ein Netzwerk der deutschen Wirtschaft zur Integration von Flüchtlingen. Als aktives Mitglied fördert die Deutsche Wohnen Projekte, die nicht nur zur Integration beitragen, sondern auch die Begegnung und die Kommunikation zwischen Anwohnern und Flüchtlingen beleben und fördern. „Von der Versorgung mit Wohnraum, der Unterstützung von Vereinen bis hin zu eigenen Integrationsprojekten – in den letzten zwei Jahren haben wir nicht nur vielen Flüchtlingen ein neues Zuhause gegeben, sondern ihnen auch dabei geholfen, sich in ihrem sozialen Umfeld zu integrieren“, fasst Lars Wittan, CIO der Deutsche Wohnen SE, das Engagement zusammen.

Deutsche Wohnen-Azubis unterstützen Flüchtlinge

Am Ausbildungsstandort Mainz/Frankfurt besteht eine Kooperation zwischen der Deutsche Wohnen und der Berufsschule Friedrich-List in Wiesbaden. In Rahmen des Projekts „Deutsche Wohnen-Azubis unterstützen Flüchtlinge“ bieten Auszubildende der Deutsche Wohnen aus dem ersten Ausbildungsjahr an, einzelnen Schülern aus den Flüchtlingsklassen einmal wöchentlich Nachhilfe in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch zu geben.

Zudem besteht die Möglichkeit, einen Schnuppertag im Unternehmen zu absolvieren, der von Auszubildenden des 2. Ausbildungsjahres und der Ausbildungsleitung organisiert wird. Hier können die Schüler aus den Flüchtlingsklassen die Deutsche Wohnen, den Bewerberprozess inklusive dem Verfassen einer eigenen Bewerbung sowie den Ablauf einer Wohnungsbesichtigung kennenlernen. Neben dem Schnuppertag wird eine individuelle Betreuung beim Besuch der Bildungsmesse „Einstieg“ in Frankfurt angeboten, um die Berufe der Immobilienbranche noch näher kennenzulernen.

Integrationsprojekte zur Förderung des sozialen Miteinanders

Ob bei der Unterstützung des Weltrekords „Längster Picknicktisch der Welt“ im Hellersdorfer Quartier Kastanienboulevard in Berlin oder beim Projekt „Hellersdorfer Picknickdecken“, bei dem Anwohner und Flüchtlinge gemeinsam Patchworkdecken nähten – die Unterstützung für Projekte erfolgt zum Beispiel durch finanzielle Mittel und die Bereitstellung von Gewerbeeinheiten. In Zuge dessen wurde Anfang 2017 der Wohnführerschein für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Kooperation mit dem Verein JaKus ebenfalls in Berlin-Hellersdorf erfolgreich realisiert.

Durch finanzielle Mittel, u.a. für die Weiterqualifizierung eines syrischen Sozialpädagogen für die Betreuung von jugendlichen Flüchtlingen, konnten sieben junge Flüchtlinge aus Syrien, Iran, Irak und Ghana das Wissen erlangen, was man zur Anmietung einer Wohnung in Deutschland braucht. Dabei auf die Flüchtlinge einzugehen und ihnen die  Besonderheiten des deutschen Mietrechts zu erklären, hat JaKus e.V. mit seiner Expertise übernommen. Die Deutsche Wohnen unterstützte das Programm nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich. Durch den Einsatz der Deutsche Wohnen und anderer Wohnungsunternehmen konnten Bewerbungsgespräche für Wohnungen besonders realitätsnah in den Räumlichkeiten und durch Fachpersonal durchgeführt werden.

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